Sony Alpha 7

Spiegellose Systemkamera mit Vollformat-Bildsensor
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Die Sony α7 (intern ILCE-7 = Interchangeable Lens Camera with E-mount 7) ist eine spiegellose, digitale Systemkamera (DSLM) mit Vollformat-Bildsensor. Sie wurde zusammen mit der für professionelle Anwender gedachten Sony α7R im Oktober 2013 angekündigt. Ende November 2014 erschien ihr Nachfolgemodell, die Sony α7 II. Ende Februar 2018 wurde die Sony α7 III vorgestellt.

Sony A7 (ILCE-7)
Sony Alpha ILCE-7 (A7) full-frame camera no body cap.jpg
Typ: System Kamera (Vollformat)
Objektivanschluss: Sony E-mount
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: Vollformat (35,8 mm × 23,9 mm)
Auflösung: 24,2 Megapixel
Bildgröße: 6.000 × 4.000 Pixel
Dateiformate: JPEG, RAW
Belichtungsindex: 50 bis 25.600 (A7III 100 bis 51.200)
Sucher: Elektronischer Sucher
Bildfeld: 100 %
Vergrößerung: 0,78fach
Bildschirm: klappbarer LCD (eine Achse)
Größe: 7,5 cm (3,0 Zoll)
Auflösung: 640 × 480 Pixel (307.200 Pixel), 267 ppi[1]
Betriebsarten: Einzelbild, Serienaufnahmen, Selbstauslöser, Schwenkpanoramen, Videoaufnahmen
Bildfrequenz: 10,0 Bilder/s
Autofokus (AF): TTL
AF-Messfelder: Hybrid-AF-System mit 693 Messpunkten (Phasendetektion, A7III) und 425 Messpunkten (Kontrastmessung, A7III)
AF-Betriebsarten: Einzelbild-AF, automatischer AF, Serienaufnahmen-AF, manueller Fokus
Verschlusszeiten: 1/8000 - 30 sec, BULB
Weißabgleich: automatisch oder manuell
Speichermedien: Memory Stick Pro Duo, Pro-HG Duo, SD, SDHC, SDXC
Datenschnittstelle: USB 2.0 Hi-Speed
Videoschnittstelle: HDMI (Typ C)
Stromversorgung: NP-FW50 Lithium-Ionen Akku

Technische DatenBearbeiten

Die Sony Alpha 7 hat eine effektive Bildauflösung von 24,3 Megapixeln und verwendet zur Verarbeitung der Bilddaten den Bildprozessor BIONZ X. Das Kameragehäuse besitzt einen E-Mount-Anschluss. Die für diesen Anschluss verwendbaren Objektive müssen einen eigenen Motor für den Autofokus besitzen. Das Hybrid-Autofokus-System vereint einen Phasendetektionsautofokus mit einem Kontrast-Autofokus. Der Phasendetektionsautofokus hat 117 und der Kontrast-Autofokus 25 Messpunkte. Der eingebaute Monitor und der elektronische Sucher unterstützen Live-View mit Softwarelupe und Fokus-Peaking. Der elektronische Sucher verfügt über eine XGA-Auflösung (1024 × 768 Pixel).

Mittels integriertem Wi-Fi-Modul können die Kameras über ein Smartphone oder andere Mobilgeräte ferngesteuert werden. Die Aufnahmen können direkt auf das mobile Endgerät übertragen werden.[2]

ModellentwicklungBearbeiten

α7 IIBearbeiten

Ende November 2014 erschien das Nachfolgemodell der α7, die α7 II (intern ILCE-7M2[3]). Es sind zwei größere Veränderungen vorgenommen worden, nämlich ein überarbeiteter und schnellerer Autofokus und ein Fünf-Achsen-Bildstabilisierungs-System, das im Gehäuse verbaut ist und so nicht nur jedes Objektiv stabilisiert, sondern ergänzend auch mit bildstabilisierenden Objektiven kombiniert werden kann.[4] Darüber hinaus wurden das Gehäuse ergonomischer gestaltet und der Bereich der ISO-Werte erhöht (50-51.200 statt 100-25.600). Für den Videobereich wurden einige Funktionen der Sony α7S übernommen, wie zum Beispiel die standardisierte S-Log2-Technologie für die Beschreibung großer Dynamikumfänge und XAVC-S-Videoaufnahmen.[5]

α7 IIIBearbeiten

Im Februar 2018 wurde die α7 III (intern ILCE-7M3[6]) vorgestellt. Die wichtigste Neuerung gegenüber der α7 II ist ein 24 MP Exmor R Bildsensor mit rückwärtiger Belichtung, der einen größeren Anteil des auftreffenden Lichts nutzt. Rauschverhalten bei hoher Empfindlichkeit und Kontrastumfang sind erheblich verbessert.

Weitere Neuerungen:

  • Autofokus mit 693 Phasen- und 425 Kontrast-Messpunkten, überdeckt 93 % des Bildes (von α9 übernommen)
  • verbesserter Bildstabilisator (5 Lichtwerte)
  • Serienaufnahmen mit 10 Bildern pro Sekunde
  • weitere 4K-Video-Modi
  • größerer Akku (wie α9 und α7R III)
  • Zwei SD-Karten einsetzbar

RezeptionBearbeiten

Durch das spiegellose Kamerasystem ist das Kameragehäuse der α7-Kameras im Vergleich zu digitalen Spiegelreflexkameras trotz des Wechselobjektivsystems relativ klein.

Die Stiftung Warentest ordnete die 7 II mit der Gesamt­note 1,6 (gut) bei den besten Kameras, die die Stiftung Warentest seit 2013 geprüft hat, ein.[7]

AuszeichnungenBearbeiten

  • EISA Award für das Modell Sony alpha 7 III: Kamera des Jahres 2018–2019[8]

LiteraturBearbeiten

  • Margrit Spehr, Dietmar Spehr: Sony α7 III. Das Handbuch zur Kamera. Rheinwerk, Bonn 2019, ISBN 978-3-8362-6528-7.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sony (neben anderen Herstellern) zählt die Subpixel jedes Pixels, d. h. den roten, grünen und blauen Kanal jedes Pixels einzeln, und spezifiziert daher das rückwärtige Display mit 307.200 [Pixel] × 3 [Farben] = 921.600 Bildpunkte.
  2. Technisches Datenblatt, sony.de, abgerufen am 1. Juli 2015
  3. Technisches Datenblatt α7 II, sony.de, abgerufen am 9. Juni 2020
  4. sony.de: Kleinbildkamera mit 5-Achsen-Bildstabilisierung | a7 II | Sony DE, Zugriff am 4. Dezember 2014
  5. dxomark.com: Sony A7 II versus Sony A7 - Side by side camera comparison - DxOMark, Zugriff am 2. Juli 2015
  6. Technisches Datenblatt α7 III, sony.de, abgerufen am 9. Juni 2020
  7. test.de vom 19. März 2015, Kamera mit nahezu perfektem Bild, abgerufen am 21. November 2020.
  8. EISA CAMERA OF THE YEAR 2018-2019 - Sony α7 III, eisa.eu, abgerufen am 15. August 2018

WeblinksBearbeiten

Commons: Mit der Alpha 7 aufgenommene Fotos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Mit der Alpha 7 II aufgenommene Fotos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Mit der Alpha 7 III aufgenommene Fotos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien