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Çingiz Mustafayev

aserbaidschanischer Journalist
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Çingiz Fuad oğlu Mustafayev (russisch Чингиз Мустафаев/Tschingis Mustafajew; * 29. August 1960; † 15. Juli 1992 in Naxçıvanik, Rajon Ağdam) war ein aserbaidschanischer Journalist, der postum zum „Nationalheld“ Aserbaidschans ernannt wurde. Ohne journalistische Ausbildung erstellte er eine Videodokumentation der Brutalitäten des Bergkarabachkrieges, in dessen Verlauf er auch ums Leben kam.

Inhaltsverzeichnis

Massaker von ChodschaliBearbeiten

Çingiz Mustafayev war der Mann hinter der Kamera, der 1992 die Szenen des Massakers von Chodschali filmte. Trotz der Kämpfe filmte er die militärische Auseinandersetzung. Der Film zeigt hunderte tote Menschen, die von armenischen paramilitärischen Streitkräften mit der Unterstützung des 366. russischen Motorschützenregiments getötet wurden.

Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) berichtet, dass Mustafayev auf ungeklärte Weise ermordet wurde, als er dabei war, Informationen aufzuzeigen, denen zufolge der armenische Angriff auf die Zivilisten in Chodschali auf eine Provokation der aserbaidschanischen Nationalfront zurückzuführen sei, welche dazu gedacht war, den Rücktritt des damaligen aserbaidschanischen Präsidenten Ayaz Mütəllibov zu erzwingen.[1]

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und das russische Menschenrechtszentrum Memorial verurteilten das Massaker. Im Verlauf von acht Monaten drehte Çingiz 18 Dokumentarfilme über den Krieg in Bergkarabach und hinterließ ein bedeutendes historisches Archiv.

TodBearbeiten

Çingiz wurde am 15. Juli 1992, als er die Kämpfe zwischen der aserbaidschanischen Armee und armenischen paramilitärischen Einheiten in der Nähe des Dorfes Naxçıvanik filmte, tödlich verwundet. Ein Splitter hatte eine seiner Hauptarterien durchtrennt. Während der Einlieferung ins Krankenhaus starb er an Blutverlust. Die letzten Momente seines Lebens hat er dabei mit seiner eigenen Kamera aufgenommen.

EhrungenBearbeiten

ANS CM 102 FM, die erste Radio Broadcasting Company im Kaukasus, wurde nach ihm benannt.

FamilieBearbeiten

Mustafayevs Vater war beim Militär der UdSSR beschäftigt. Seine Mutter stammte aus dem Rajon Şäki. Sie heiratete, als sie 19 Jahre alt war. Çingiz war das älteste von drei Kindern. Im Jahre 1990 heiratete er die 21-jährige Ingenieursstudentin Rafiga Bagirova. 1991 bekamen sie einen Sohn, der nach seinem Großvater Fuad Mustafayev benannt wurde.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chingiz Fuad-ogly Mustafayev: June 15, 1992, in Nagorno-Karabakh, Azerbaijan. Committee to Protect Journalists. Abgerufen am 12. Juli 2013