Zabeltitz

Ort in Deutschland

Zabeltitz ist ein sächsisches Dorf mit rund 1000 Einwohnern in der Großen Kreisstadt Großenhain an der Nordgrenze des Landkreises Meißen. Es erlangte überregionale Bekanntheit durch seine Schloss- und Parkanlagen aus der Renaissance- und Barockzeit.[1]

Zabeltitz
Große Kreisstadt Großenhain
Wappen von Zabeltitz
Koordinaten: 51° 21′ 12″ N, 13° 29′ 57″ O
Höhe: 106 (102–113) m ü. NN
Einwohner: 995 (Dez. 2020)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Eingemeindet nach: Großenhain
Postleitzahl: 01561
Vorwahl: 03522
Zabeltitz (Sachsen)
Zabeltitz

Lage von Zabeltitz in Sachsen

Palais Zabeltitz
Palais Zabeltitz

GeografieBearbeiten

 
Klimadiagramm von Zabeltitz

Geografische Lage und NaturraumBearbeiten

Zabeltitz liegt etwa neun Kilometer nördlich von Großenhain an der Großen Röder in der Großenhainer Pflege.

 
Röderauwald Zabeltitz

Die nähere Umgebung von Zabeltitz wird von der Auenlandschaft der Röderaue geprägt. Das Gebiet der ursprünglichen Sumpflandschaft wird heute von ausgedehnten Hartholzauwäldern (Erle, Ulme, Eiche, Buche) dominiert. In der Elligastniederung zwischen Nasseböhla und Zabeltitz ist ein großräumiger Komplex von eng miteinander verzahnten Nasswiesen und Niedermooren erhalten geblieben, der einen hochwertigen Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten darstellt und demnächst als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird.

Im 18. Jahrhundert fand man in der Nähe von Zabeltitz Bergkristalle, die so genannten Zabeltitzer Kiesel oder Zabeltitzer Diamanten. Heute findet man sie kaum noch.[2][3][4]

NachbarorteBearbeiten

Direkte Nachbarorte von Zabeltitz sind Treugeböhla, Stroga, Nasseböhla, Walda und Görzig.

KlimaBearbeiten

Zabeltitz liegt mit seinem humiden Klima in der kühl-gemäßigten Klimazone, jedoch ist ein Übergang zum Kontinentalklima spürbar.[5] Die nächsten Wetterstationen befinden sich in Richtung Norden in Doberlug-Kirchhain, westlich des Ortes in Torgau sowie südlich in Oschatz und Dresden.

GeschichteBearbeiten

Deutung des OrtsnamensBearbeiten

Der Name „Zablatwitz“ kommt aus dem Altsorbischen. Er setzt sich aus „za“ (hinter) und „blato“ (Sumpf) zusammen und bedeutet dem nach soviel wie "die hinter dem Sumpf", wobei mit jenem Sumpf die Elligastniederung gemeint ist.[6]

Entwicklung des OrtsnamensBearbeiten

Zabeltitz besaß im Laufe der Geschichte zahlreiche Ortsnamen.[6][7]

  • 1207: Zablatwitz
  • 1210: Zabulotiz
  • 1288: Zabeltiz
  • 1350: Zcabilticz
  • 1368: Czabelticz
  • 1370: Sabelticz, Zchabilticz
  • 1373: Zabiltitz
  • 1381: Zcabilwicz
  • 1396: Sabelticz
  • 1401: Czabelticz
  • 1407: Czobelticz
  • 1485: Zcabeltitz
  • 1519: Zcabiltitz
  • 1540: Zabeltitz

OrtsgeschichteBearbeiten

 
Altes Schloss Zabeltitz 2007

Am 12. April 1207 wurde Heinricus von Zablatwitz urkundlich erwähnt, womit indirekt auch die Existenz Zabeltitzes bewiesen war. Im Mittelalter stand auf dem Gebiet von Zabeltitz eine Wasserburg, welche die alte Salzstraße, an der Zabeltitz lag, schützte. Sie wurde wahrscheinlich von der Familie von Zabeltitz gegründet. 1324 wurde die Familie von Köckeritz mit Zabeltitz belehnt, womit Zabeltitz auch als Ort urkundlich erwähnt wurde. Ab 1397 war die Familie von Pflugk für rund 200 Jahre Besitzer von Zabeltitz. Um 1565 wurde die alte Wasserburg unter Nickel Pflugk zu einem Wohnschloss im Renaissancestil. 1580 begann Nickel Pflugk mit dem Bau der heutigen St.-Georgen-Kirche. Aufgrund der hohen Verschuldung durch den Bau wurde Zabeltitz 1588 für 80.000 Gulden an Christian I. verkauft. Er baute neben das Wohnschloss das jetzt so genannte Alte Schloß als kurfürstliches Stallgebäude sowie zur Unterbringung von Gästen und Gefolge. Nach dem Tod Christians I. erhielt Christian II. Zabeltitz.[6][7][8]

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Zabeltitz 1637 von den Schweden geplündert und verwüstet. Trotzdem hielt Kurfürst Johann Georg II. mit seinem Gefolge 1657 und 1659 Jagdlager in Zabeltitz ab.[9]

Ab 1699 wurde das Rittergut Zabeltitz verpachtet, während das Schloss jedoch stets den Kurfürsten vorbehalten blieb. Später gehörte es zum Wittum der verwitweten Kurfürstin Anna Sophie, Mutter August des Starken, die jedoch auf Schloss Lichtenburg lebte, bis sie 1717 starb. Da die Pächter oft den festgesetzten Pachtzins nicht zahlten und 1727 infolge einer Missernte fünf Dörfer die Steuern nicht aufbringen konnten, versuchte August der Starke den unrentablen Besitz so schnell wie möglich loszuwerden. August hatte schon 1717 seinem treuen Weggefährten, dem Generalfeldmarschall Graf August Christoph von Wackerbarth, ein Rittergut versprochen. Jetzt bot sich die Gelegenheit, Zabeltitz zu verschenken, da bereits der geplante Tausch von Zabeltitz gegen Pillnitz mit der Gräfin Cosel an deren Weigerung gescheitert war. Am 16. Februar 1728 erhielt Graf von Wackerbarth das Rittergut Zabeltitz im Tausch gegen zwei Dresdner Häuser mit Mobiliar, die der König ihm kurzfristig übereignet hatte, da im Monat zuvor Wackerbarths Dresdner Amts- und Wohnsitz, das Gouvernementshaus, bis auf die Grundmauern niedergebrannt war. Wackerbarth errichtete an der Stelle des Pflugk'schen Renaissanceschlosses von 1728 bis 1730 das heutige Palais und legte einen Barockgarten an. Nachdem Wackerbarth 1734 gestorben und in der Zabeltitzer St. Georgenkirche bestattet worden war, erbte sein Stief- und Adoptivsohn Graf Joseph Anton Gabaleon von Wackerbarth-Salmour dessen sämtliche Besitzungen. Während er Schloss Wackerbarth's Ruh in Radebeul selbst nutzte, verkaufte er das heutige Kurländer Palais und schenkte Zabeltitz seinem im Piemont aufgewachsenen Neffen Giuseppe Antonio Gabaleone, Conte di Salmour, zur Hochzeit mit Gräfin Helena Isabella Lubieńska. Nach dessen alsbaldigem Tode im Jahre 1759 verwaltete die Gräfin Salmour es für ihre noch unmündigen Kinder. Sie lebte in Prag als Hofdame einer Schwester des Kaisers Joseph II., der höchstselbst auf einer Reise in Zabeltitz Besuch machte. Sie galt als recht fromm und sittenstreng: Giacomo Casanova (1725–1798) hat sich in seinen Memoiren „Histoire de ma vie beklagt, sie habe dafür gesorgt, dass er aus Wien ausgewiesen wurde. Auf Wunsch des Prinzen Xaver von Sachsen, des zeitweiligen Regenten des Kurfürstentums, hin verkaufte sie jedoch 1769 Zabeltitz an die von ihm geführten Wettiner. Im Gegenzug erwarb sie dafür die Güter Schloss Kittlitz und Schloss Unwürde bei Löbau. Prinz Xaver legte den Inselteich und die Wildnis im Barockgarten an und lebte bis zu seinem Tod 1806 im Palais zu Zabeltitz.[6][8]

1808 wurde der Ort von einem Großbrand verwüstet. Nur die Kirche, das Alte Schloß und das Palais blieben unversehrt. Der Schulbetrieb wurde danach vorerst in der Kirche abgehalten. Bei jenem Brand ging ein Großteil der Urkunden und Akten zur Zabeltitzer Dorf- und Kirchengeschichte verloren.[10]

Anschließend wechselten die Besitzer. 1817 erwarb der Kammerherr Friedrich Freiherr von Weissenbach Zabeltitz, nachdem er 1813 die Enkelin des Prinzen Xaver, Maria Charlotta Xaveria, geheiratet hatte. Nach seinem Tod 1852 vererbte er Zabeltitz an seinen Sohn Anton Sigismund, welcher 1861 das große Steinkreuz auf dem Friedhof stiftete.[8]

Ab 1875 kam es durch den Eisenbahnanschluss zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.

1889 erwarb der Kammerherr Dr. Arnold Woldemar Freiherr von Frege-Weltzin Zabeltitz, der den Besitz vor dem drohenden Verfall rettete. Er erneuerte 1897 die Kirche und ließ 1898 verschiedene Umbauten im Palais vornehmen. Das Wappen über dem Hofportal erinnert an ihn, während den parkseitigen Giebel das Wackerbarthsche Wappen schmückt. 1912 besuchte Sachsens letzter König, Friedrich August III., Zabeltitz. Der damalige Bürgermeister Hirschnitz hatte vor diesem Besuch eine Audienz beim König und als dieser fragte, wo denn „Zabeltitz“ liege, antwortete Hirschnitz: „Was, das kennen sie nicht? Das ist doch die Krone von Deutschland!“. Als Frege-Weltzin am 22. Oktober 1916 starb, vererbte er Zabeltitz an seine Tochter Elisabeth Jay mit ihrem Mann Dr. Rudolf Jay. Sie ließen 1919 Zabeltitz an das Stromnetz anschließen. Nach dem Tod der Jay 1932 wurde die Gutsanlage geteilt. Christoph Rudolf Arnold Jay erhielt das Palais und der Kommerzienrat Paul Habich das Alte Schloß. 1936 besuchte Hermann Göring Zabeltitz und Großenhain. 1945 erfolgte die Enteignung der Besitzerfamilien. In Folge der Bodenreform nach 1945 wurden auch die zur Herrschaft Zabeltitz gehörenden Äcker, Wiesen und einige Waldflächen an arme Bauern vergeben.[8][11]

Im Sommer 1958 überschwemmte die Röder Zabeltitz von Westen kommend. Auch die Geißlitz konnte die Wassermassen nicht zurückhalten.

 
Die Gemeinde Zabeltitz im Kreis Meißen vom 1. Januar 1994 bis zum 31. Dez. 2009

Am 1. Januar 1994 erfolgte der Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Zabeltitz-Treugeböhla, Görzig, Nasseböhla (mit Stroga), Skäßchen (mit Krauschütz, Skaup und Uebigau) und Strauch zur Gemeinde Zabeltitz. Als solche existierte sie bis zum 31. Dezember 2009. In einem Bürgerentscheid am 7. Juni 2009 entschieden sich 81,22 Prozent der Zabeltitzer Wähler für eine Eingemeindung nach Großenhain. Diese wurde zum 1. Januar 2010 vollzogen.[12]

 
Grosse Emma Zabeltitz

Zabeltitz ist seit 2012 Modell-Ort des als „Grosse Emma“ bezeichneten Modellprojektes zur Sicherung einer nachhaltigen Versorgung im dörflichen Raum, unter der Konzeption des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) und in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Meißen realisiert. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des nachbarschaftlichen Tante-Emma-Ladens als lokales Versorgungs- und Kommunikationszentrum. Grundgedanke ist es, lokalen Service-Anbietern vor Ort zeitlich flexibel Räume und Teile der Ausstattung nutzen. Dies ermöglicht allen Beteiligten, Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die Kundenfrequenz zu erhöhen.[13][14]

