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Zwangssterilisation

staatliche Regelungen zur Sterilisation bestimmter Personen oder Personenkreise

Unter Zwangssterilisation versteht man die Herbeiführung von Unfruchtbarkeit (Zeugungsunfähigkeit) bei Menschen ohne deren Einwilligung. In großem Umfang wurde sie vorgenommen

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

USABearbeiten

Die Geschichte rechtlich abgesicherter Zwangssterilisationen beginnt 1907 mit dem weltweit ersten Sterilisationsgesetz in Indiana.[1]

DeutschlandBearbeiten

NationalsozialismusBearbeiten

Nach dem am 1. Januar 1934 in Kraft getretenen[2]Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933[3] wurden zwischen 1934 und 1945 etwa 400.000 Menschen, die sich im Zugriff des Deutschen Reichs befanden, auf Anordnung der dafür errichteten Erbgesundheitsgerichte auch ohne ihre Einwilligung unfruchtbar gemacht. Betroffen waren nicht nur geistig oder körperlich behinderte Menschen, sondern auch Patienten psychiatrischer Heil- und Pflegeanstalten sowie Alkoholkranke. Etwa 5000 Menschen starben an den Folgen des Eingriffes.[4][5]

Die in der Zeit der alliierten Rheinlandbesetzung während der Weimarer Republik geborenen deutschen Kinder einiger schwarzer Soldaten und deutscher Frauen wurden als Schwarze Schmach und „Gefahr für die deutsche Rassenreinheit“ bezeichnet. Sie wurden als sogenannte „Rheinlandbastarde“ später von den NS-Behörden erfasst und bis 1937 ohne gesetzliche Grundlage zwangssterilisiert.[6] Bei NS-Zwangsarbeiterinnen wurden teilweise Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen aus rassistischen und arbeitsökonomischen Gründen vorgenommen.[7] Im KZ Auschwitz wurden an Häftlingen Methoden zur Massensterilisation untersucht. Der Arzt Carl Clauberg experimentierte mit ätzenden Flüssigkeiten, die er in den Muttermund der Opfer spritzte, und Horst Schumann setzte seine Opfer Röntgenstrahlungen auf den Unterleib bzw. bei männlichen Probanden auf die Hoden aus.[8]

1998 wurden die Zwangssterilisationsbeschlüsse der Erbgesundheitsgerichte durch Gesetz aufgehoben und im Mai 2007 wurde das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses durch den Bundestag zu einem NS-Unrechtsgesetz erklärt. Im Januar 2011 gestand der Bundestag den Opfern einen Entschädigungsanspruch im Rahmen des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG-Härterichtlinien) zu, nachdem sie jahrzehntelang nicht als Verfolgte des NS-Regimes galten.[9]

BundesrepublikBearbeiten

Das Bundesjustizministerium schätzt, dass in Westdeutschland – bis zur Änderung des Betreuungsgesetzes 1992 – jährlich etwa 1.000 geistig behinderte Mädchen sterilisiert wurden.[10]

Im Jahre 2004 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 187 Genehmigungsanträge nach § 1905 Abs. 2 BGB gestellt, davon wurden 154 bewilligt.[11]

Bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2011[12] sah das Transsexuellengesetz von 1980 in § 8 Abs. 1 Nr. 3 und 4 TSG vor, dass Transsexuelle mit gleichgeschlechtlicher Orientierung entweder die Ehe eingehen oder sich geschlechtsändernden und die Zeugungsunfähigkeit herbeiführenden operativen Eingriffen aussetzen müssen, um eine eingetragene Lebenspartnerschaft begründen zu können, die ihrer als gleichgeschlechtlich empfundenen Partnerbeziehung entspricht. Als Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht in seiner Ausprägung als Recht auf sexuelle Selbstbestimmung aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes wurden diese Regelungen für unanwendbar erklärt.[13] Seitdem war eine Sterilisation nicht mehr erforderlich, um eine eingetragene Lebenspartnerschaft zwischen "gleichgeschlechtlichen" Personen begründen zu können.

Weitere LänderBearbeiten

Eugenisch begründete Zwangssterilisationen fanden auch in anderen Ländern statt.[14][15] Das Verfahren wird in diesen Ländern in Sterilisationsgesetzen geregelt.

In Alberta in Kanada trat 1928 ein Gesetz zur Sterilisierung geistig Behinderter in Kraft.[16]

Im Kanton Waadt, Schweiz, wurde 1929 das erste Gesetz zur eugenischen Zwangssterilisation in Europa erlassen.[17]

In Dänemark traten 1929 „eugenische“, also auf die Vererbung guter Erbeigenschaften angelegte gesetzliche Maßnahmen in Kraft. Bis 1938 folgten Schweden, Norwegen, Finnland, Island und Lettland.[18]

In der Volksrepublik China betrieb die Regierung Sterilisationen aus bevölkerungspolitischen Gründen zur Geburtenkontrolle (Ein-Kind-Politik).[19][20]

Ähnliche Nachrichten gab es aus Indien über Druck oder Zwang.[21][22]

Aus Mexiko wird über Zwangssterilisationen an Ureinwohnern berichtet.[23][24]

Rechtliche SituationBearbeiten

Bundesrepublik DeutschlandBearbeiten

Eine Zwangssterilisation ist in Deutschland nach den Artikeln Art. 1 und Art. 2 des Grundgesetzes unzulässig und gilt nach § 225 des Strafgesetzbuchs als schwere Körperverletzung.[25]

Opfer der in der NS-Zeit vorgenommenen Zwangssterilisierungen auf der Grundlage des Erbgesundheitsgesetzes wurden in der neu gegründeten Bundesrepublik nach 1949 nicht als Opfer „typisch“ nationalsozialistischer Verfolgung betrachtet und erhielten keine Wiedergutmachungszahlungen. Denn auch unter rechtsstaatlichen Bedingungen sei Zwangssterilisierung möglich gewesen (so bis 1992). Für „vergessene Opfer“ wurde 1990 ein „Härtefonds“ eingerichtet.[26]

Das Betreuungsgesetz vom 1. Januar 1992 verbietet die Sterilisation im Interesse der Allgemeinheit oder im Interesse von Familienangehörigen. Eine Sterilisation gegen den Willen des Betroffenen ist in der Bundesrepublik Deutschland verboten, weder die Eltern noch das Kind selbst können darin einwilligen (§ 1631c BGB).

Nach § 1900 Abs. 5 BGB darf die Entscheidung über eine Sterilisation eines volljährigen, unter Betreuung stehenden Menschen auch nicht einem Verein oder einer Behörde überlassen werden. Es ist ein separater Sterilisationsbetreuer zu bestellen (§ 1899 Abs. 2 BGB).

Dieser kann nach § 1905 BGB in die Sterilisation nur einwilligen,

  • wenn sie nicht gegen den Willen des Betreuten geschieht,
  • wenn der Betreute auf Dauer einwilligungsunfähig bleiben wird,
  • wenn ohne den Eingriff eine Schwangerschaft wahrscheinlich wäre,
  • wenn die Schwangerschaft eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren darstellen würde und
  • wenn die Schwangerschaft nicht durch andere Verhütungsmethoden verhindert werden kann.

Des Weiteren erfordert die Einwilligung des Betreuers in die Sterilisation eine Genehmigung des Betreuungsgerichtes, der zumindest die Anhörung des Betroffenen sowie eine förmliche Beweisaufnahme durch Gutachten, die sich auf die medizinischen, psychologischen, sozialen, sonderpädagogischen und sexualpädagogischen Gesichtspunkte erstrecken sowie gegebenenfalls die Bestellung eines Verfahrenspflegers für den Betroffenen vorausgehen muss (§ 297 FamFG).

Europäische UnionBearbeiten

Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, die mit dem Vertrag von Lissabon Bindungswirkung erlangt hat, sichert im Art. 3 des Kapitels I jeder Person das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit. In der Medizin muss insbesondere die freie Einwilligung der betroffenen Person nach vorheriger Aufklärung beachtet werden.

