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Die Pacchionischen Granulationen sind kleine knopfartige (gefäßfreie) Aussackungen der Spinnwebenhaut (Arachnoidea) durch die äußerste Hirnhaut (Dura mater) in die venösen Blutleiter. Sie dienen der Resorption der Hirnflüssigkeit (Liquor).[1]

Synonyme sind: Arachnoidalzotten; Arachnoidalgranulationen; lateinisch Granulationes arachnoideales; Foveolae granulares[2]

Die Namensbezeichnung bezieht sich auf die Erstbeschreibung durch Antonio Pacchioni im Jahre 1705.[3][4]

Diese Granulationen finden sich überwiegend frontal (stirnseitig) im Drainagegebiet des Sinus sagittalis superior, sie können bei entsprechender Größe knöcherne Ausdünnungszonen bilden, die Foveolae granulares genannt werden.[1] Sie entstehen ab dem 12. Lebensjahr.[5]

Sie werden in der Magnetresonanztomographie bei mindestens 2 von 3 Personen gefunden.[6]

Eine Bedeutung haben diese Granulationen in der medizinischen Bildgebung für die Abgrenzung von der Sinusthrombose,[7] aber auch eventueller extraduraler Raumforderungen.[6]

Pacchionische Granulationen können auch bei Vögeln nachgewiesen werden.[8]

LiteraturBearbeiten

  • H. Park, G. Y. Lim, T. H. Eom: Giant arachnoid granulation in a child with benign intracranial hypertension: an unusual case. In: Child's nervous system : ChNS : official journal of the International Society for Pediatric Neurosurgery. Band 34, Nummer 12, Dezember 2018, S. 2525–2527, doi:10.1007/s00381-018-3898-3, PMID 30019113.
  • E. Ayaz, B. Atalay, B. Baysal, S. Senturk, A. Aslan: Giant arachnoid granulation mimicking dural sinus thrombosis. In: Northern clinics of Istanbul. Band 4, Nummer 2, 2017, S. 185–187, doi:10.14744/nci.2017.93063, PMID 28971178, PMC 5613268 (freier Volltext).

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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