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Himmelsteich

Ein Stillgewässer, das durch keinen oberflächigen Zustrom gespeist wird. Es bezieht sein Wasser ausschließlich aus Niederschlägen. Es wird somit vom Himmel befüllt wird, sowie durch Grundwasser.
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Himmelsteich im Wernloch

Ein Himmelsteich oder Himmelsweiher ist ein Stillgewässer, das durch keinen oberflächigen Zustrom gespeist wird und Wasser ausschließlich aus Niederschlägen bezieht, also vom Himmel befüllt wird,[1][2][3] sowie durch Grundwasser.[4]

Himmelsteiche entstehen zumeist durch den Abbau von Bodenschätzen, beispielsweise bei Sprengungen, in oberflächigen Steinbrüchen, aufgelassenen Sandgruben oder beim Torfstich. Vereinzelt sind sie auch eiszeitliche Überbleibsel zwischen Endmoränen oder Einschlagskrater von Meteoriten. Himmelsteiche werden auch ohne Nebennutzen beispielsweise zur Speisung von Schneekanonen oder als Tränke für Almvieh angelegt. Das wesentliche Kennzeichen ist, dass der natürliche Eintrag durch Niederschläge in das Gewässer die Verluste durch Verdunstung oder Versickern dauerhaft ausgleicht. Stark überschüssige Himmelsteiche, insbesondere solche, die Tiefen unterhalb der Grundwassersohle erreichen, können auch einen oder mehrere temporäre oder ganzjährigen Abflüsse haben, ohne jedoch deshalb als Quelltopf zu gelten.

Himmelsteich im NSG Schwalenberger Wald

Ohne künstliche Hilfsmittel kann ein Himmelsteich nicht vollständig entleert werden oder trockenfallen.

In ungestörten Himmelsteichen entwickelt sich in dem meist sauerstoffarmen Wasser oft rasch eine artenreiche Fauna und Flora, die an eine anaerobe Lebensweise angepasst ist. Auch ein erstaunlicher Fischreichtum kann beispielsweise durch von Wasservögeln im Gefieder eingebrachten Fischlaich oder von fallengelassenen Beutetieren ausgehen und stabile Populationen bilden.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Himmelsteiche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auchBearbeiten

Auch Kraterseen können den Himmelsteichen hydrologisch gleichen, sind aber natürlicher Entstehung, beispielsweise durch Vulkanismus, Meteoriteneinschläge oder den Einsturz von Dolinen.

EinzelnachweiseBearbeiten