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Arbeitsgemeinschaft Computer-Anwendungen und Quantitative Methoden in der Archäologie

Die AG CAA – Computer-Anwendungen und Quantitative Methoden in der Archäologie e.V. ist eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft von Archäologen, Mathematikern, Informatikern und Statistikern, die jährlich eine Tagung ausrichtet, „workshops“ veranstaltet und Tagungsberichte herausgibt. Die CAA wird von drei Sprechern geleitet, die alle zwei Jahre gewählt werden.

Inhaltsverzeichnis

ZielsetzungBearbeiten

Die CAA fördert die archäologische Forschung mit Hilfe von Computeranwendungen und quantitativen Methoden. Sie bietet nicht nur eine Plattform zum Erfahrungsaustausch zwischen Archäologen, die statistisch-quantitative bzw. allgemein computergestützte Auswertungsmethoden anwenden, sondern pflegt auch den Kontakt zu Mathematikern, Statistikern und Informatikern, die sich für archäologische Fragestellungen interessieren. Dadurch wird Archäologen die Möglichkeit gegeben, Methoden aus Mathematik, Statistik und Informatik kennenzulernen, in Zusammenarbeit mit Fachleuten anzuwenden und weiterzuentwickeln.

GeschichteBearbeiten

Die Gründung der AG erfolgte 1981 unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft Quantitative Methoden in der Archäologie“, die seitdem jährlich zusammen mit den Altertumsverbänden tagte, später im jährlichen Wechsel auch zusammen mit der Gesellschaft für Klassifikation (GfKl). 2005 wurde die Namensänderung zur aktuellen Benennung beschlossen, seitdem ist die AG CAA zugleich die deutschsprachige Sektion der internationalen CAA (Computer Applications and Quantitative Methods in Archaeology), die 1973 in Birmingham gegründet wurde. Neben Vortragssektionen wurden bei den Tagungen auch in unregelmäßigen Abständen Schulungen zu diversen Computeranwendungen angeboten. Seit 2010 führt die AG jährlich Tagungen an wechselnden Orten durch, um insbesondere Studierenden aller archäologischer Fachrichtungen ein Diskussionsforum zu bieten. Tagungszeitraum ist entweder Ende Januar oder Anfang Februar.

Veranstaltungsorte der AG CAA Workshops
Jahr Ort Lokaler Veranstalter
2010 Bonn Rheinisches Landesmuseum Bonn
2011 Mainz i3mainz an der Hochschule Mainz
2012 Bamberg Institut für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
2013 Berlin Exzellenzcluster TOPOI im Standort Dahlem, Freie Universität Berlin
2014 Tübingen eScience-Center der Eberhard Karls Universität Tübingen
2015 Dresden Landesamt für Archäologie Sachsen
2016 Hamburg Campus an der Elbe, HafenCity Universität Hamburg
2017 Heidelberg Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen im Mathematikon an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
2018 Entfallen aufgrund der internationalen CAA im eScience-Center der Universität Tübingen und der CAA-NL/FL in der Nähe von Deutschland
2019 Wilhelmshaven Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung im Rahmen des 150. Jahrestag der Stadt

Am 5. Oktober 2010 wurde die AG CAA in einen Verein mit eigener Satzung überführt. Die Gründung des gemeinnützigen, eingetragenen Vereins (e.V.) wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 5. Februar 2011 in Mainz durchgeführt. Seit Februar 2016 verfügt die AG über einen Beirat mit sieben Mitgliedern, der den Vorstand bei seinen Arbeiten unterstützt und berät. derzeit (Stand 2018) besteht der Vorstand aus Stephanie E. Metz (1. Vorsitzende), Kai-Christian Bruhn (2. Vorsitzender) und Lutz Schubert (Kassenwart).

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Die Tagung der Arbeitsgemeinschaft Quantitative Methoden in der Archäologie am 5.4.83 in Ratzeburg. Archäologische Informationen 6, 1983, p. 51 – 64.
  • Treffen der Arbeitsgemeinschaft Quantitative Methoden in der Archäologie am 12.-13.6.1984. Archäologische Informationen 7, 1984, p. 155 – 162.
  • Bericht über das Treffen der Arbeitsgemeinschaft „Quantitative Methoden in der Archäologie“ am 27. Mai 1985 in Detmold. Archäologische Informationen 8, 1985, p. 169 – 175.
  • Bericht über das Treffen der Arbeitsgemeinschaft Quantitative Methoden in der Archäologie am 22. Mai 1986 in Koblenz. Archäologische Informationen 9, 1986, p. 144 – 149.
  • Wolf Kubach, Bericht über die Arbeitsgemeinschaft Quantitative Methoden in der Archäologie. Archäologische Informationen 10, 1987, 222.
  • Bericht über das Treffen der Arbeitsgemeinschaft Quantitative Methoden in der Archäologie. Archäologische Informationen 12, 1998, p. 236 – 250.
  • Arbeitsgemeinschaft „Quantitative Methoden in der Archäologie“. Archäologische Informationen 15, 1992, p. 80 – 131.
  • Arbeitsgemeinschaft „Quantitative Methoden in der Archäologie“. Archäologische Informationen 16, 1993, p. 293 – 302.
  • Thomas Weber, Bericht über die Treffen der Arbeitsgemeinschaft „Quantitative Methoden in der Archäologie“ am 6. März 1998 in Dresden und am 9./10. März 1998 in Neubrandenburg. Archäologische Informationen 21, 1998, p. 343–344.
  • Thomas Weber, Bericht über das Treffen der Arbeitsgemeinschaft „Quantitative Methoden in der Archäologie“ am 28. Mai 1999 in Heidelberg. Archäologische Informationen 22, 1999, p. 291 – 292.
  • AG Archäologie in der Gesellschaft für Klassifikation. Archäologische Informationen 26, 2003, p. 449 – 497.
  • Axel Posluschny, Karsten Lambers, Irmela Herzog, Layers of Perception. Proceedings of the 35th International Conference on Computer Applications and Quantitative Methods in Archaeology (CAA), Berlin, Germany, April 2-6, 2007. Kolloquien zur Vor- und Frühgeschichte 10. Dr. Rudolf Habelt GmbH, Bonn 2008, ISBN 978-3-7749-3556-3.