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Allein unter Nachbarn – La comunidad

Film von Álex de la Iglesia (2000)

Allein unter Nachbarn – La comunidad ist eine schwarze spanische Komödie aus dem Jahre 2000. Inszeniert wurde der Spielfilm von Álex de la Iglesia.

Filmdaten
Deutscher TitelAllein unter Nachbarn
OriginaltitelLa Comunidad
ProduktionslandSpanien
OriginalspracheSpanisch
Erscheinungsjahr2000
Länge107 Minuten
Stab
RegieÁlex de la Iglesia
DrehbuchJorge Guerricaechevarría
Álex de la Iglesia
ProduktionAndrés Vicente Gómez
MusikRoque Baños
KameraKiko de la Rica
SchnittAlejandro Lázaro
Besetzung

HandlungBearbeiten

Madrid: Julia ist Maklerin in einer Immobilienfirma. Sie besichtigt mit potenziellen Klienten eine elegante Mehrzimmerwohnung in einem Mehrparteienhaus. Als diese kein Interesse haben, verbringt sie dort unzulässigerweise eine Nacht mit ihrem frustrierten Ehemann und wird Zeuge, wie die Feuerwehr die Wohnung über ihr gewaltsam öffnet. Die Wohnung ist voller Müll und der Leiche eines alten Mannes, die bereits von einer Katze angeknabbert wurde. Der Tote muss schon Wochen in der Wohnung gelegen haben. Als die Feuerwehrmänner die Leiche auf einer Bahre aus der Wohnung tragen, fällt dieser eine Brieftasche aus der Tasche. Geistesgegenwärtig schnappt sich Julia die Brieftasche und entdeckt später einen Schatzplan darin. Sie schleicht in die verlassene Wohnung und findet 300 Millionen Peseten in bar. Diese verstaut sie in Tüten. Dies bleibt jedoch nicht unbemerkt von der Nachbargemeinde. Julia wird allmählich bewusst, dass die gesamte Gemeinschaft von dem Geld weiß. Nach einigem belanglosen Geplänkel zwischen der Gemeinde und Julia wird ihr bewusst, dass sie das Gebäude nicht mit dem Geld verlassen kann. Die Nachbarn sind bewaffnet und zu allem bereit. Sie wenden Brachialgewalt an und bald sind zwei Gemeinschaftsmitglieder tot. Rädelsführer Emilio berichtet kurz vor seinem gewaltsamen Tod Julia von der gesamten Geschichte: Der Alte gewann im Fußball-Toto wegen eines Tipps von Emilio und war dann nachher nicht bereit, mit den anderen zu teilen. Seitdem bewachte die Gemeinde die Wohnung rund um die Uhr und der Alte verließ aus Angst seine Wohnung nicht mehr. Julia, die nicht bereit ist, auf das Geld zu verzichten, liefert sich einen Kampf auf Leben und Tod. Sie schafft es, das Gebäude lebend zu verlassen, vier weitere Nachbarn mussten den Kampf mit dem Leben bezahlen. Am Ende sichert sich Charly, ein geistig etwas beschränkter, aber harmloser Nachbar, der Julia liebt, das Geld. Nachdem die Gemeindemitglieder verhaftet wurden, liest Julia eine an sie gerichtete chriffrierte Nachricht in der Tageszeitung. Julia, die sich von ihrem Ehemann getrennt hat, trifft sich mit dem Nachbarn in einem kleinen Café, wo der Nachbar feiert und das Geld unter den Gästen verteilt.

StandortBearbeiten

Das Gebäude, in dem der Film spielt, befindet sich in der Carrera de San Jerónimo Nr. 14, im Zentrum Madrids. Auf dem Gebäude der Banco Bilbao Vizcaya (ehemals:"Banco de Bilbao") in der Calle de Alcalá (Zentral-Madrid) findet der Endkampf statt.

KritikBearbeiten

Der Film, der für 15 Goyas nominiert war und drei gewann, erhielt gute Kritiken. Vergleiche mit Roman Polańskis Der Mieter, Rosemaries Baby und Hitchcockfilmen wurden gezogen.

„De la Iglesia entwirft ein schillerndes Panoptikum der schrillen Typen und setzt damit einen wunderbaren Kontrapunkt zum gelackten Casting amerikanischer Genrefilme, in denen selbst die kleinsten Nebenrollen mit glatten Kataloggesichtern besetzt werden“

Kino.de[1]

„Alex de la Iglesia gelang mit La Comunidad eine originelle Synthese aus filmgeschichtlichen Anspielungen und der eigenen Vorliebe für mörderische Skurrilitäten.“

Andreas Rauscher auf www.schnitt.de.de[2]

PreiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten