Ein Kühlschrank war Luxus, hier ein DDR-Kühlschrank von 1953 als Messe-Ausstellungsstück
Handrührgerat

„Der Mensch ist, was er isst“

Das gilt auch für mich. Einige Zeit lang habe ich mich vegetarisch ernährt,
aber als ich meinen jetzigen Ehemann kennenlernte, wusste ich schnell, dass mich entscheiden musste:
für den Mann oder für fleischlose Ernährung.

Die Entscheidung für Mann und (wenig) Fleisch bedeutete auch die Rückkehr zu Gerichten,
die zu meiner (und seiner) Geschichte gehören:

Klassiker meiner Kindheit sind daneben:

Nur Fisch war selten auf dem Tisch, abgesehen von Forellen aus örtlichen Fischzuchten
und dem auf Eis von der Küste (nur freitags) gelieferten, der beim Milchmann
zu bekommen war. Tiefkühlkost gab es noch nicht. Joghurt gab es ohne Zusätze vom Milchmann im Glas.
Er brachte die Milch ins Haus, pasteurisiert, aber begrenzt haltbar.
Wenn sie sauer wurde, wurde daraus Dickmilch gemacht.
Übrigens schlug man Sahne in meiner Kindheit selten selbst.
Das war mit einem Handrührgerät viel zu umständlich.
Man schickte die Kinder zum Konditor in der Nachbarschaft mit einer schönen Schüssel. „Für 50 Pfennig Sahne, bitte.“
Sprühsahne? Igitt! Gibt’s bei mir bis heute nicht.

Fazit: Früher wurde einfacher, aber leckerer gegessen. Das selbstgekochte Essen schmeckte nach seinen Produkten,
die brauchten keine Geschmacksverstärker.

Bin ich eine Anhängerin der Slow-Food-Bewegung?
Naja, man kann aus allem eine Geschäftsidee machen.