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Krauss' Grab auf dem Freiburger Hauptfriedhof

Hermann Krauss, eigentlich Hermann Eitel Wilhelm Krauß[1] (* 20. März 1899 in Calw; † 27. Juni 1971 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Chirurg.

LebenBearbeiten

Krauss studierte Humanmedizin und wurde 1934 Privatdozent an der Universität Berlin, war Assistenzarzt und Oberarzt unter Ferdinand Sauerbruch an der Charité und wurde 1939 in Berlin zum außerplanmäßigen Professor für Chirurgie ernannt. Zudem leitete er das Krankenhaus Am Urban in Berlin. Während des Zweiten Weltkrieges war er beratender Chirurg der Heeres-Sanitätsinspektion.

Im Auftrag Sauerbruchs betreute er 1934 den kranken Reichspräsidenten Paul von Hindenburg in der letzten Lebensphase auf Gut Neudeck als „Krankenwache“.[2]

Nach Kriegsende wurde er interniert und war nach der Entlassung ab 1948 Direktor der großen chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses[3] in Göppingen. 1952 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor und Direktor der chirurgischen Universitätsklinik in Freiburg. Zu seinen chirurgischen Schülern gehörte Ernst Kern, der sich bei Krauss habilitiert hatte.

Ab 1964 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

EhrungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alexander Kipnis: Krauß, Hermann (1899-1971), Chirurg.
  2. Ferdinand Sauerbruch, Hans Rudolf Berndorff: Das war mein Leben. Kindler & Schiermeyer, Bad Wörishofen 1951; zitiert: Lizenzausgabe für Bertelsmann Lesering, Gütersloh 1956, S. 388.
  3. Hans Rudolf Berndorff: Ein Leben für die Chirurgie. Nachruf auf Ferdinand Sauerbruch. In: Ferdinand Sauerbruch: Das war mein Leben. Kindler & Schiermeyer, Bad Wörishofen 1951; zitiert: Lizenzausgabe Bertelsmann, München 1956, S. 456–478, hier: S. 460.