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Albert von Aachen

Kleriker und Chronist des 10./11. Jahrhunderts

Albert von Aachen (lat. Albericus Aquensis, frz. Albert d’Aix) war ein Kleriker aus der Umgebung der Aachener Königspfalz.

Um das Jahr 1101 verfasste er die einzige Chronik, die detailliert über den Volkskreuzzug der Armen genannten Vorläufer des Ersten Kreuzzugs berichtet. Die Chronik steht heute noch in einer Kompilation zur Verfügung. Albert benutzte eine andere Chronik, die sogenannte Gesta Francorum, sowie mündliche Berichte von Teilnehmern und heute verschollene schriftliche Augenzeugenberichte. Dazu gehörte auch eine Chronik, die ein Begleiter des Herzogs und Kreuzfahrers Gottfried von Bouillon geschrieben haben dürfte. Der Herzog wiederum war Gefolgsmann des römisch-deutschen Kaisers Heinrich IV. Albert hob dessen Rolle stark hervor, obwohl der Kaiser sich wegen seines Streites mit der Kirche während der Kreuzzugspropaganda eigentlich defensiv verhielt.

Ausgaben (Auswahl)Bearbeiten

  • Historisch-kritische Ausgabe nebst Übersetzung ins Englische: Historia Ierosolimitana. History of the Journey to Jerusalem (= Oxford Medieval Texts.). Edited and translated by Susan B. Edgington. Clarendon Press, Oxford u. a. 2007, ISBN 978-0-19-920486-1.
  • Auszüge: Heinrich Hangenmeyer, Peter der Eremite. Ein kritischer Beitrag zur Geschichte des ersten Kreuzzuges, Leipzig 1879 (Digitalisat), S. 320–328, 333–340, 360.
  • Geschichte des ersten Kreuzzugs. Übersetzt und eingeleitet von Hermann Hefele. 2 Bände (Band 1: Die Eroberung des heiligen Landes. Band 2: Das Königreich Jerusalem.). Diederichs, Jena 1923.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten