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Adolph Ferdinand Duflos

Universitätsapotheker
Erinnerungsplakette in Bad Kudowa

Adolph Ferdinand Duflos (* 2. Februar 1802 in Artenay im Département Loiret; † 9. Oktober 1889 in Annaberg im Erzgebirge) war ein Universitätsapotheker.[1]

1812 kam er mit seinem Onkel Wattebled, einem Militärarzt, nach Torgau. Nachdem sein Onkel im Russlandfeldzug gefallen war, wurde er vom Rektor des Lyceums, Benedict[2] adoptiert und siedelte mit ihm 1814 nach Annaberg über, wo er beim aus Dresden stammenden Apotheker Friedrich Adolf Hertel in die Lehre ging. Er wurde dessen Gehilfe, bis er 1822 nach Breslau zu Apotheker Olearius ging. Von 1830 bis 1833 studierte er an der Universität Halle Naturwissenschaften und Chemie, war dann kurzzeitig als Apothekergehilfe tätig und übernahm dann die Leitung der chemischen Fabrik von Langsch in Breslau.

1841 promovierte er zum Ehrendoktor der Pharmazie. 1842 wurde er zum Administrator der Universitäts-Apotheke berufen und habilitierte sich gleichzeitig zum Privatdozent der Pharmazie. Er wurde zunächst Hilfslehrer am pharmazeutischen Institut in Halle, danach Lehrer für Chemie am Friedrichs-Gymnasium in Breslau. 1846 wurde er a.o. Professor für pharmazeutische Chemie an der Universität Breslau. Später wurde er, möglicherweise durch Einsatz von Robert Wilhelm Bunsen während seiner Zeit in Breslau 1852, ordentlicher Professor für pharmazeutische Chemie. Duflos war Bunsen bei der Beschaffung einer Präparatesammlung behilflich, außerdem war er Bunsens Reisegefährte.

In Breslau galt er als Vater der Pharmazie, war Ritter und Geheimer Rat. Seine wichtigsten Publikationen schrieb er in den 1840ern und nach seiner Emeritierung 1869. Ab 1866 war er Ehrenmitglied der Naturforschenden Gesellschaft „Isis“ mit Sitz in Dresden. Seinen Lebensabend verbrachte er bei einer befreundeten Familie in Annaberg.

VeröffentlichungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alois Kernbauer, J. Büttner: Die "Klinische Chemie" Im Jahre 1850: Johann Florian Hellers Bericht über ... Franz Steiner Verlag, 2002, ISBN 3-515-08122-4, S. 44 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Traugott Friedrich Benedict, 1756–1833, Theologe, Katechet, Rektor und Vater von Traugott Wilhelm Gustav Benedict