Adolf M. Birke

deutscher Neuzeithistoriker

Adolf Matthias Birke (* 12. Oktober 1939 in Wellingholzhausen) ist ein deutscher Historiker und emeritierter Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München.

LebenBearbeiten

Birke studierte Geschichte, politische Wissenschaft und Philosophie in Berlin und Cambridge. 1968 wurde er in Berlin über das Thema „Bischof Ketteler und der deutsche Liberalismus“ promoviert. Die Habilitation folgte 1976.

Birke war zunächst Privatdozent und ab Wintersemester 1978/79 Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Von 1982 bis 1985 hatte er eine Professur für neuzeitliche Geschichte an der Universität Bayreuth inne. Von August 1985 bis August 1994 war er Direktor des Deutschen Historischen Instituts London.[1] Nach seiner Rückkehr aus London lehrte er bis zur Emeritierung im Jahr 2000 an der Universität München.

Birke ist Mitglied der Royal Historical Society und korrespondierendes Mitglied der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft.[2] Von 1982 bis 1995 war er Präsident der Prinz-Albert-Gesellschaft. Er war Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Die Bundesrepublik Deutschland. Verfassung, Parlament und Parteien. 1945–1998 (= Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 41). 2. Auflage, Oldenbourg, München 2010, ISBN 978-3-486-59221-4.
  • Deutschland und Großbritannien. Historische Beziehungen und Vergleiche = Britain and Germany. Hrsg. von Franz Bosbach, Hermann Hiery, Saur, München 1999, ISBN 3-598-23000-1.
  • Nation ohne Haus. Deutschland 1945–1961 (= Siedler deutsche Geschichte, Reihe 2: Die Deutschen und ihre Nation, Bd. 6). Siedler-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-88680-052-0 (und weitere Auflagen und Ausgaben).
  • Pluralismus und Gewerkschaftsautonomie in England. Entstehungsgeschichte einer politischen Theorie. Klett-Cotta, Stuttgart 1978, ISBN 3-12-910940-4 (zugleich: Habil.-Schrift, FU Berlin, 1976).
  • Bischof Ketteler und der deutsche Liberalismus. Eine Untersuchung über das Verhältnis des liberalen Katholizismus zum bürgerlichen Liberalismus in der Reichsgründungszeit. Grünewald, Berlin 1971 (zugleich: phil. Diss., FU Berlin, 1968).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Seite des GHIL.
  2. Korrespondierende Mitglieder der BWG.