Vereinte NationenBearbeiten

Offiziell sichern die Vereinten Nationen etwa im Rahmen von Menschenrechten jedem Menschen „das Recht auf Leben, auf Sicherheit der Person und auf Freiheit“ zu. Allerdings ist/war der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) an der Unterstützung von Zwangssterilisationen insbesondere in Entwicklungsstaaten beteiligt.[27][28][29]

Rechtspolitische DiskussionBearbeiten

ErwachseneBearbeiten

In Ländern, in denen Transpersonen eine Anpassung ihres Personenstands an das empfundene Geschlecht beantragen können, muss sich die betreffende Person in der Regel einem ihre Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterziehen, durch den eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht werden soll. Hierfür waren bis 2011 nach dem deutschen Transsexuellengesetz bei einer Mann-zu-Frau-Transsexuellen die Amputation des Penisschaftes und der Hoden sowie die operative Bildung der äußeren primären weiblichen Geschlechtsorgane erforderlich; bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen die operative Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke und des Eileiters sowie oftmals eine Brustverkleinerung.

Im 21. Jahrhundert begann eine weltweite Diskussion, ob die dadurch bewirkte unfreiwillige Sterilität mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht vereinbar ist.[30] Dies verneinte beispielsweise der Europäische Kommissar für Menschenrechte Thomas Hammarberg.[31]

Viele europäische Staaten gaben daraufhin die Forderung nach einer unfreiwilligen Sterilisation auf, darunter Deutschland[32][33], Großbritannien, Italien[34], Österreich, Polen[35], Portugal[36], Spanien, Ungarn, aber auch Island, Kanada, mehrere Bundesstaaten der USA und Argentinien.[37]

In anderen europäischen Ländern ist es dagegen bis heute nicht möglich, den Personenstand der empfundenen Geschlechtszugehörigkeit anzupassen, etwa in Irland, Litauen und den Balkanstaaten.[38]

Die parlamentarische Versammlung des Europarates forderte am 28. Juni 2013 alle Mitgliedsstaaten auf, in denen eine unfreiwillige Sterilisation nach wie vor erforderlich ist, diese abzuschaffen, eine offizielle Entschuldigung zu leisten und Opfer solcher Verfahren finanziell zu entschädigen.[39]

