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Enhanced Observed Time Difference

(Weitergeleitet von Ortungsverfahren)

Enhanced Observed Time Difference (EOTD bzw. E-OTD) bezeichnet ein Verfahren zur Ortung von Mobilfunkendgeräten in GSM-Netzen. Es ist häufig genauer als die Cell-ID Methode, erfordert aber aufwändige Zusatzinstallationen im Netz, es ist außerdem eine bestimmte Mindestdichte von Basisstationen erforderlich. Die Positionsbestimmung kann eine Genauigkeit von bis zu 25 m erreichen.

Die Positionsbestimmung erfolgt in drei Schritten:

  • zuerst ermittelt das Endgerät die Differenzen der Signallaufzeiten zwischen dem eigenen Standort und mindestens zwei benachbarten Basisstationen. Dies geschieht anhand der Beobachtung der Ankunftszeiten normaler Bursts, spezielle Signale sind dazu nicht notwendig
  • parallel dazu misst spezielle Hardware innerhalb des Netzes, die LMU (Location Measurement Unit) die Differenzen der Signallaufzeiten der gleichen Signale
  • dann werden die von der Mobilstation ermittelten Laufzeitdifferenzen an die LMU übermittelt welche anhand der Messungen der Mobilstation und der eigenen Messungen eine ungefähre Position errechnen kann

Bei UMTS-basierten Systemen heißt das entsprechende System Observed Time Difference of Arrival (OTDOA). Mit dem Verfahren Uplink Time Difference of Arrival (U-TDOA) erhöht sich die Ortungsgenauigkeit auf besser als 100 m. Wie die Bezeichnung uplink andeutet, sind es hier die UMTS-Basisstationen, die das Ortungssignal des Handys erfassen und auswerten. U-TDOA ist ein mögliches Verfahren in Amerika für die Positionsübermittlung bei Notfällen.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten