Kirchentrio

Besetzungsform der Kirchenmusik des späten Barocks bis zur Wiener Klassik
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Das Kirchentrio oder speziell Wiener Kirchentrio ist eine Besetzungsform, die in der Kirchenmusik des späten Barocks bis zur Wiener Klassik Verwendung fand.

Die Besetzung entspricht der der Triosonate. Sie besteht in der Regel aus zwei gleichwertigen Violinstimmen (oder anderen Melodieinstrumenten) sowie einer Bassgruppe, die wiederum aus der Orgel sowie die Bassmelodie colla parte mitspielendem Cello und/oder Kontrabass (gelegentlich auch Fagott) besteht. Der Begriff „Trio“ bezieht sich also nicht auf die absolute Anzahl der mitspielenden Instrumente, sondern auf die Zahl der Stimmen. Charakteristisch gegenüber der vollen Streicherbesetzung von Streichquartett oder modernem Orchester ist das Fehlen der Bratsche.

Beispiele für Werke mit Kirchentrio-BesetzungBearbeiten

Durch weitere Instrumente (meist Blasinstrumente) erweitertes Kirchentrio:

LiteraturBearbeiten