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Der „Arbeitskreis Großbritannien-Forschung“ (AGF) ist eine Vereinigung von Historikern sowie Politikwissenschaftlern, die über Großbritannien, das Britische Weltreich und das Commonwealth of Nations forschen und lehren. Bis 2017 trug der Arbeitskreis den Namen: Arbeitskreis Deutsche England-Forschung (ADEF).

Inhaltsverzeichnis

ZieleBearbeiten

Die vorrangigen Ziele des AGF sind der interdisziplinäre Austausch, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Vernetzung zwischen deutschen und britischen Wissenschaftlern.

GründungBearbeiten

Die Gründung des Arbeitskreises geht auf eine Initiative des Bochumer Politikwissenschaftlers Gustav Schmidt[1] zurück, der im Jahr 1981 zusammen mit einigen Kollegen, auch aus der Geschichtswissenschaft, ein Forum für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen wollte. Zu dieser Zeit war das Gebiet der Großbritannien-Studien in Deutschland noch relativ unterentwickelt.

AktivitätenBearbeiten

Der AGF veranstaltet einmal im Jahr eine Tagung mit deutschen und britischen Wissenschaftlern. Diese haben abwechselnd einen politikwissenschaftlichen bzw. einen historischen Fokus. Im Rahmen dieser Jahrestagungen, die in der katholischen Akademie Die Wolfsburg in Mülheim an der Ruhr und seit 2015 auch im Großbritannien-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin stattfinden, werden in Workshops auch laufende Forschungsprojekte diskutiert. Regelmäßig werden die Jahrestagungen in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut London durchgeführt. Die Tagungsberichte werden in der Regel auf H-Soz-Kult veröffentlicht.[2] Regelmäßig findet seit 2013 zudem in Berlin der AGF-Junior-Workshop statt, der sich explizit an den wissenschaftlichen Nachwuchs richtet. Der Arbeitskreis gibt ferner eine Schriftenreihe[3] heraus (diese wird von Ursula Lehmkuhl betreut), in der bspw. Dissertationen und Tagungsbände erscheinen. Alle zwei Jahre wird vom AGF eine herausragende Dissertation prämiert. Zudem bemüht sich der AGF, die Bedingungen für die Großbritannienforschung zu verbessern. So konnte 2018 in Folge einer Initiative des Arbeitskreises in Zusammenarbeit mit dem Großbritannien-Zentrum der Berliner Humboldt-Universität der online-Zugang zu historischen britischen Zeitungen über den Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft deutlich ausgeweitet werden.[4]

DissertationspreisBearbeiten

Der AGF lobt alle zwei Jahre einen Dissertationspreis in Höhe von € 500,00 aus. Mit dem Preis werden hervorragende Arbeiten ausgezeichnet, die ein Thema der britischen Politik oder der Geschichte Großbritanniens, des Empire oder des Commonwealth behandeln. Um den Preis können sich Absolventen deutscher Universitäten bewerben. Preisträger waren Hans-Joachim Knopf (2004), Sonja Levsen (2006), Jörg Neuheiser (2008), Peter Pirker (2010), Bernhard Dietz (2012), Julia Fleischer (2014), Miriam Weiss (2016) und Maren Jung-Diestelmeier (2018).[5]

OrganisationBearbeiten

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Dem Vorstand gehören derzeit der Politikwissenschaftler Marius Guderjan[6] (Humboldt-Universität Berlin) als stellvertretender Vorsitzender sowie die Historiker Wencke Meteling (Universität Marburg) als stellvertretende Vorsitzende, Bernhard Dietz[7] (Universität Mainz) als Vorsitzender, Torsten Riotte[8] (Goethe-Universität Frankfurt am Main) als Schatzmeister und Michael Czolkoß[9] (Universität Oldenburg) als Schriftführer an (Stand 2019).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Siehe: http://www.ruhr-uni-bochum.de/gustav.schmidt/
  2. Siehe bspw. den aktuellen Bericht zur 2017er Jahrestagung von Tobias Becker: http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7325?title=competitors-and-companions-britons-and-germans-in-the-world&recno=1&q=competitors&sort=newestPublished&fq=&total=23
  3. Bei perspectiva.net finden sich konkretere Angaben zu den einzelnen Bänden der Reihe: http://www.perspectivia.net/publikationen/adef; siehe auch: http://adef-britishstudies.org/ver%c3%b6ffentlichungen.html
  4. Siehe: Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 20. September 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/beta.historicum.net
  5. Maren Jung-Diestelmeier: »Das verkehrte England«. Visuelle Stereotype auf Postkarten und deutsche Selbstbilder 1899–1918. (= Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart, 1). Wallstein, Göttingen 2017. In Heft 40/1 des German Historical Institute London Bulletin findet sich eine online zugängliche Besprechung des Werkes von Richard Scully (S. 148–151).
  6. siehe: https://www.gbz.hu-berlin.de/staff/dr-marius-guderjan
  7. siehe: http://www.geschichte.uni-mainz.de/neuestegeschichte/743.php
  8. http://www.geschichte.uni-frankfurt.de/43148136/Riotte
  9. siehe: http://www.uni-oldenburg.de/kulturen-der-partizipation/personen/stipendiat-innen/michael-czolkoss/