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Ein Aquamanile (auch: Aquaemanale, Aquimanile, Aquiminale, Aquiminarium) ist ein Gefäß zur Handwaschung, entweder bei liturgischen Handlungen (dann zumeist aus Metall) oder im weltlichen Bereich vor den Mahlzeiten (dann teilweise auch aus keramischen Material). Dargestellt werden meist Tiergestalten und Fabelwesen, aber auch Ritter in voller Rüstung sind zu finden.

Ursprungsbereich ist der Orient, durch Handel gelangten Aquamanile im frühen Mittelalter nach Europa und wurden assimiliert. Die ältesten Aquamanile hatten die Form eines menschlichen Kopfes, etwa ein Gefäß, welches im Aachener Dom aufbewahrt wird. Ihr Blütezeit hatten sie im Hoch- und Spätmittelalter.

Die zwei größten Sammlungen hoch- und spätmittelalterlicher Bronzeaquamanilien befinden sich im Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen,[1] und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die im Germanischen Nationalmuseum ausgestellten Aquamanilien geben einen Überblick der formalen Entwicklung der Gattung und zur motivischen Vielfalt.[2]

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Poul Grinder-Hansen: Guides to the National Museum: Danish Middle Ages and Renaissance, Nationalmuseet, Kopenhagen 2002, ISBN 87-89384-98-9.
  2. Frank M. Kammel / Thomas Brehm / Claudia Selheim (Hrsg.): Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen, Nürnberg 2017, ISBN 978-3-946217-10-7, S. 51.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Aquamaniles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien