Zentrallager

Zulieferstruktur in der Beschaffungslogistik

Der Begriff Zentrallager bezeichnet innerhalb der Beschaffungslogistik eine Zulieferstruktur, bei der der Hersteller keine dezentralen Filiallager beliefert, sondern ein zentrales Lager, das durch den Händler oder einen externen Logistikdienstleister verwaltet wird.

Erstes GEG-Zentrallager Hamburg 1902

ZieleBearbeiten

Eine Zentrallagerstruktur zielt auf die Bündelung von Warenströmen sowie einer Reduzierung von Lagerbeständen und Transportkosten ab. Für den Handel ergeben sich insbesondere auch günstigere Einkaufspreise durch die Abnahme von größeren Mengen. Bisherige Filiallager des Handels können als Verkaufsflächen genutzt werden. Zusätzlich kann durch die Zentralisation auch der administrative Steuerungsaufwand im Lager sowie die Kosten für Investitionen und eingesetztes Personal, im Vergleich zur dezentralen Lagerung, reduziert werden. Gleichzeitig kann das Risiko der Fehlallokation von Waren sinken. Demgegenüber steht die Bindung an eine Region auf Grund eines mehrjährigen Mietvertrags an ein Lagergebäude. Außerdem können sich die Lieferzeiten zu Kunden verlängern, die nicht in der regionalen Umgebung angesiedelt sind. Ebenso sind dann höhere Transportkosten möglich.[1] Die Ziele des Zentrallagerkonzeptes kommen insbesondere bei einer Kundenstruktur, bei der wenige Großkunden regional konzentriert sind, zum Tragen.

WeblinksBearbeiten

www.logistik-info.net

LiteraturverzeichnisBearbeiten

  1. Zentrallager. Abgerufen am 13. Dezember 2019.