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SM U 7
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Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Technische Daten
U-Boot-Typ: Zweihüllen-Hochsee-Boot
Serie: U 5U 8
Verdrängung: 505 Tonnen (über Wasser)
636 Tonnen (unter Wasser)
Länge: 57,30 m
Breite: 5,60 m
max. Tauchtiefe: 50 m
Antrieb: Petroleummotoren
E-Maschinen
Bewaffnung 2 Bugrohre/2 Heckrohre/ 6 Torpedos
1 x 10,5 cm (Artillerie)
Besatzung: 4 Offiziere
35 Mannschaften
Geschwindigkeit: 13,4 Knoten (über Wasser)
10,2 Knoten (unter Wasser)
Einsätze: 3 Feindfahrten
Erfolge: keine
Verbleib: Am 21. Januar 1915 von U 22 vor der niederländischen Küste irrtümlich durch einen Torpedo versenkt. 24 Tote, ein Überlebender.

SM U 7 war ein deutsches U-Boot der Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. Es war das erste deutsche U-Boot, das durch Eigenbeschuss versenkt wurde.[1]

GeschichteBearbeiten

Es wurde am 8. April 1908 in Auftrag gegeben und in der Germaniawerft auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 28. Juli 1910, die Auslieferung am 18. Juli 1911.

Am 20. Januar 1915 verließ U 7 den Hafen von Emden in westlicher Richtung. An diesem Tag herrschte starker Seegang, weshalb U 22 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bruno Hoppe seine Position vor der englischen Küste verließ, um nach Emden zurückzukehren. Am folgenden Tag begegneten sich beide Boote in Sichtweite nördlich von Ameland vor der niederländischen Küste. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse erkannte Hoppe nicht, dass es sich um ein deutsches Boot handelte.

U 22 sendete ein Erkennungssignal, welches von U 7 unbeantwortet blieb. Vielmehr versuchte U 7 sich mit zunehmender Geschwindigkeit zu entfernen. Ein weiteres Signal von U 22 wurde ebenfalls nicht beantwortet.

Nachdem auch ein drittes Signal unerwidert blieb, ließ Hoppe zwei Torpedos abschießen, von denen einer U 7 in Höhe des Kommandantenturms traf. Das Boot sank unmittelbar darauf auf der Position 53° 26′ N, 6° 12′ O. Ein Besatzungsmitglied, welches das sinkende Boot noch verlassen konnte, wurde von U 22 gerettet.

TriviaBearbeiten

Die besondere Tragik dieses Zwischenfalls lag neben der irrtümlichen Versenkung eines eigenen Bootes in dem Umstand, dass zwischen den beiden Kommandanten eine enge persönliche Freundschaft bestand.

Kommandanten von U 7Bearbeiten

Kapitänleutnant Georg König (1. August 1914 – 21. Januar 1915)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, S. 11, ISBN 3-924896-43-7.

LiteraturBearbeiten

  • Dwight R. Messimer: Verschollen. World War I U-boat losses. Naval Institute Press, Annapolis MD 2002, ISBN 1-55750-475-X.
  • Otto Groos: Der Krieg in der Nordsee. Band 1. Mittler, Berlin 1920 (Der Krieg zur See 1914–1918).

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten