Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Andreas Tietze

deutscher Politiker, MdL
Andreas Tietze, 2013

Andreas Tietze (* 9. Februar 1962 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Politiker und Abgeordneter im Landtag Schleswig-Holstein für die Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Tietze wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach dem Abitur studierte er Sozialpädagogik, Theologie und Sozialökonomie in Bochum, Heidelberg, Jerusalem und Kiel. 1986 wurde er zum Evangelischen Diakon eingesegnet. Nach mehr als zwanzigjähriger Berufstätigkeit in verschiedenen Positionen der Kinder- und Jugendhilfe, u. a. als Bildungsreferent im evangelischen Kirchenkreis Kiel und als Projektentwickler und Leiter der Kinder- und Jugendeinrichtungen auf Sylt, entschied er sich zu einem Studium der Sozialökonomie an der Leuphana Universität Lüneburg, das er 2006 mit einem MBA (Master of Business Administration) „Management der Sozialwirtschaft“ erfolgreich abschloss. Im Rahmen eines vierjährigen Promotionsstudiums und einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. in Berlin, als Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Sozialwirtschaft (DISW) e.V. wurde er im Januar 2010 mit einer Dissertation mit dem Titel Management der Achtsamkeit - Ethische Kompetenz bei Führungskräften der Sozialwirtschaft zum Dr. phil. promoviert.

Andreas Tietze ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn und lebt in Husum.

Am 15. November 2012 wurde er auf der konstituierenden Tagung der ersten Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland mit 83 von 147 möglichen Stimmen zu ihrem Präses gewählt.[1]

PolitikBearbeiten

Andreas Tietze ist seit Anfang der 1990er Jahre bei den Grünen in Schleswig-Holstein aktiv. Von 1999 bis 2001 war er Beisitzer im Landesvorstand der Grünen und Mitglied der Verhandlungskommission der rot-grünen Koalition, die von 2000 bis 2005 in Schleswig-Holstein regierte. Von 2003 bis 2010 war er Kreistagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Nordfriesland. Nach der Kommunalwahl und der Bildung der ersten Jamaica-Kooperation auf kommunaler Ebene in Schleswig-Holstein hatte er das Amt des stellvertretenden Landrates inne.

Bei der Landtagswahl 2009 wurde er über die Landesliste in den Landtag gewählt und wurde stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Bei der Landtagswahl 2012 im Mai trat er auf Platz 10 der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen an[2] und zog erneut in den Landtag ein. Bei der Landtagswahl 2017 trat er erneut auf Platz 10 der Landesliste von Bündnis 90 /Die Grünen an und zog wiederum in den Landtag ein.

Seine politischen Themenschwerpunkte in der 19. Wahlperiode sind Verkehr, Tourismus und Städte und Wohnungsbau. Außerdem wurde er zum Vorsitzendem des Wirtschaft- und Verkehrsausschusses gewählt.

Von 2010 bis 2013 war Andreas Tietze im Ehrenamt 1. Vorsitzender des Deutschen Instituts für Sozialwirtschaft e.V. (DISW).[3]

Andreas Tietze wurde von einer siebenköpfigen Auswahlkommission als Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Wahl des Kieler Oberbürgermeisters am 28. Oktober 2012 vorgeschlagen.[4] Am 18. August 2012 wurde er von der Wahlversammlung zum Kandidaten gewählt,[5] hat jedoch den zweiten Wahlgang am 11. November 2012 (Stichwahl) nicht erreicht. Zur Oberbürgermeisterin wurde schließlich Susanne Gaschke von der SPD gewählt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Andreas Tietze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pressemitteilung der Nordkirche. 15. November 2012, archiviert vom Original am 18. November 2012, abgerufen am 15. November 2012.
  2. Webseite der Grünen Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein
  3. Deutsches Institut für Sozialwirtschaft
  4. Potenzial der Landeshauptstadt besser nutzen – Andreas Tietze (MdL) wird als grüner OB-Kandidat vorgeschlagen. 2. August 2012, abgerufen am 11. August 2012.
  5. OB-Wahl in Kiel: Tietze tritt für die Grünen an. In: Kieler Nachrichten. 18. August 2012, abgerufen am 1. März 2017.