Abschaum

durch Erhitzen gebildete Substanz an der Oberfläche von Flüssigkeiten
Abschaum beim Kochen von gelben Erbsen
Gerinnender Abschaum beim Kochen von Rinderbrühe

Abschaum entsteht beim Kochen eiweißhaltiger Zutaten in Flüssigkeiten, z. B. bei der Zubereitung von Fleischbrühe oder Hülsenfrüchten. Er besteht aus Eiweiß, das aus den Zellen ausgetreten ist, und bildet sich vor allem zu Anfang des Kochvorgangs. Er ist zunächst weißlich und wird dann grau, da er Schwebstoffe aus der Flüssigkeit an sich bindet. Ist das Eiweiß im Abschaum vollständig geronnen, flockt es aus und kann die Flüssigkeit trüben. Um das zu vermeiden, muss er wiederholt mit einem Schaumlöffel abgeschöpft werden. Dieser Vorgang wird in der Küchensprache als Abschäumen bezeichnet.

Weitere BegriffsverwendungBearbeiten

Seit dem 15. Jahrhundert wird der Begriff Abschaum auch umgangssprachlich übertragen für „schlechte, ausgestoßene Menschen“, „Pöbel“, im weitesten Sinne also: „Abfall“ verwendet. Auch in der Gegenwart stellt das Wort, wenn es als Bezeichnung für Menschen benutzt wird, eine schwere Beleidigung dar.

Die Redewendung „Abschaum der Welt“ ist die Übersetzung aus dem 1. Brief an die Korinther des Apostels Paulus. Sie bezieht sich auf die Apostel, die von der Welt verachtet werden. Im altgriechischen Originaltext heißt es: περικαθάρματα τοῦ κόσμου – perikatharmata tou kosmou.

WeblinksBearbeiten

Wiktionary: Abschaum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen