Hauptmenü öffnen

Akademischer Turnverein zu Berlin

Studentenverbindung und Sportverein in Berlin
(Weitergeleitet von ATV zu Berlin)

Der Akademische Turnverein zu Berlin (ATV zu Berlin) ist eine Studentenverbindung und Sportverein in Berlin.

Akademischer Turnverein

Wappen Zirkel
{{{WappenAltText}}} {{{ZirkelAltText}}}
Basisdaten
Hochschule/n: Freie Universität
Technische Universität
Humboldt-Universität
Universität der Künste
Gründung: 17. Juli 1860
Gründungsort: Berlin
Stiftungsdatum: 17. Juli 1860
Korporationsverband: Akademischer Turnbund
Berliner Turn- und Freizeitsportbund
Landesruderverband Berlin
Handballverband Berlin
Farben:
Art des Bundes: Gemischtbund
Stellung zur Mensur: nicht schlagend
Wahlspruch: Mens sana in corpore sano
Mitglieder insgesamt: ca. 150
Aktive: 11
Website: atvzuberlin.de

GeschichteBearbeiten

Der Akademische Turnverein zu Berlin wurde am 17. Juli 1860[1] im Auditorium VII der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin gegründet. Der Verein machte es sich zur Aufgabe, das Turnen an den deutschen Hochschulen zu verbreiten. Sein Wahlspruch lautet Mens sana in corpore sano, seine Farben sind Schwarz-Rot-Gold. 1872 gründete der ATV Berlin zusammen mit dem ATV Graz und dem ATV Leipzig den Cartellverband akademischer Turnvereine (CV), aus dem er 1882 wieder austrat.[2] Der ATV zu Berlin war stets eine der großen Korporationen im Akademischen Turnerbund; Bundesbrüder des ATV zu Berlin waren beteiligt an der Gründung der ATV Arminia Berlin, der ATV Kurmark, der ATV der Märker, der ATV Ditmarsia und wandelten die „Akademische Gesellschaft“ in Jena im Jahre 1882 um in den ATV Gothania Jena. Seine höchste Zahl an Mitgliedern erreichte der ATV zu Berlin Ende 1926 mit 734 AHAH und mehr als 100 Aktiven. Im November 1933 fand die Einweihung des ersten eigenen Hauses statt.

Sport im ATVBearbeiten

  • Von Anfang an betrieb der ATV zu Berlin die Leibesübungen im weitesten Sinne bis zum heutigen Tage. Als eingetragener Verein gehört er drei Berliner Sportverbänden an: Im Berliner Turn- und Freizeitsportbund (BTB) finden sich diejenigen Sportler, die Leichtathletik oder Ballspiele betreiben; unter anderem Basketball, Faustball oder Volleyball. In der Leichtathletik wurden mehr als 15 Sportfeste der Berliner schwarzen Verbindungen durchgeführt. Heute hat sich dieser Schwerpunkt zu den Ballspielen verlagert.
  • Die Faustballer waren 1998 ATB-Meister.
  • Dem Handballverband Berlin gehört der ATV mittlerweile wieder als aktives Mitglied an, nachdem der Spielbetrieb im Herbst 1998 hatte eingestellt werden müssen. Die Handballmannschaften waren mehrfach ATB-Meister. Ein Mitglied der Siegermannschaft der Olympischen Spiele 1936 in Berlin kommt aus Reihen des ATV zu Berlin, Fritz Fromm. Die Profis spielten in der Saison 1991/92 in der zweiten Bundesliga Nord und gewannen in den Folgejahren zweimal den Berliner Handballpokal. Den finanziellen Einsatz konnten alle Beteiligten nicht mehr gewährleisten, so dass der Spielbetrieb im Herbst 1998 eingestellt werden musste. Seit Herbst 2001 spielt wieder eine Mannschaft für den ATV.
  • Die Ruderer sind Mitglied im Landesruderverband Berlin. Die Ruderriege wurde 1896 gegründet und hatte 1914 allein 109 Mitglieder. Diese fanden ihre Heimstatt im neu erbauten Bootshaus in Grünau. Dem Korporationsverband des ATV zu Berlin wurde dieses Haus am 1. September 1999 rückübertragen. In den vergangenen Jahren war der ATV wiederholt in verschiedenen Bootsklassen ATB-Meister.

Bekannte MitgliederBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Oscar Dinglinger: Für Licht und Wahrheit. Betrachtungen über Körper, Geist und Seele im Anschluß an eine Entwicklungsgeschichte des Akademischen Turn-Verein zu Berlin als Arbeitsgemeinschaft und Erziehungsgemeinschaft. Berlin 1920.
  • Johannes Müller: Was wir wollen. Fuchstunden aus einem Akademischen Turnverein. Berlin 1904.
  • Altherrenbund des ATB (Hrsg.): 100 Jahre Akademischer Turnbund 1883–1983. Melsungen 1983, S. 286–287.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ernst Hans Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 18.
  2. Paulgerhard Gladen: Geschichte der studentischen Korporationsverbände. Band I: Die schlagenden Verbände. Würzburg 1981, S. 159.

WeblinksBearbeiten