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Die Jüdischen Friedhöfe Lemberg sind unterschiedlich alte jüdische Friedhöfe in der ukrainischen Großstadt Lemberg:

Juden in Lemberg[1]
Jahr Ges.-Bev. Juden Anteil
1857 55.800 22.586 40,5 %
1869 k. A. k. A. k. A.
1880 110.000 30.961 28,2 %
1890 128.000 36.130 28,2 %
1900 160.500 44.258 27,6 %
1910 206.500 57.387 27,8 %
Zerstörte Grabsteine auf dem Gelände des ehemaligen Alten Friedhofs
  • Alter Friedhof. Er war einer der ältesten Friedhöfe in Osteuropa. Es gibt unterschiedliche Aussagen über älteste Zeugnisse über den Friedhof. Es werden die Jahreszahlen 1348, 1378, 1414 und 1480 genannt. Die meisten Grabsteine stammen aus dem Jahr 1855. Damals grassierte eine Cholera-Epidemie, so dass der Friedhof schließlich überfüllt war und geschlossen wurde. Im Jahr 1947 wurde er zerstört. Reste zerstörter Grabsteine des Alten Friedhofs befinden sich bis heute auf dem Gelände des ehemaligen Jüdischen Krankenhauses in der Rappoport-Straße.
  • Neuer Friedhof. Er wurde 1855 neu angelegt. Im Jahr 1943 wurde er während der deutschen Besatzung zerstört.
  • Kleiner Friedhof. Dieser wurde 1872 neu angelegt.

Während der NS-Zeit wurden fast alle jüdischen Stadtbewohner – ca. 130.000 – ermordet.

Derzeit hat die jüdische Gemeinde von Lemberg keinen eigenen Friedhof.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnisse der Volkszählungen der K. K. Statistischen Central-Kommission u. a., in: Anson Rabinbach: The Migration of Galician Jews to Vienna. Austrian History Yearbook, Volume XI, Berghahn Books/Rice University Press, Houston 1975, S. 46/47 (Table III)