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Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen

deutsche Organisation

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) mit Sitz in der Stadt Brandenburg an der Havel ist eine Verwaltungseinheit der Deutschen Rentenversicherung Bund, die die Aufgaben nach dem Abschnitt XI des Einkommensteuergesetzes (EStG) durchführt.

Mit dem Altersvermögensgesetz wird seit 1. Januar 2002 der Aufbau einer freiwilligen Altersvorsorge durch Sonderausgabenabzug und/oder durch eine Altersvorsorgezulage gefördert (sogenannte „Riester-Rente“). Die mit der Altersvorsorgezulage verbundenen Aufgaben wurden der damaligen Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als zentrale Stelle („Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen“) übertragen.

Aufgaben der ZfA sind vor allem Berechnung, Kontrolle, Auszahlung und Rückforderung von Zulagen. Zukünftig wird die ZfA auch die Organisation der Rentenbezugsmitteilung nach § 22a EStG übernehmen.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU fordert, die mit der Altersvorsorgezulage verbundenen Aufgaben den Finanzämtern zu übertragen,[1] was nach Einschätzung von Lokalpolitikern erhebliche Auswirkungen für die Stadt Brandenburg nach sich ziehen würde.[2] Im Juli 2017 teilte der Parlamentarische Finanzstaatssekretärs Michael Meister der Stadt mit, dass „Forderungen nach einer Neustrukturierung der Zulagenstelle im Rahmen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BSRG) keine Berücksichtigung gefunden haben“.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelbelegeBearbeiten

  1. Privatvorsorge stärken. Zulagenrente erneuern. Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, 5. Juli 2016, abgerufen am 14. April 2017 (Beschluss des Bundesvorstands).
  2. Jürgen Lauterbach: Brandenburg kämpft um die Riester-Behörde. In: Märkische Allgemeine Zeitung. 1. März 2017, abgerufen am 14. April 2017.
  3. Dietlind Tiemann: Starker ZfA-Standort in Brandenburg an der Havel gesichert. In: Focus. 11. August 2017, abgerufen am 23. August 2017.