Peter MacNicol
Peter MacNicol (* 10. April 1954 in Dallas, Texas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur.
Biografie
Peter MacNicol wuchs in Minneapolis auf. Bereits mit neun Jahren begann er Theater zu spielen und wechselte später zu Broadway-Produktionen. Er studierte an der Universität von Minnesota.
1981 spielte er die Hauptrolle in dem Fantasyfilm Der Drachentöter und wurde von vielen Kritikern als ein vielversprechender Schauspieler eingeschätzt. Ein Jahr später verkörperte er den jungen Schriftsteller Stingo in der von Alan J. Pakula gedrehten Adaption von William Styrons Sophies Entscheidung. Danach konzentrierte er sich wieder auf seine Bühnenkarriere und kehrte erst 1987 in Heat auf die Leinwand zurück.
Es folgten Rollen in verschiedenen Produktionen: 1989 spielte er in Ghostbusters II den kauzigen Restaurator „Dr. Janosz Poha“. 1992 hatte er neben Steve Martin und Goldie Hawn einen kleinen Auftritt in Housesitter und ein Jahr später verkörperte er in Die Addams Family in verrückter Tradition den überdrehten Feriencampleiter Gary Granger, der sich mit den Addams-Kindern Pugsley und Wednesday auseinandersetzen muss. Ab 1994 spielte er in der Krankenhausserie Chicago Hope die Rolle des Alan Birch, für die er mit dem „Q Award“ ausgezeichnet wurde. Aus dieser Serie ließ er sich herausschreiben, um sich mehr in der Serie Ally McBeal engagieren zu können. Der von ihm dargestellte Charakter „Alan Birch“ wird erschossen.
Nach seinen Auftritten in Mel Brooks' Dracula – Tot aber glücklich als Draculas trotteliger Helfer Renfield und in Bean – Der ultimative Katastrophenfilm neben Rowan Atkinson als überforderter Gastgeber von Mr. Bean stand er ab 1997 als exzentrischer Anwalt John Cage für die Serie Ally McBeal neben Calista Flockhart vor der Kamera, bei der er sich bei einigen Folgen ebenso wie bei der Serie Boston Public auch als Regisseur betätigte. Bis 2010 spielte er in der Krimiserie Numb3rs die Rolle des Dr. Larry Fleinhardt, einen theoretischen Physiker und Kosmologen. Außerdem war er als Stabschef Thomas „Tom“ Lennox in der sechsten Staffel der amerikanischen Actionserie 24 zu sehen.
1986 heiratete er Marsue Cumming. Marsue Cumming gründete eine gemeinnützige Organisation, um Kindern in Los Angeles zu helfen.
Filmografie (Auswahl)
- 1981: Der Drachentöter (Dragonslayer)
- 1982: Sophies Entscheidung (Sophie’s Choice)
- 1989: Ghostbusters II
- 1991: Der Mann meiner Frau als Stuart
- 1992: Housesitter – Lügen haben schöne Beine (HouseSitter)
- 1993: Die Addams Family in verrückter Tradition (Addams Family Values)
- 1994: Visitors – Besucher aus einer anderen Welt (Roswell)
- 1994: Chicago Hope – Endstation Hoffnung (Chicago Hope, Fernsehserie)
- 1995: Dracula – Tot aber glücklich (Dracula: Dead and Loving it)
- 1997: Bean – Der ultimative Katastrophenfilm (Bean)
- 1997–2002: Ally McBeal (Fernsehserie)
- 2001: Große Pause (Recess, Fernsehserie)
- 2004: Breakin’ All the Rules
- 2005–2010: Numbers – Die Logik des Verbrechens (NUMB3RS, Fernsehserie)
- 2007: 24 (Fernsehserie)
- 2010: Grey’s Anatomy (Fernsehserie)
- 2012: Battleship
- 2012: Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change)
Auszeichnungen
- 1999 und 2000: nominiert als bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie.
- 2001: gewonnen als bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie für Ally McBeal.
- 2003: vorgeschlagen als bester Nebendarsteller in einer Serie für Ally McBeal.
- 1999 bis 2001: nominiert für seine Rolle in Ally McBeal.
- 1995: gewonnen als bester Nebendarsteller in einer Qualitäts-Dramaserie für Chicago Hope.
- 1999: gewonnen bei den „Viewers for Quality Television Awards“ als bester Nebendarsteller in einer Qualitäts-Comedyserie für Ally McBeal.
Für seine Rolle in Ally McBeal war er auch 1998 und 2000 nominiert worden.[1]
