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Bei der Parathymie (affektive Inadäquatheit) handelt es sich um eine Störung bei der Äußerung von Gemütserregungen. Sie äußerst sich durch ein Missverhältnis zwischen dem gegenwärtigen inneren Erleben und dem äußeren Gefühlsausdruck (z. B. Lachen und Heiterkeit auf einer Beerdigung). Diese Störung des Gefühls- und Gemütslebens gehört nach Eugen Bleuler zu den fünf grundsätzlichen Symptomen der Schizophrenie.

Die Parathymie wird laut AMDP-System standardisiert bei der Erhebung des psychopathologischen Befundes erfasst. Sie tritt besonders bei der hebephrenen Schizophrenie auf, genau wie die Paramimie. Dabei handelt es sich um eine Nicht-Übereinstimmung zwischen erlebtem Gefühl und mimischem Ausdruck (affekt-inkongruent). Im Gegensatz dazu bezeichnet Synthymie ein der Stimmung entsprechendes Verhalten (affekt-kongruent).

Laut Stark falle unter den Oberbegriff Dysthymie (Gefühlskrankheit)[1]

  • die Hyperthymie
  • die Hypothymie,
  • und die Parathymie

Weitere Begriffe mit der gleichen Endung sind:

LiteraturBearbeiten

  • Christian Scharfetter: Allgemeine Psychopathologie, Thieme, Stuttgart / New York, NY 2002. ISBN 3-13-531505-3
  • Rainer Huppert, Norbert Kienzle: Schizophrenie. Hogrefe, Göttingen u. a. 2010, ISBN 978-3-8017-2051-3.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gesundheitsfürsorge Soƶiale und Private Versicherung. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-90725-8, S. 301 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Lehrbuch Der Psychiatrie. BoD – Books on Demand, 2013, ISBN 978-3-8460-4245-8, S. 529 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Encyklopädisches Lexikon in Bezug auf die neueste Literatur und Geschichte der Philosophie: A - L. Brockhaus, 1838, Sp. 115 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Encyklopädisches Lexikon in Bezug auf die neueste Literatur und Geschichte der Philosophie: A - L. Brockhaus, 1838, S. 115 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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