In den Jahren 2020 und 2021 wurden im gesamten Ortsgebiet Glasfaserleitungen verlegt.[15] Im Zuge dessen wurde auch die Kopfsteinpflasterstraße aus den 1990er-Jahren von der Ortsmitte zum Bahnhof von Grund auf erneuert.[16]

PolitikBearbeiten

OrtschaftsratBearbeiten

Seit der Eingemeindung nach Großenhain wird Zabeltitz zusammen mit Treugeböhla von einem Ortschaftsrat aus fünf Mitgliedern unter dem Vorsitz Marek Börners (Stand 2019) in der Stadt Großenhain vertreten. Er berät den Stadtrat bei Themen, die Zabeltitz und Treugeböhla betreffen.[17]

WappenBearbeiten

 
Wappen von Zabeltitz

Der untere Teil des Wappens zeigt zwei weiße Pfähle auf rotem Grund. Sie beziehen sich auf die Gründung der Wasserburg auf dem Gebiet des heutigen Zabeltitzes. Der obere Teil zeigt einen weißen Pflug auf grünem Grund und einen grünen Haselnusszweig auf weißem Grund. Sie entstammen der Libussa-Sage, die als Ausgangspunkt der Familie von Pflugk gilt.[18]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Bauwerke und ParksBearbeiten

Kurfürstliches Stallgebäude („Altes Schloß“)Bearbeiten

 
Kurfürstliches Stallgebäude, „Altes Schloß“ genannt

Kurfürst Christian I. übernahm 1588 das Rittergut Zabeltitz für 80.000 Gulden. Seine besondere Leidenschaft galt der Jagd. Die alte Wasserburg auf der Röderinsel wurde zwar neu hergerichtet, für prunkvolle kurfürstliche Jagden und deren Gefolge war sie jedoch zu klein, wonach also ein neues, größeres Gebäude für die Unterbringung der Gäste samt Dienerschaft, mit Ställen für die Pferde und Wirtschaftsräumen geschaffen werden musste. Der Bau des kurfürstlichen Stallgebäudes im Stil der Sächsischen Renaissance begann 1588 unter Aufsicht des Oberzeugmeisters Paul Buchner, bekannt durch seine Dresdner Bauten wie das Zeughaus, den Stallhof und das dritte Gewandhaus. Im Jahr 1591 waren beim Bau ständig 1 Steinmetz, 26 Maurer, 29 Zimmerleute, 1 Ziegeldecker und 4 Handarbeiter beschäftigt. Außerdem arbeiteten noch 128 Handfröner und 24 Teichknechte. 34 Wagen schafften Baumaterialien heran. Das von den Untertanen und Bauern geschlagene Kleinholz lieferte der nahe gelegene Röderwald. Ziegel bezog man aus Großenhain und Kalk aus Dresden. Um die gesamte Schlossanlage wurde nach holländischem Vorbild ein Wassergraben gezogen. Bereits im Sommer 1591 ging man an die innere Ausgestaltung des Stallgebäudes. Heinrich Göding, Christoph Grohmann und Hans Fasolt bemalten Wände und Gewölbe mit Jagdbildern, entsprechend der Bestimmung von Zabeltitz als Jagdsitz. Im Herbst 1591 starb der Kurfürst. Der nachfolgende Administrator, Friedrich Wilhelm, ließ den Bau sofort einstellen. Nur unter großer Anstrengung setzte Paul Buchner durch, dass wenigstens die halbvollendeten Bauten gedeckt und gegen Witterung geschützt wurden. Die Witwe Christians I., Sophie, hatte keine Mittel für größere Baumaßnahmen an ihrem Wittumssitz Zabeltitz zur Verfügung. Erst der junge Kurfürst Christian II. vollendete 1598 die Pläne seines Vaters. Fast alljährlich hielt Christian II. mit seinen Brüdern ein Jagdlager in Zabeltitz ab.

Wackerbarth ließ die Wirtschaftsgebäude aus der Zeit Christians I., Ende des 16. Jahrhunderts gebaut, mit Ausnahme des kurfürstlichen Stallgebäudes abreißen. An deren Stelle wurde eine neue Zufahrt zum Palais geschaffen, deren Beginn durch zwei Torpfeiler und „Torhäuschen“ betont wurde.

In den folgenden Jahrhunderten gehörte das Alte Schloß gemeinsam mit dem Palais (siehe unten) den jeweiligen Eigentümern des Rittergutes. In den ersten Nachkriegsjahren diente es Umsiedlerfamilien als erste Heimstätte. Danach sollte es im Zuge der Bodenreform abgerissen werden. Dank der Initiative von Dr. med. Kurt Schadendorf zog jedoch 1949 das erste Landambulatorium in das Alte Schloss ein, was es vor dem Abriss bewahrte. Nach den sozialistischen Jahren im Volkseigentum war erst die Gemeinde Zabeltitz, nun die Stadt Großenhain Eigentümer.[6][9]

Heute beherbergt es Arztpraxen für Allgemeinmedizin, Kieferchirurgie und Zahnheilkunde, Wohnungen und Büroräume. Der Schloßsaal wurde früher unter anderem als Kuhstall und Turnhalle verwendet. Heute dient er als Veranstaltungs- und Konferenzraum.

Barockschloss („Palais“)Bearbeiten

 
Palais Zabeltitz, hofseitige Fassade mit Zugangsbrücke über die Röder

An der Stelle des heutigen Palais befand sich im Mittelalter eine Wasserburg mit Wallgraben zum Schutz der alten Salzstraße. 1565/66 ließ Nickel Pflugk die alte wehrhafte Wasserburg zu einem Wohnschloss im Renaissancestil umbauen. Nachdem Nickel Pflugk Zabeltitz 1588 aufgrund seiner umfangreichen Bautätigkeiten an Kurfürst Christian I. verkaufte, wurde das Wohnschloss bereits wenige Jahre später als Jagdschloss neu eingerichtet.

Unter August Christoph von Wackerbarth wurde ab 1728 fast der gesamte herrschaftliche Besitz zügig umgestaltet. Wackerbarth baute das Schloss auf der Insel (das „Palais“) völlig neu und legte, wie bereits von 1719 bis 1723 den Barockgarten Großsedlitz, einen prächtigen Barockgarten an. Innerhalb von nur zwei Jahren mussten alle Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sein, denn 1730 fand ein großes Manöver der sächsischen Truppen, das sogenannte Zeithainer Lustlager unter der Führung des Generalfeldmarschalls Wackerbarth statt, wo das neue Anwesen den hohen Gästen bereits präsentiert werden sollte. Diese Baumaßnahmen erfolgten unter Leitung von Johann Christoph Knöffel, der zu dieser Zeit Oberlandbaumeister in Sachsen war und schon seit einigen Jahren vom Generalbauintendanten Wackerbarth gefördert wurde. Die zahlreichen erhalten gebliebenen Pläne zeigen, dass Wackerbarth ursprünglich das Palais vergrößern wollte. Entweder aus Geldmangel oder aus Zeitnot wurde das neu entstandene barocke Schloss letztendlich auf den Grundmauern des alten Schlosses errichtet und behielt damit nahezu denselben Grundriss wie sein Vorgängerbau.

 
Palais Zabeltitz, Parkseite

Prinz Xaver von Sachsen lebte bis zu seinem Tod 1806 im Palais zu Zabeltitz.

Im 19. Jahrhundert wurde auch der um das Palais führende Wassergraben teilweise verfüllt. Bis zu diesem Zeitpunkt umschloss die Große Röder das gesamte Palais, danach floss diese nur noch an der vorderen Palaisseite entlang.

Nach der Enteignung 1945 diente das Palais zeitweilig als Unterkunft für Umsiedler und als Kinderheim für griechische Kinder. Ab 1955 befand sich in dem Gebäude eine Schulungsstätte (Institut für sozialistische Fortbildung im Verkehrswesen). Eine grundlegende Rekonstruktion erfolgte nach 1989 durch den neuen Eigentümer, die Deutsche Bahn. Diese nutzte es als Schulungsstätte. Die Stadt Großenhain kaufte im Dezember 2010 das Palais und den Barockgarten. Am 15. April 2011 erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe. Heute beherbergt es das Fremdenverkehrsamt (Zabeltitz-Information) mit einer Dauerausstellung sowie ein kleines Café. Gelegentlich tagt der Großenhainer Stadtrat in den Räumlichkeiten.[6][8][9]

BarockgartenBearbeiten

 
Spiegelteich im Barockgarten Zabeltitz

August Christoph von Wackerbarth legte 1728 den Barockgarten in Zabeltitz, ähnlich wie schon einige Jahre zuvor den Barockgarten Großsedlitz, nach dem Vorbild des Parks von Schloss Versailles an. Er zog für die Planung und Ausführung des Gartens in Zabeltitz Johann Christoph Knöffel heran, der auch barocke Gestaltungselemente seines Lehrmeisters Zacharias Longuelune umsetzte.

Der Mittelpunkt der Anlage ist das Palais. Von der Terrasse aus führt der Blick über das Parterre, den Spiegel- und Flaschenteich in die freie Landschaft. Rechts und links des Spiegelteiches bilden Lindenallee und Hainbuchenhecke eine Blickbegleitung bis zum Abschluss der Gartenanlage. Im Mittelteil wird durch die Anordnung der Wasserbecken, Wege und Rasenflächen sowie der Hecken und Bäume die strenge Regelmäßigkeit der barocken Gestaltung sichtbar. Die Gestaltung des Inselteiches mit Insel und Pavillon stammen aus den Jahren um 1800 und entsprechen einschließlich des Parkteils „Wildnis“ der englischen Gartenkunst.

Die Skulpturen wurden zwischen 1730 und 1800 von verschiedenen Künstlern geschaffen, wobei die bekannteste Figurengruppe „Die Riesenkinder“ in der Werkstatt von Balthasar Permoser entstanden sein soll. Auf der anderen Seite des Spiegelteiches befinden sich zwei Vasen und die Skulptur Flora. Zwischen Spiegel- und Flaschenteich stehen die Skulpturen Apollo und Diana. In jüngster Vergangenheit konzentrierte sich die Arbeit im Barockgarten auf die Rekonstruktion von verschiedenen Gartenteilen. In den Teichen wird heute Karpfenzucht betrieben.[6][8][9]

Zahlreiche Hinweisschilder im Barockgarten informieren über die Geschichte und die Erbauer der Zabeltitzer Schloss- und Parkanlagen.

St.-Georgen-KircheBearbeiten

 
St.-Georgen-Kirche Zabeltitz
 
Denkmal 1. Weltkrieg an der Kirchenmauer

1412 wird in einer Urkunde berichtet, dass Ritter Heinrich von Herstein mit seiner Gemahlin einer Kirche zu Zabeltitz einen Altar schenkt. Erst 1495 wird jedoch eine hölzerne Kirche selbst urkundlich erwähnt. 1522 erhält sie eine neue große Glocke, welche bis zum Ersten Weltkrieg auf dem Turm hängt. Der sich bis 1580 in der Kirche befindliche Georgsalter befindet sich heute in der Kirche zu Görzig. 1580 gab Nickel Pflugk den Bau der heutigen, nach dem heiligen Georg benannten, Kirche in Auftrag. 1581 wurde sie, aufgrund Nickels Tod am 4. Oktober 1580 unter seiner Frau Elisabeth, geborene von Schönberg, fertiggestellt und geweiht. 1585 entstanden die beiden Schlusssteine über dem Altar mit den beiden Wappen der Familien Pflugk und Schönberg. Der 1580 entstandene Holzaltar zeigt Motive des gekreuzigten Jesus, der Schlange, Mose, der Opferung Isaaks, der Geburt Jesu, seiner Auferstehung, der 12 Apostel, der Maria und der Dreieinigkeit. Er befand sich bis 1839 in der Kirche zu Zabeltitz. Danach kam er als Hausaltar in das Palais und steht seit 1954 in der Johanneskirche zu Hoyerswerda.

