Flattnitz-Felsenblümchen

Art der Gattung Felsenblümchen (Draba)
(Weitergeleitet von Draba fladnizensis)

Das Flattnitz-Felsenblümchen, auch Fladnitzer Felsenblümchen (Draba fladnizensis) ist ein arktisch-alpin verbreiteter Vertreter der Felsenblümchen (Draba) und der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).

Flattnitz-Felsenblümchen
Flattnitz-Felsenblümchen (Draba fladnizensis), Illustration

Flattnitz-Felsenblümchen (Draba fladnizensis), Illustration

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Arabideae
Gattung: Felsenblümchen (Draba)
Art: Flattnitz-Felsenblümchen
Wissenschaftlicher Name
Draba fladnizensis
Wulfen
Blühendes Flattnitz-Felsenblümchen

MerkmaleBearbeiten

Das Flattnitz-Felsenblümchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Es erreicht Wuchshöhen von 2 bis 5 cm. Die ganze Pflanze ist kahl. Die Stängel tragen außer den Grundblättern höchstens drei Stängelblätter. Der Stängel ist kahl oder nur am Grund behaart. Die Blätter sind am Rand und auf der Fläche einfach oder gabelig bewimpert, oder auf der Fläche kahl. Sternhaare fehlen.

Die Kronblätter sind weiß und 2 bis 3,5 mm lang. Blütezeit ist Juni bis August, die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung.

Der Fruchtstand ist kurz und oft doldentraubig. Die Schötchen-Frucht ist 3 bis 7 mm lang und 1,5 bis 2 mm breit.

Die Art besitzt die Chromosomenzahl 2n = 16.[1]

VorkommenBearbeiten

Das Flattnitz-Felsenblümchen besitzt eine arktisch-alpine Verbreitung. In den Alpen kommt es selten in der Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Liechtenstein, Südtirol, Bayern und der Schweiz vor. Es wächst in der alpinen Höhenstufe in 1600 bis 3400 m über Silikat und Kalk in basenreichen Felsspalten und auf Felsgrus, vorwiegend in Gratlagen. Im Allgäu wächst es in Höhenlagen zwischen 1950 und 2455 Metern.[1]

Pflanzensoziologisch ist es eine Verbandscharakterart des Drabion hoppeanae.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 1 (alpin und nival), Nährstoffzahl N = 1 (sehr nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).[2]

NamenerklärungBearbeiten

Das Art-Epithet bezieht sich auf die Flattnitz in Kärnten, von wo die Art durch Franz Xaver Freiherr von Wulfen erstbeschrieben wurde.

LiteraturBearbeiten

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. (CD-Rom). Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5. Seite 457.
  2. Info Flora. [1]

WeblinksBearbeiten

Commons: Flattnitz-Felsenblümchen (Draba fladnizensis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien