Nadja oder Nadia ist ein weiblicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung Bearbeiten

Nadja ist die Koseform (Diminutiv) des russischen Namens Nadeschda und bedeutet „Hoffnung“. Es handelt sich um einen der ältesten russischen Namen, der auch in weiteren (zumeist europäischen) Sprachen übernommen wurde (etwa als Esperanza, Hope, Espérance oder Speranza).

Historisch geht der Name auf eine der drei Töchter der heiligen Sophia von Mailand zurück. Diese hießen Fides (deutsch „Glaube“), Spes („Hoffnung“)[1] und Caritas („Liebe“).[2] Eine Legende erzählt, dass die vornehme christliche Witwe Sophia ihre Habe an die Armen verteilte und mit ihren drei Töchtern von Mailand nach Rom reiste, um dort den Märtyrertod zu sterben. Die drei Töchter wurden unter Kaiser Hadrian angeklagt und hingerichtet. Die Mutter begrub sie an einem 30. September an der Via Appia und starb drei Tage später.

Homonyme Bearbeiten

Im Orient ist der persische Name Nadjya („Morgentau“), der auch aus dem Arabischen („Sprecherin“ oder „Ruferin“) hergeleitet wird, sehr beliebt. Eine etymologische Verwandtschaft zum russischen Vornamen existiert jedoch nicht.

Namenstag Bearbeiten

Varianten Bearbeiten

  • Nada, Nadège, Nadeschda, Nadi, Nadia, Nadica, Nadja, Nadija, Nadine, Nadinka, Nadjana, Nadya, Nadyuscha, Nadyuschka, Nadl, Natja, Nađa, Naddy, Naja

Bekannte Namensträgerinnen Bearbeiten

Nadia:

Nadija:

Nadja / Natja:

Nadya:

  • Nadya Luer (* 1968), deutsche Nachrichtensprecherin und Redakteurin
  • Nadya Magnus (* 1976), professionelle US-amerikanische Pokerspielerin
  • Nadya Melati (* 1986), indonesische Badmintonspielerin
  • Nadya Ochner (* 1993), italienische Snowboarderin
  • Nadya Ortiz (* 1986), kolumbianische Schachspielerin

Fiktive Personen Bearbeiten

  • Nadja Nilsson, eine Hauptfigur der Jugendbuchreihe Berts Katastrophen
  • Nadja, Protagonistin des gleichnamigen Romans von André Breton und Pseudonym von Léona Delcourt (1902–1941), französische Künstlerin

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1.Thessalonicher 1:2.
  2. Hohelied der Liebe (1. Korinther 13)