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Christian Gottfried Elben
Eine Extraausgabe des Schwäbischen Merkurs anlässlich der Hirsch-Katastrophe

Schwäbischer Merkur und Schwäbische Chronik (auch anfangs: Schwäbische Chronick, später: Schwäbische Kronik) waren zwei zusammengehörende in Stuttgart erscheinende Tageszeitungen. Dabei befasste sich die Chronik mit der Innenpolitik, während der Merkur den Nachrichten aus dem Ausland vorbehalten war.

Sie wurden 1785 von Christian Gottfried Elben[1] gegründet und befanden sich über mehrere Generationen im Familienbesitz. Von 1850 bis 1860 war Albert Schäffle Redakteur des Schwäbischen Merkur. Zu den weiteren Mitarbeitern gehörten David Friedrich Strauß, Gustav von Rümelin, Paul und Gustav Pfizer. Von 1854 bis 1894 war Otto Elben Chefredakteur.

Die Zeitung war im 19. Jahrhundert die führende Tageszeitung in Württemberg. Sie erschien in zwei Abteilungen sowie Beilagen:

  • Schwäbischer Merkur, (I. Abtheilung, welche die Begebenheiten, die ausserhalb Schwaben sich ereignen, enthält).
  • Schwäbische Chronik, (II. Abteilung des Schwäbischen Merkur mit Lokalnachrichten innerhalb Schwabens).
  • Beilagen zum Schwäbischen Merkur (enthalten gewerbliche Anzeigen, Veranstaltungshinweise, Versteigerungsnachrichten etc.).

Merkur und Chronik erschienen beide täglich (außer an einigen hohen Feiertagen), also je ca. 357 Nummern pro Jahr zu je ca. 6 Seiten.

1932 gehörte der Schwäbische Merkur zu den 13 größten Tageszeitungen Württembergs, er erschien bis Mai 1941.

Beide Zeitungen sind in der Württembergischen Landesbibliothek einsehbar.

LiteraturBearbeiten

  • Otto Elben: Geschichte des schwäbischen Merkurs 1785–1885. Verlag und Druck des Schwäbischen Merkurs, Stuttgart 1885, (Digitalisat).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. August Ludwig ReyscherElben, Christian Gottfried. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 1–3.