KinderBearbeiten

Zugunsten intersexueller Kinder wurde zum 1. November 2013 das deutsche Personenstandsgesetz geändert. Seitdem brauchen Eltern sich bei Eintrag in das Personenstandsregister nicht mehr für die Zuordnung ihres Kindes als „weiblich“ oder „männlich“ zu entscheiden, wenn eine solche Zuordnung bei dem Kind noch nicht eindeutig möglich ist.[40] Bis dahin wurden die betreffenden Kinder häufig bereits im Säuglingsalter durch eine kosmetische Operation, die oft zur Unfruchtbarkeit führte, auf das weibliche oder männliche Geschlecht festgelegt. Im späteren Lebensalter ergaben sich für die Betroffenen daraus nicht selten erhebliche körperliche und psychische Probleme.[41] Sofern diese Operation ohne wirksame Einwilligung der Eltern vorgenommen worden war, liegt darin eine vorsätzliche Gesundheitsverletzung, die den ausführenden Operateur zur Zahlung von Schmerzensgeld verpflichtet.[42][43]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Ayaß: „Asozialer Nachwuchs ist für die Volksgemeinschaft vollkommen unerwünscht“. Die Zwangssterilisationen von sozialen Außenseitern, in: Margret Hamm (Hrsg.): Lebensunwert - zerstörte Leben. Zwangssterilisation und „Euthanasie“ , Frankfurt/M. 2005, S. 111–119.
  • Udo Benzenhöfer: Zur Genese des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Klemm & Oelschläger, Münster 2006, ISBN 3-932577-95-7.
  • Gisela Bock: Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Studien zur Rassenpolitik u. Frauenpolitik (= Schriften des Zentralinstituts für Sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin. Bd. 48). Westdeutscher Verlag, Opladen 1986, ISBN 3-531-11759-9.
  • Harry Bruinius: Better for All the World. The Secret History of Forced Sterilization and America's Quest for Racial Purity. Alfred A. Knopf, New York NY 2006, ISBN 0-375-41371-5.
  • Johannes Busch (Hrsg.): Zum Fragenkreis der Sterilisation bei Menschen mit geistiger Behinderung. Eine Dokumentation (= Bethel-Beiträge. H. 40). Bethel-Verlag, Bielefeld 1988, ISBN 3-922463-58-4.
  • Sonja Endres: Zwangssterilisation in Köln 1934–1945 (= Schriften des NS-Dokumentationszentrums, 16). Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-697-8. (Zugleich: Köln, Univ., Diss., 2008)
  • Valentin Hennig: Zur Wiedergutmachung von Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Frieling & Partner, Berlin, ISBN 3-8280-0816-X.
  • Peter Finger: Die Sterilisation geistig Behinderter nach §1925 BGB in der Fassung eines Entwurfs des Betreuungsgesetzes (BtG). In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie. 39, 4, 1990, ISSN 0032-7034, S. 132–138.
  • Betsy Hartmann: Reproductive Rights and Wrongs. The Global Politics of Population Control. Revised edition. South End Press, Boston MA 1995, ISBN 0-89608-492-2.
  • Elisabeth Herrmann (als Elisabeth Claasen): Ich, die Steri 1969; wieder: Soack, Hannover 1987 ISBN 3-88414-074-4. (Zeitzeugenbericht einer Betroffenen)
  • Corinna Horban: Gynäkologie und Nationalsozialismus. Die zwangssterilisierten, ehemaligen Patientinnen der I. Universitätsfrauenklinik heute – eine späte Entschuldigung. Herbert Utz, München 1999, ISBN 3-89675-507-2 (Zugleich: München, Univ., Diss., 1999).
  • Thomas Huonker: Diagnose „moralisch defekt“. Kastration, Sterilisation und Rassenhygiene im Dienst der Schweizer Sozialpolitik und Psychiatrie 1890–1970. Orell Füssli, Zürich 2003, ISBN 3-280-06003-6.
  • Molly Ladd-Taylor: Eugenics, Sterilisation and Modern Marriage in the USA: The Strange Career of Paul Popenoe. In: Gender & History. 13, 2, 2001, ISSN 0953-5233, S. 298–327.
  • Astrid Ley: Zwangssterilisation und Ärzteschaft. Hintergründe und Ziele ärztlichen Handelns 1934–1945 (= Kultur der Medizin. Bd. 11). Campus, Frankfurt am Main u. a. 2004, ISBN 3-593-37465-X (Zugleich: Erlangen-Nürnberg, Univ., Diss., 2003).
  • Gunther Link: Eugenische Zwangssterilisationen und Schwangerschaftsabbrüche im Nationalsozialismus. Dargestellt am Beispiel der Universitätsfrauenklinik Freiburg. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1999, ISBN 3-631-33871-6 (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Univ., Diss., 1999).
  • Gunther Link: Eugenische Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen an der Universitätsfrauenklinik Freiburg im Nationalsozialismus. In: Bernd Grün, Hans G. Hofer, Karl H. Leven (Hrsg.): Medizin und Nationalsozialismus. Die Freiburger Medizinische Fakultät und das Klinikum in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“ (= Medizingeschichte im Kontext. Bd. 10). Peter Lang, Frankfurt 2002, ISBN 3-631-38819-5, S. 301–330.
  • Thomas Oelschläger: „... dass meine Tochter von diesem jüdischen Balg schnellstens befreit wird.“ Die Schwangerschaftsunterbrechungen des „Reichsausschuß zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden“. In: Christoph Kopke (Hrsg.): Medizin und Verbrechen. Festschrift zum 60. Geburtstag von Walter Wuttke. Klemm & Oelschläger, Ulm 2001, ISBN 3-932577-32-9, S. 97–130.
  • Hanna J. Schmid, Cornelia Noack: Sexuelle Gewalt gegen Menschen mit geistiger Behinderung. Eine verleugnete Realität. Verband evangelischer Einrichtungen für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung e. V. u. a., Stuttgart u. a. 1994, ISBN 3-9803769-0-7.
  • Harry Seipolt: „... kann der Gnadentod gewährt werden.“ Zwangssterilisation und NS-„Euthanasie“ in der Region Aachen. Alano-Herodot-Verlag, Aachen 1995, ISBN 3-89399-217-0.
  • Stefanie Westermann, Richard Kühl, Dominik Groß (Hrsg.): Medizin im Dienst der "Erbgesundheit". Beiträge zur Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene (= Medizin und Nationalsozialismus, Bd. 1), Münster 2009 ISBN 978-3-643-10478-6.
  • Stefanie Westermann: Verschwiegenes Leid. Der Umgang mit den NS-Zwangssterilisationen in der Bundesrepublik Deutschland (= Menschen und Kulturen, Bd. 7), Köln u. a. 2010 ISBN 978-3-412-20562-1.

