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Ziegenbock (Wappentier)

Wappentier in der Heraldik
Fürstentum Abchasien, 18. Jh.

Der Ziegenbock und die Ziege haben sich als Wappentier in der Heraldik etabliert. Für diese gemeine Figur sind viele Namen gebräuchlich: Als Geiß oder Geißbock, Zicke oder Zickenbock benennt man dieses horntragende Tier.

Gestaltung und BlasonierungBearbeiten

Ob das weibliche oder männliche Tier der Hausziege dargestellt ist, hat in der Heraldik untergeordnete Bedeutung – im Unterschied zum Schaf (Wappentier), wo das Lamm Sanftmut oder Jesus darstellt, der Widder aber Kraft und Durchsetzungsvermögen.

Der Ziegenbock wird in der Grundstellung nach rechtssehend dargestellt. Er kann laufend oder springend, aber auch aufgerichtet gezeigt sein. Seine Bewehrung, also Hörner, Hufe und Zunge, können anders gefärbt (tingiert) sein. Das Tier kommt als Schildhalter und auch hervorbrechend oder wachsend im Oberwappen vor. Beliebt ist auch die Darstellung nur der Hörner.

Verwechslung mit dem Widder, aber auch der Gämse, dem Steinbock und anderen Hornträgen sind in der Heraldik möglich. Die Wappenbeschreibung muss es klären. Typisches Kennzeichen ist im Allgemeinen der Ziegenbart.

VerwendungBearbeiten

 
Albrecht Dürer: Das Wappen der Scheurl und Tucher, ca. 1512

Seit 1560 ist er im Wappen von Hälsingland (Schweden) bekannt. Eine frühere Wappendarstellung ist nicht auszuschließen.

In einigen Wappen ist der Ziegenbock redend. Beispiele sind das Wappen von Ziegenrück, Bockenheim an der Weinstraße, Geiswiller, Hohegeiß, Caprarola (Viterbo) oder Boxholm (Schweden).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ziegenbock in der Heraldik – Sammlung von Bildern