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Villa Alfred Thieme in der Weststraße 15 (heute Friedrich-Ebert-Straße; Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört)

Conrad Alfred Thieme (* 2. Mai 1830 in Leipzig; † 2. April 1906 ebenda) war ein deutscher Groß-Industrieller, Generalkonsul und Kunstsammler.

Alfred Thieme war der Sohn des Leipziger Bankiers Conrad Friedrich August Thieme. Er war persönlich haftender Gesellschafter der Firma C. F. Weithas Nachfolger, Eisen-, Blech und Träger-Großhandlung. Thieme war von 1890 bis 1896 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig.

Thieme galt als einer der reichsten Männer Sachsens. In den Jahren 1874 bis 1876 ließ er sich von dem für Leipziger Architekten Arwed Roßbach eine repräsentative Villa in der Weststraße (heute Friedrich-Ebert-Straße) errichten. Er stiftete 1886 dem Museum der bildenden Künste in Leipzig 66 holländische Gemälde seiner Sammlung. Eine zweite von ihm zusammengetragene, noch wertvollere Sammlung wurde 1916 vom Leipziger Museum erworben.

Von 1891 bis zu 1901 gehörte er als vom König ernanntes Mitglied der 1. Kammer des Sächsischen Landtags an.[1]

Seine Söhne waren der Verleger Georg Thieme (1860–1925) und der Kunsthistoriker Ulrich Thieme (1865–1922).

LiteraturBearbeiten

  • Wilhelm von Bode: Die Gemäldegalerie Alfred Thieme in Leipzig. In: Zeitschrift für Bildende Kunst N.F. 11, 1900, S. 97–105.
  • Ulrich Thieme: Galerie Alfred Thieme in Leipzig. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1900 (Digitalisat).
  • Die Galerie Alfred Thieme im Museum der Bildenden Künste zu Leipzig. Neuerwerbungen vom Jahre 1916. Museum der Bildenden Künste, Leipzig 1916.
  • Renate Hartleb: Der Leipziger Kunstsammler Alfred Thieme. Ein Beitrag zur Niederländersammlung des Museums der bildenden Künste. In: Jahresheft Museum der Bildenden Künste Leipzig 5, 1999, S. 26–33.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001.