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Ordinarius (Kirche)

Diözesanbischof oder anderer Vorsteher einer Teilkirche
(Weitergeleitet von Ortsordinarius)

Ein Ordinarius (von lateinisch ordinarius ‚ordnungsgemäß, ordentlich‘) ist ein kirchlicher Amtsträger, der aus seinem Amt heraus ordentliche ausführende Gewalt besitzt. Ein Ortsordinarius (Diözesanbischof oder dessen Stellvertreter) übt innerhalb seines Territoriums die allgemeine Gewalt aus.

In der Lateinischen Kirche zählen nach can. 134 CIC zu den mit allgemeiner ausführender Gewalt ausgestatteten Ortsordinarien neben dem Papst die Diözesanbischöfe und andere Vorsteher einer Partikularkirche oder einer gleichgestellten Gemeinschaft sowie diejenigen, die in diesen allgemeine ordentliche ausführende Gewalt besitzen (General- und Bischofsvikare).[1] Die höheren Oberen klerikaler Ordensinstitute päpstlichen Rechts und klerikaler Gesellschaften des apostolischen Lebens päpstlichen Rechts, welche ordentliche ausführende Gewalt besitzen, sind Ordinarius für die Mitglieder der jeweiligen Gemeinschaft.

Die Behörde eines Ordinarius, insbesondere eines Ortsordinarius, wird Ordinariat genannt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ulrich Rhode: Kirchenrecht, Kohlhammer Verlag, S. 174, [1]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Ordinarius – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen