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Zoltán Tildy

ungarischer Ministerpräsident (1945–1946) und Staatspräsident (1946–1948)
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Zoltán Tildy (1946)
Grab auf dem Farkasréti temető

Zoltán Tildy [ˈzoltaːn ˈtildi] (* 18. November 1889 in Lučenec, Österreich-Ungarn; † 3. August 1961 in Budapest) war ungarischer Ministerpräsident von 1945 bis 1946 und ungarischer Staatspräsident von 1946 bis 1948.

LebenBearbeiten

Tildy war evangelischer Pastor und Parlamentsabgeordneter der Partei der Kleinen Landwirte im Zwischenkriegsungarn. Nach der Besetzung Ungarns durch die Rote Armee wurde er provisorischer Ministerpräsident und gewann die Wahlen zur Nationalversammlung vom November 1945. Nach Ausrufung der Republik wurde Tildy am 1. Februar 1946 zum Präsidenten gewählt. Mit der Unterstützung der Sowjetunion setzte sich jedoch die Ungarische Kommunistische Partei immer stärker durch und erreichte im Mai 1947 den Rücktritt von Ministerpräsident Ferenc Nagy. Der weitgehend machtlose Präsident verlor 1948 sein Amt und wurde unter Hausarrest gestellt. Am 3. November 1956 wurde Tildy noch einmal in die Regierung von Imre Nagy berufen, die kurze Zeit später von sowjetischen Truppen abgesetzt wurde. Tildy starb 1961 in Budapest.

LiteraturBearbeiten

  • Göncz Árpád (Hrsg.): Magyar Nagylexikon. Band 17: Szp – Ung. Magyar Nagylexikon Kiadó, Budapest 2003, ISBN 963-9257-17-6, S. 464–465.

WeblinksBearbeiten