Siamesischer Bürgerkrieg 1610–1612

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts verließen viele Japaner ihr Land auf der Flucht vor dem tyrannischen Tokugawa- Shogunat. Sie ließen sich in Kambodscha und in Siam nieder. Unter Yamada Nagamasa († 1632) wurden viele als Palastwachen in Ayutthaya angestellt und konnten sich in dieser Funktion vielfach auszeichnen.[1]

Siamesischer Bürgerkrieg
Karte von Ayutthaya
Karte von Ayutthaya
Datum 1610 bis 1612
Ort Ayutthaya (Siam)
Casus Belli Die japanischen Wachmannschaft rebellierte gegen König Songtham, um einen anderen Kandidaten auf den Thron zu setzen
Ausgang König Songtham besiegte die Japaner und deren Alliierte, laotische Truppen, und erhielt den Thron zurück
Territoriale Änderungen Ayutthaya
Konfliktparteien

Flag of Thailand (Ayutthaya period).svg Siam (Thailand)

Japaner im Dienste Siams

Befehlshaber

König Songtham von Siam

Yamada Nagamasa


Yamada Nagamasa (1590 bis 1632)

Im Jahr 1610 folgte Songtham (Intharadscha II.; † 1628) dem kinderlosen Ekathotsarot (reg. 1605 bis 1610) auf den Thron Siams. Daraufhin rebellierten die japanischen Palastwachen, da sie einen anderen Thronanwärter unterstützten. Laotische Truppen aus dem Norden Siams kamen ihnen zu Hilfe, doch hatten sie offensichtlich ihre eigenen Interessen in Siam. Die Laoten nahmen die Stadt Lop Buri, woraufhin Songtham seine Truppen sammelte, um die Laoten zu vertreiben. Dies stachelte eine erneute Rebellion der Japaner an, die Songtham jedoch niederschlagen konnte. Er erkannte allerdings, dass eine Einigung mit den Japanern in seinem Interesse lag; infolgedessen beließ er sie in ihrer Funktion, allerdings nach deren Aufgabe der Festung in Phetchaburi.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Philips, Axelrod (2004), S. 1040.

LiteraturBearbeiten

  • Charles Phillips, Alan Axelrod: Encyclopedia of Wars. 3 Bde. Facts on File, New York 2004, ISBN 0-8160-2851-6.
  • W. A. R. Wood: A History of Siam : from the earliest times to the year Ad 1781, with a supplement dealing with more recent events. AMS, New York 1974. (Download als PDF aus der „Universal Library“ des Internet Archive)