Die spätgotische Dorfkirche St. Georgen ist heute das älteste erhalten gebliebene Bauwerk in Zabeltitz, da es alle Kriege und den Großbrand von 1808 nahezu unbeschadet überstand. Durch die rege Bautätigkeit war der Besitz unter Nickel Pflugk stark verschuldet. 1588 musste sein Sohn Caspar Pflugk auf Gauernitz auf Grund der hohen Schulden das Rittergut Zabeltitz an den Kurfürsten Christian I. von Sachsen verkaufen. Die Erbauer der Kirche, Nickel und Elisabeth Pflugk, wurden zusammen mit weiteren sechs Angehörigen in der Kirche beigesetzt. Auch der für die Zabeltitzer Geschichte bedeutsame August Christoph Reichsgraf von Wackerbarth wurde 1734 in der Dorfkirche bestattet, jedoch ohne Grabmal. Die Gruft ist heute nicht mehr zugänglich. Der Kirchturm wurde 1735 von Grund auf erneuert, um rund zwei Meter erhöht und somit in die heutige Form gebracht. 1839 fand eine große Kirchenrestaurierung statt, bei der unter anderem der Epitaph Nickel Pflugks von der Nordwand abgebaut und an die Ostwand als Altar gesetzt wurde. Zum Reformationstag 1839 wurde die restaurierte Dorfkirche von Pfarrer Breyer eingeweiht. Der 1839 erbaute Altar hat einen predigtartigen Aufbau und zeigt in Sandstein die Einsetzung des Heiligen Abendmahls, die Kreuzigung Jesu, die Auferstehung Jesu und die Dreifaltigkeit Gottes. Neben dem Altar stehen die Grabplatten der Erbauer der Kirche. Die Kirche wurde mit Werken der Renaissancekunst ausgestattet. Der heutige Altar und der Taufstein sind Arbeiten aus der Werkstatt des Dresdner Bildhauers Christoph Walther II. Die aus Holz geschnitzte Kanzel zeigt den Vertreter des alten Bundes, Moses mit den Gesetzestafeln und für den neuen Bund die vier Evangelisten mit ihren dazugehörigen Symbolen. Bemerkenswert und vermutlich einmalig ist, dass die Gesetzestafeln des Moses 11 Gebote enthalten.

Die Orgel ist 1897 von der Firma Kreuzbach aus Borna eingebaut worden. In den 1990er Jahren wurde sie generalüberholt. Die Außenrenovierung der Kirche erfolgte zur 400-Jahr-Feier 1981, die Innenrenovierung in den 1990ern. Der Innenraum gibt durch seine freundliche Helligkeit und Geschlossenheit einen harmonischen Gesamteindruck und vermittelt das Gefühl der Geborgenheit.

Die große und mittlere Glocke aus dem 16. bzw. 18. Jahrhundert wurden im Ersten Weltkrieg vom Turm geholt, zerschlagen und vermutlich eingeschmolzen. Die kleine Glocke wurde 1922 verkauft, als die Kirche am 22. Januar 1922 das jetzige Geläut erhielt. Das Geläut, eine Arbeit der Bochumer Gußstahlfabrik, umfasst drei Glocken mit je einem Spruch. Sie wiegen 1165,5 kg, 682,5 kg und 442 kg.[6][10][19]

