Das Windgewehr ist ein Gerät zur Bestimmung der Windstärke und -richtung in bodenfernen Luftschichten. Es wird in der Artillerie zum Ausrichten von Geschützen und Raketen benutzt.

Es besteht im Wesentlichen aus einem Gewehrlauf, Justierschrauben und Neigungsanzeiger, womit der Lauf exakt senkrecht gerichtet wird. Das Windgewehr wird mit speziellen Sondierpatronen geladen. Diese bestehen aus einer Papphülse mit Treibladung und Bleikugel. Um das Projektil beim Fall mit dem bloßen Auge verfolgen und anschließend den Auftreffpunkt schnell bestimmen zu können, ist die Bleikugel mit einem signalfarbenen Fallband oder einem Leuchtsatz verbunden. Nach dem Abschuss wird durch Messen des Abstandes zwischen Start- und Auftreffpunkt mittels Maßband die Windgeschwindigkeit in verschiedenen Höhen abgeschätzt. Mit einer Gradmesseinrichtung um den Gewehrlauf wird außerdem die Windrichtung bestimmt.

WeblinksBearbeiten