Ansuz () ist die vierte Rune des älteren Futhark und des altnordischen Runenalphabets[1] mit dem Lautwert a. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Ase“. Er erscheint in den Runengedichten als altnordisch ōss, altenglisch ōs bzw. gotisch aza.[2]

LautwertBearbeiten

Im jüngeren Futhark wandelte sich der Lautwert zu /o/, was sich auch in den Runengedichten widerspiegelt.[2] Möglicherweise lag er ursprünglich zwischen /a/ und /o/.

Die Transkription erfolgt üblicherweise durch den lateinischen Buchstaben a bzw. im jüngeren Futhark durch ą.

VariantenBearbeiten

Das angelsächsische Futhorc verwendet neben Ós () mit dem Lautwert /o/ an der alten Position zwei zusätzliche, von Ansuz abgeleitete Runen, nämlich Ác[3] () mit dem Lautwert /a/ sowie Æsc[4] () mit dem Lautwert /æ/.

ZeichenkodierungBearbeiten

Standard Ansuz () Ós () Ác () Æsc ()
Unicode Codepoint U+16A8 U+16A9 U+16AA U+16AB
Name RUNIC LETTER ANSUZ A RUNIC LETTER OS O RUNIC LETTER AC A RUNIC LETTER AESC
UTF-8 E1 9A A8 E1 9A A9 E1 9A AA E1 9A AB
XML/XHTML dezimal ᚨ ᚩ ᚪ ᚫ
hexadezimal ᚨ ᚩ ᚪ ᚫ

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klaus Düwel: Runenkunde (= Sammlung Metzler. Bd. 72). 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2001, ISBN 3-476-13072-X.
  2. a b Thesaurus Indogermanischer Text- und Sprachmaterialien
  3. „Eiche“
  4. „Esche“