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Das Öskjuvatn (deutsch: Calderensee) ist ein See im isländischen Hochland. Seine Fläche beträgt ca. 11 km². Die Seetiefe beträgt maximal 220 m.

Öskjuvatn
138 OESKJUVATN.JPG
Öskjuvatn
Geographische Lage Island
Abfluss keiner
Daten
Koordinaten 65° 2′ 0″ N, 16° 45′ 0″ WKoordinaten: 65° 2′ 0″ N, 16° 45′ 0″ W
Öskjuvatn (Island)
Öskjuvatn
Höhe über Meeresspiegel 1050 m
Fläche 11 km²
Volumen 1,2 km³dep1
Maximale Tiefe 220 m

Besonderheiten

Calderensee

LageBearbeiten

Der See liegt in der Caldera des Vulkans Askja im Nordosten des Vatnajökull. Er entstand ebenso wie der benachbarte Víti-Krater bei einer gewaltigen Vulkanexplosion im Jahre 1875.

EntstehungBearbeiten

Im Jahre 1875 hatte sich durch Einbruch einer Magmakammer in einer Plinianischen Eruption eine neue Caldera im Zentralvulkan Askja gebildet.

Bis sich die innerste und jüngste Caldera jedoch mit Wasser angefüllt hatte, vergingen nicht weniger als 32 Jahre. Der heutige Wasserstand wurde also 1907 erreicht.

Der Wasserspiegel des Sees liegt heutzutage noch 50 m tiefer als der Calderenboden und neuerliche bathometrische Messungen ermittelten eine Wassertiefe von 224 m.[1]

Verschollene DeutscheBearbeiten

Im Sommer 1907 verschwanden auf dem See zwei deutsche Männer spurlos, der Privatdozent Walther von Knebel und der Maler Max Rudloff. Die deutsche Verlobte von Knebel, Ina von Grumbkow, machte sich ein Jahr darauf auf die Suche nach ihnen, fand jedoch keine Spur der beiden. Beide Männer könnten in dem kleinen Boot, mit dem sie auf den See hinausfuhren, durch eine Steinschlaglawine getötet worden sein.

Ina von Grumbkow schlug vor, den See nach Knebel zu benennen und die Caldera nach Rudloff; dies schrieb der einzige Überlebende der Expedition, der Student Hans Spethmann in seinen späteren Veröffentlichungen. Die Neubezeichnungen setzten sich nicht durch, es blieb bei der isländischen Bezeichnung Öskjuvatn.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Lutz Mohr: Ina von Grumbkow – nur eine Abenteurerin? Eine Frau aus pommerschem Adelsgeschlecht im Sommer 1908 auf Spurensuche in Island. In: Die Pommersche Zeitung, Jahrg. 64, Folge 38 vom 20. September 2014, S. 12–13
  • Frank Schroeder: Die Eisumschlungene. Spurensuche in Island. Eichstätt: LundiPress Verlag 1995, ISBN 3-980-1648-3-7

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: Iceland. Classic Geology in Europe 3. Terra, Harpenden 2002, 176