Abini

archäologische Stätte in Italien
Sardischer Bronzetto - Dämon von Teti

Das nuraghische Heiligtum von Abini (alter Name „Sa Badde de sa Bidda“; deutsch „die Stadt im Tal“) an den Ufern des Talaro, nördlich von Teti in der Provinz Nuoro auf Sardinien war eine Kultstätte der Sarden während der Nuraghenkultur.

Die Anlage besteht aus einer Nuraghensiedlung und einem heiligen Bereich innerhalb eines Temenos, der ein Brunnenheiligtum (italienisch Pozzo sacro) umschloss, das wahrscheinlich von der späten Bronzezeit bis zur Eisenzeit (1300 bis 600 v. Chr.) genutzt wurde. In dem Gebiet wurden zwischen dem 10. und 7. Jahrhundert v. Chr. viele Bronzetti hergestellt, darunter der „Dämon von Teti“ (mit vier Armen und vier Augen), die sich im Nationalen Archäologischen Museum von Cagliari befinden.

1865 überzeugte ein Junge einige Landwirte, im Boden zu graben, wo auf der Oberfläche Überreste von alten Gebäuden aufgetaucht waren. Die Ausgrabung erbrachte Votivgaben aus Bronze. Im selben Jahr beschrieb Giovanni Spano (1803–1878) die Bronzen, die von dem Gelehrten Efisio Timon erworben wurden. 1878 wurden sie in einem großen Behälter mit Terrakotten und weitere Bronzen gefunden. Später wurde die Stelle von Philip Vivanet untersucht, der den heiligen Bezirk und seinen Tempel fand. Bei den Ausgrabungen von 1929/31 unter der Leitung von Antonio Taramelli (1868–1939) wurden der heilige Bezirk mit dem heiligen Brunnen und das Dorf neben dem heiligen Bezirk freigelegt. Die vorletzten Ausgrabungen auf dem Gelände wurden 1981 durchgeführt, wobei neue Rundhütten und verschiedene andere Gebäude entdeckt wurden. Von 2000 bis 2002 erfolgten die bisher letzten Grabungen, bei denen vor allem anthropomorphe und Gefäßkeramiken gefunden wurden.

In der Nähe liegt die Nuraghensiedlung S’Urbale.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Heidelberger fistorische Bestände: Il Ripostiglio di Bronzi di Abini – Presso Teti
  • Filippo Nisardi: Intorno ai ripostigli di bronzi di Abini e di Forraxi Nioi In: Lettera al prof. E. Pais / Filippo Nissardi Cagliari 1884.

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 40° 8′ 43,9″ N, 9° 5′ 34,6″ O