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Karpaten-Katzenpfötchen

Art der Gattung Katzenpfötchen (Antennaria)
(Weitergeleitet von Antennaria carpatica)
Karpaten-Katzenpfötchen
Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica)

Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Katzenpfötchen (Antennaria)
Art: Karpaten-Katzenpfötchen
Wissenschaftlicher Name
Antennaria carpatica
(Wahlenb.) Bluff & Fingerh.

Das Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Katzenpfötchen (Antennaria) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie gedeiht in den europäischen Gebirgen: Alpen, Pyrenäen und den Karpaten.

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

 
Illustration
 
Habitus, Laubblätter und Blütenstände

Vegetative MerkmaleBearbeiten

Das Karpaten-Katzenpfötchen wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 20 cm, selten bis zu 25 Zentimetern. Im Gegensatz zum Gewöhnlichen Katzenpfötchen bildet es keine oberirdische Ausläufer. Die oberirdischen Pflanzenteile sind wollig-weißfilzig behaart. Der aufrechtem Stängel ist unverzweigt. Die ganzrandigen Laubblätter sind unten meist länglich-verkehrt-eilanzettlich, die oberen länglich bis linealisch. Beide Blattflächen sind wollig filzig behaart.

Generative MerkmaleBearbeiten

Das Karpaten-Katzenpfötchen ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). In einem endständigen, doldentraubigen Gesamtblütenstand befinden sich zwei bis sechs körbchenförmige Teilblütenstände. Die Hüllblätter besitzen bräunliche Anhängsel und eie inneren sind bräunlich sowie trockenhäutig. Die männlichen Blüten sind weißgelb, die weiblichen weiß bis rot.

Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.[1]

VorkommenBearbeiten

Das Karpaten-Katzenpfötchen ist in den Alpen, Pyrenäen und den Karpaten beheimatet.

In Österreich kommt es zerstreut in den Zentralalpen, in den Kalkalpen selten in den subalpinen bis alpinen Höhenstufen vor, es fehlt im Burgenland, Wien und Niederösterreich.

Das Karpaten-Katzenpfötchen gedeiht in Höhenlagen von 1400 bis 3200 Metern an Standorten mit schwach sauren Böden in trockenen, windexponierten Lagen (wind- und schneegefegte Grate). Es ist eine Elynion-Verbandscharakterart.[1]

In den Allgäuer Alpen steigt es am Gipfel des Rauheck in Bayern bis in eine Höhenlage von 2383 Meter auf.[2]

SystematikBearbeiten

Beim Karpaten-Katzenpfötchen kann man folgende Unterarten unterscheiden[3]:

  • Antennaria carpatica (Wahlenb.) Bluff & Fingerh. subsp. carpatica: Sie kommt in Polen, in der Slowakei und in der Ukraine vor.[3]
  • Antennaria carpatica subsp. helvetica (Chrtek & Pouzar) Chrtek & Pouzar: Sie kommt in Spanien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Kroatien vor.[3]

QuellenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5.
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 582.
  3. a b c Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Antennaria carpatica In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

WeblinksBearbeiten