FilmeBearbeiten

  • Yawar Mallku/ Sangre de condor/ Das Blut des Kondors, Regie Jorge Sanjinés, Bolivien 1969 (Sprache: Quechua, mit spanischen Untertiteln). Spielfilm über heimliche Zwangssterilisationen von Quechua-Frauen durch das US-amerikanische Friedenskorps in Bolivien
  • „Komm doch mit, sei ganz ruhig, wir gehen mal dahin…“ – Die Zwangssterilisation des Hans Lieser, (Regie/Kamera: Harry Günzel, Buch/Redaktion: Bettina Leuchtenberg, Wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Thomas Schnitzler) (Sprache: Deutsch, mit Gebärdendolmetschereinblendung) Deutschland 2006. Der zwanzigminütige Dokumentarfilm beleuchtet anhand des Gehörlosen Hans Lieser, die an Tausenden durchgeführte zwangsweise Sterilisation im Dritten Reich.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ruth Clifford Engs: The Progressive Era's Health Reform Movement. A Historical Dictionary. Westport 2003, S. 111.
  2. Volker Zimmermann: Die Medizin in Göttingen während der nationalsozialistischen Diktatur. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 9, 1991, S. 393–416; hier: S. 408 f.
  3. Reichsgesetzblatt, 1933 I, S. 529–531
  4. Eckhard Heesch: Nationalsozialistische Zwangssterilisierungen psychiatrischer Patienten in Schleswig-Holstein. Als Aufsatz erschienen in: Demokratische Geschichte. Jahrbuch zur Arbeiterbewegung und Demokratie in Schleswig Holstein 9, 1995, S. 55–102.
  5. Alfred Möhrle: Der Arzt im Nationalsozialismus: Der Weg zum Nürnberger Ärzteprozeß und die Folgerungen daraus. In: Deutsches Ärzteblatt. 25. Oktober 1996, abgerufen 27. Februar 2015.
  6. Rassismus: Gänzlich schmerzlos, Spiegel 1. Oktober 1979, abgefragt 18. September 2014.
  7. Ute Vergin: Die nationalsozialistische Arbeitseinsatzverwaltung und ihre Funktionen beim Fremdarbeiter(innen)einsatz während des Zweiten Weltkriegs. Osnabrück 2008, Volltext, PDF.
  8. Robert Jay Lifton: Die Mörder sind noch unter uns, Spiegel, 11. Juli 1988, abgerufen 1. März 2015.
  9. Alfred Möhrle: "Euthanasie"-Geschädigte und Zwangssterilisierte, Gegen Vergessen für Demokratie, abgerufen 27. Februar 2015.
  10. Anke Engelmann: Wenn zwei sich lieben. In: Publik-Forum, Nr. 12, 2009 (online; PDF; 2,1 MB)
  11. Bundesministerium der Justiz: Sondererhebung Verfahren nach dem Betreuungsgesetz.
  12. BVerfG Beschluss vom 11. Januar 2011 Az.: 1 BvR 3295/07 – Pressemitteilung
  13. Heribert Prantl: Das gefühlte Geschlecht. Gericht kippt Transsexuellengesetz. Süddeutsche Zeitung, 28. Januar 2011. Abgerufen am 23. Oktober 2014.
  14. Zwangssterilisation - Schweiz verweigert Wiedergutmachung in Beobachter vom 3. Februar 2011
  15. Zwangssterilisation in der Schweiz in Neue Zürcher Zeitung vom 1. Oktober 2006
  16. http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/themen/Das%20Rheinland%20im%2020.%20Jahrhundert/Seiten/EuthanasieundZwangssterilisierungenimRheinland(1933%E2%80%931945).aspx
  17. http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/themen/Das%20Rheinland%20im%2020.%20Jahrhundert/Seiten/EuthanasieundZwangssterilisierungenimRheinland(1933%E2%80%931945).aspx
  18. http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/themen/Das%20Rheinland%20im%2020.%20Jahrhundert/Seiten/EuthanasieundZwangssterilisierungenimRheinland(1933%E2%80%931945).aspx
  19. http://www.faz.net/aktuell/china-gibt-zwangsabtreibungen-zu-1303684.html
