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asisi Panorama Berlin

Rundbild von Yadegar Asisi
Das asisi Panorama Berlin mit der Besucherplattform

Das asisi Panorama Berlin befindet sich seit September 2012 am ehemaligen Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße 205, Eingang Zimmerstraße, und zeigt das Panorama DIE MAUER – das asisi Panorama zum geteilten Berlin. Das monumentale Rundbild von Yadegar Asisi thematisiert den Kalten Krieg und die deutsch-deutsche Teilung in Berlin. Es stellt das bisher persönlichste Werk im Schaffen des Künstlers dar.

Inhaltsverzeichnis

DarstellungBearbeiten

Das Riesenrundbild mit 15 Metern Höhe und 60 Metern Umfang entführt von der vier Meter hohen Besucherplattform im Inneren des Panoramas in den Alltag mit der Berliner Mauer in Kreuzberg nahe Moritz- und Oranienplatz in den 1980er Jahren. Das alternative Leben im Club SO 36 mit seinen Punks, besetzten Häusern, einer Wagenburg oder einem Streichelzoo ist vollkommen getrennt vom Leben im Bezirk Mitte in Ost-Berlin. Die Berliner Mauer, der Todesstreifen und die Grenzanlagen trennen Westteil und Ostteil, Bundesrepublik und DDR, Kapitalismus und Kommunismus. DDR-Grenzsoldaten mit Schäferhunden sitzen in Wachtürmen und beobachten über die Grenzanlagen hinweg das bunte Treiben nur wenige Meter entfernt in West-Berlin. Zeigt sich jenseits der Mauer Ost-Berlin als ein Häusermeer grauer Fassaden, wirkt auch Kreuzberg wie ein „vergessener“ grauer Ortsteil, in dem – durch die Mauer und den Landwehrkanal vom restlichen West-Berlin abgetrennt – alternative Lebensformen und der Alltag von Migranten koexistieren. Asisi verweist auf das Arrangement mit der Mauer, außerhalb tragischer Ereignisse. In Ost wie West hatte man sich damit abgefunden und sie war zur Normalität geworden.

Begleitet wird das Panorama von Privatfotografien aus dem geteilten Berlin, die einen Einblick in den Alltag der geteilten Stadt geben. Dazu werden Filmausschnitte aus einer Filmdokumentation zum Thema gezeigt.

 
asisi Panorama Berlin am Checkpoint Charlie

StandortBearbeiten

Das asisi Panorama Berlin befindet sich an der südlichen Friedrichstraße nahe dem Checkpoint Charlie und dem U-Bahnhof Kochstraße. Der Eingang liegt an der Zimmerstraße. Auf der gegenüberliegenden Seite der Friedrichstraße befindet sich die „Black Box“ des Berliner Senats, in der eine Dokumentation zum Geschehen in Zeiten des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie, dem Übergang vom Amerikanischen in den Sowjetischen Sektor gezeigt wird. Mit dem öffentlichen Nahverkehr (BVG) ist der Standort über die U-Bahn-Linie U6 und die Buslinien M29, M48, 147 sowie 265 zu erreichen.

Themenverwandte ArtikelBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Yadegar Asisi, Marina Rütten (Mitarbeiterin): Architect of illusions. Faber & Faber, Leipzig 2004, ISBN 3-936618-43-7.

WeblinksBearbeiten