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Strahliger Hohlsame

Art der Gattung Hohlsame
(Weitergeleitet von Bifora radians)
Strahliger Hohlsame
Strahliger Hohlsame (Bifora radians)

Strahliger Hohlsame (Bifora radians)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Hohlsame
Art: Strahliger Hohlsame
Wissenschaftlicher Name
Bifora radians
M.Bieb.

Der Strahlige Hohlsame (Bifora radians), ist ein in Mitteleuropa selten vorkommender Doldenblütler.

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

Diese Art ist eine bis zu 40 cm hoch werdende, einjährige, krautige Pflanze (Therophyt). Sie ist gänzlich kahl. Die Blätter sind 2- bis 3fach fiedrig eingeschnitten. Die unteren besitzen eiförmige Fiederabschnitte, die oberen schmal lineale Endabschnitte. Die Dolden haben 3 bis 8 Döldchen, die jeweils 7 bis 9-blütig sind. Sie besitzen strahlige, zwittrige Randblüten mit 2 bis 4 mm langen, weißen Kronblättern. Die Teilfrucht ist kugelig, 3 bis 3,5 mm im Durchmesser und besitzt eine feinwarzige Oberfläche ohne netzartig verbundene Leisten.

Er blüht in der zweiten Junihälfte und im Juli.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 20.[1]

Standortansprüche und VerbreitungBearbeiten

Bifora radians wächst auf kalkhaltigen, basischen, oft skelettreichen, mäßig trockenen Böden. Er kommt vorwiegend in Getreideäckern vor. Er ist in Mitteleuropa eine Caucalidion-Verbandscharakterart.[1]

Der Strahlige Hohlsame kommt in Mittel- und Südeuropa und Kleinasien bis zum Iran vor. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Spanien, Frankreich, Italien, Sizilien, Österreich, Slowenien, Albanien, Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, die Türkei, Iran, Armenien, Georgien, Aserbaidschan und Russland.[2][3] In Deutschland und Tschechien ist er ein Neophyt.[3] In Österreich kommt er zerstreut vor, in der Schweiz ist er selten und nur hin und wieder eingeschleppt.

Bifora radians kommt in Deutschland zerstreut und selten im mittleren und südlichen Teil des Gebiets vor.

Die Art ist offensichtlich erst in historischer Zeit in Mitteleuropa eingewandert. Die ersten Beobachtungen aus Deutschland stammen aus der Zeit um 1880.

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Hrsg.: Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 4: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Rosidae): Haloragaceae bis Apiaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1992, ISBN 3-8001-3315-6.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz. Mit Berücksichtigung der Grenzgebiete. Bestimmungsbuch für die wildwachsenden Gefässpflanzen. Begründet von August Binz. 18. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schwabe & Co., Basel 1986, ISBN 3-7965-0832-4.
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Unter Mitarbeit von Theo Müller. 6., überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1990, ISBN 3-8001-3454-3.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Seite 705. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Bifora im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 9. Mai 2018.
  3. a b R. Hand (2011): Apiaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Bifora

WeblinksBearbeiten

  Commons: Strahliger Hohlsame (Bifora radians) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien