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Schwärzender Porling

Art der Gattung Dichomitus
(Weitergeleitet von Haselporling)
Schwärzender Porling
2007-01-07 Dichomitus campestris.jpg

Schwärzender Porling (Dichomitus campestris)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Stielporlingsartige (Polyporales)
Familie: Stielporlingsverwandte (Polyporaceae)
Gattung: Dichomitus
Art: Schwärzender Porling
Wissenschaftlicher Name
Dichomitus campestris
(Quél.) Domański & Orlicz

Der Schwärzende Porling, Hasel-Porling oder die Schwärzende Tramete (Dichomitus campestris) ist eine Pilzart aus der Familie der Stielporlingsverwandten.

Inhaltsverzeichnis

MerkmaleBearbeiten

Die Fruchtkörper des Schwärzenden Porlings sind kissenförmig oder resupinainat, (dem Substrat flach anliegend), 3–5 cm im Durchmesser, 5–10 mm dick und ganz mit Röhren bedeckt (Röhren der Oberseite steril). Die Poren sind unregelmäßig, vieleckig geformt und unregelmäßig groß. Die Länge der Röhren beträgt 1–3 mm, bei mehrjährigen Exemplaren sind die Röhren geschichtet. Die Unterseite der Fruchtkörper ist creme bis hell holzfarben, der Rand wird schnell schwärzlich.

ÖkologieBearbeiten

Der Schwärzende Porling ist ein saprophytischer Holzbewohner (Weißfäuleerreger), der abgestorbene, meist noch stehende Stämme vor allem von Hasel und Eichenarten besiedelt. Er kann ganzjährig in Haselgebüschen und -vorwäldern, Hainbuchen-Eichenwäldern, Hartholzauen und wärmerbedürftigen Eichenmischwäldern gefunden werden. Die Fruchtkörper sind ein- bis mehrjährig.

VerbreitungBearbeiten

Der Schwärzende Haselporling kommt im Kaukasus, Nordamerika, West- (Spanien, Portugal, Frankreich - dort Eiche als bevorzugtes Substrat), Mittel- und Nordeuropa (bis Hebriden und in Norwegen bis zum 70. Breitengrad), in Osteuropa vom Balkan bis zur Ukraine und in Südrussland vor.

BedeutungBearbeiten

Aufgrund der korkig-zähen Fruchtkörper kommt der Schwärzende Porling als Speisepilz nicht infrage. Ebenso ist er als Holzzersetzer forstwirtschaftlich unrelevant.

SystematikBearbeiten

German Josef Krieglsteiner hat die Art aufgrund der ähnlichen mikroskopischen Merkmale in die Gattung Polyporus gestellt.

QuellenBearbeiten

LiteraturBearbeiten