Fränkisch (Sprachwissenschaft)

Sprachfamilie
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Fränkisch wird als Glottonym traditionell in der konventionellen Nomenklatur der Germanistik und Niederlandistik verwendet, um eine Reihe westgermanischer Dialekte zu bezeichnen, die in den ehemaligen Kernregionen des frühmittelalterlichen fränkischen Reiches (die Herzogtümer Oberlothringen und im Herzogtum Franken) gesprochen werden.

Sprachtypologisch gibt es keine sprachlichen Merkmale, die im ganzen und nur im Gebiet des Fränkischen verbreitet und damit typisch für die als „fränkisch“ bezeichneten Dialekte sind. Der Begriff wurde von Wilhelm Braune (1850–1926) eingeführt, der diesen Begriff für diejenigen historischen westgermanische Schreibdialekte verwendete, die nicht als Niedersächsisch, Alemannisch oder Bairisch zu bezeichnen waren. Damit bildet Fränkisch eine Restkategorie innerhalb des ehemaligen Kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuums. Die angebliche sprachgeschichtliche Verbindung zwischen den als „fränkisch“ bezeichneten germanischen Dialekten und dem ähnlich benannten Altfränkisch ist für die meisten fränkischen Dialekte ebenfalls unklar.[1]

Zu den innerhalb der Forschung der germanischen Sprachen als „fränkisch“ bezeichneten Dialekten zählen:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alfred Klepsch: Fränkische Dialekte, publiziert am 19.10.2009; in: Historisches Lexikon Bayerns (31.07.2020)