  20. https://www.welt.de/politik/ausland/article7250897/Chinas-Aemter-jagen-Eltern-mit-mehr-als-einem-Kind.html
  21. „Indira macht arme Männer impotent“. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1976 (online).
  22. Indien: Tödlicher Sterilisierungswahn. In: DiePresse.com. 15. November 2014, abgerufen am 6. Januar 2018.
  23. http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/praesidentschaftswahl--diese-frau-will-mexiko-veraendern-7536834.html
  24. http://www.shortnews.de/id/614290/zwangssterilisationen-in-mexiko
  25. Sterilisation. Gesundheitsportal Onmeda. 11. Mai 2015.
  26. Wiedergutmachung in Deutschland 1945–1990. Ein Überblick. Aus Politik und Zeitgeschichte. 7. Juni 2013.
  27. Steven W. Mosher (2003): UNFPA Supports Forced Sterilization in Mexico.
  28. Steven W. Mosher (2002): Peru: UNFPA Supported Fujimori’s Forced Sterilization Campaigns.
  29. Betsy Hartmann: Reproductive Rights and Wrongs. The Global Politics of Population Control. Boston 1995, S. 168.
  30. World Health Organization: Eliminating forced, coercive and otherwise involuntary sterilization. An interagency statement. WHO Department of Reproductive Health and Research. Geneva/Genf, 2014. PDF. ISBN 978-92-415-0732-5.
  31. Thomas Hammarberg: Human Rights and Gender Identity. Veröffentlichung des Council of Europe/Europarates. Strasbourg, 2009 Commissioner’s Issue Papers, abgerufen 2. September 2014 (englisch)
  32. BVerfG Beschluss vom 11. Januar 2011 Az.: 1 BvR 3295/07 – Pressemitteilung
  33. Heribert Prantl: Das gefühlte Geschlecht. Gericht kippt Transsexuellengesetz. Süddeutsche Zeitung, 28. Januar 2011. Abgerufen am 23. Oktober 2014.
  34. Maria Makar: Tvångssterilisering ska prövas igen. In: QX. 6. Juli 2012, abgerufen am 6. Juli 2012 (schwedisch).
  35. Rainbow Europe Country Index May 2011. (Nicht mehr online verfügbar.) ILGA Europe, Mai 2011, ehemals im Original; abgerufen am 20. Januar 2013 (PDF, englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/ilga-europe.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  36. Boris O. Dittrich: Sweden: Letter to the Prime Minister Regarding Transgender Law. Human Rights Watch, 14. Januar 2012, abgerufen am 20. Januar 2013 (englisch).
  37. Argentina Adopts Landmark Legislation in Recognition of Gender Identity. (Nicht mehr online verfügbar.) International Gay & Lesbian Humans Rights Commission, 14. Mai 2012, ehemals im Original; abgerufen am 20. Januar 2013 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/iglhrc.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  38. Trans Rights Europe Map, 2014. Transgender Europe, 15. April 2014, abgerufen am 2. Juni 2014 (PDF, englisch).
  39. Europarådet uppmanar medlemsstater att ge ekonomisk ersättning till tvångssteriliserade. RFSL, 28. Juni 2013, archiviert vom Original am 7. Januar 2014; abgerufen am 29. Juni 2013 (schwedisch).
  40. Heribert Prantl: Männlich, weiblich, unbestimmt. Geschlechter im deutschen Recht. Süddeutsche Zeitung, 16. August 2013. Abgerufen am 27. April 2015.
  41. Deutscher Ethikrat: Intersexualität. Stellungnahme vom 23. Februar 2012. Abgerufen am 23. Oktober 2014.
  42. LG Köln, Grundurteil vom 6. Februar 2008, Az.: 25 O 179/07. Abgerufen am 23. Oktober 2014.
  43. 100 000 Euro Schmerzensgeld im `Zwitterprozess`. Focus, 12. August 2009. Abgerufen am 23. Oktober 2014.
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