BauernmuseumBearbeiten

 
Bauernmuseum Zabeltitz

Das Bauernmuseum Zabeltitz befindet sich in einem regionaltypischen Dreiseithof im alten Dorfkern des Ortes. Der 1810 errichtete Hof wurde noch bis 1979 bewirtschaftet. Nach Sanierung und Umbau zog die Abteilung „Landwirtschaft“ des Kreismuseums Großenhain ein. Seit 2010 gehört das Bauernmuseum Zabeltitz in den Verantwortungsbereich des Museums Alte Lateinschule der Stadt Großenhain. Das Bauernmuseum hat als einziges Freilichtmuseum dieser Art einen festen Platz in der Region. Es macht das traditionelle Leben der bäuerlich geprägten Großenhainer Pflege erlebbar. Haupthaus und Auszugshaus, „Gute Stube“, Gesindekammer, Küche, Stall und Wirtschaftsbereiche sind mit zahlreichen originalen Haushaltsgegenständen und ländlichen Arbeitsgeräten der Zeit zwischen 1920 und 1980 ausgestattet. Ausgewählte Maschinen wie Windfege oder Kartoffelsortierer können unter Anleitung selbst ausprobiert werden. Im Bauerngarten wachsen verschiedene Obst- und Gemüsesorten, der kleine Tierbestand umfasst mehrere Hühner und Bienenvölker. Für Schulklassen bietet das Bauernmuseum in der Saison von April bis Oktober ein eigenes Programm. Höhepunkt des Jahres ist die Saisoneröffnung am 1. Mai mit bis zu 1000 Besuchern.

MusikBearbeiten

 
Spielmannszug Zabeltitz

Der im Jahr 1924 gegründete Spielmannszug Zabeltitz repräsentiert Zabeltitz in der Spielleutebewegung und darüber hinaus und setzt den musikalischen Rahmen verschiedener Veranstaltungen in Zabeltitz und der Region. Er vertritt Zabeltitz erfolgreich bei Landesmeisterschaften der Sportspielmannszüge Sachsens und machte Zabeltitz auch in der DDR bei Bezirks- und DDR-Meisterschaften einen Namen.[20] Die 2007 aus ihm hervorgegangene Trommlergruppe Hauptpunkt II präsentiert bei verschiedenen Veranstaltungen ihre Choreografie mit Marschtrommeln, sowie ihre „Schrottshow“.[21]

In Zabeltitz sind zwei Chöre beheimatet.

SportBearbeiten

Der 2007 aus dem SSV Zabeltitz-Treugeböhla e. V. hervorgegangene FV Zabeltitz e. V. repräsentiert Zabeltitz in der Fußball-Kreisoberliga des Landkreises Meißen. Seine zweite Mannschaft spielt aktuell in der zweiten Kreisklasse. (Stand Saison 2020/21)

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Alle Veranstaltungen verstehen sich als jährlich. Wenn nicht anders erwähnt, finden sie im Palais und Alten Schloß statt. Während der CoVid-19-Pandemie fanden Veranstaltungen in Zabeltitz mit Ausnahme des Frühlingserwachens 2020 entweder gar nicht oder nur im begrenzten Rahmen statt.

Anfang März findet das Zabeltitzer Frühlingserwachen statt. Bei ihm bieten Aussteller und Händler Kunsthandwerk, Frühjahrsfloristik, sowie Sorbische Ostereierkunst dar.[22] Am letzten Samstag vor dem 30. April startet Zabeltitz auf dem Sportplatz an der Röder mit dem Frühlingsfeuer in den Mai. Das einem Hexenfeuer ähnliche Feuer dient der Kulisse für eine volksfestliche Veranstaltung. Teile dieser sind unter anderem Regenfassumwerfen, Bierglasstoßen und Dosenschießen. Die bekannteste Tradition ist das Tauziehen, bei welchem Mannschaften wie der Spielmannszug oder die Fußballmannschaft meisterschaftsähnlich gegeneinander im Tauziehen antreten.[23] Am 1. Mai eröffnet das Bauernmuseum seine Saison. In seinem Hof werden dörfliche Handarbeiten wie Klöppeln, Spinnen, Korbflechten, Imkern oder Schmieden dargeboten. Auf einem Händlermarkt im Hof werden regionale Hausmacherwaren wie Honig, Blumen oder Korbwaren angeboten.[24] Zum Pfingstwochenende lädt Zabeltitz auf der Festwiese nördlich des Barockgartens zum Park- und Schützenfest ein.[25] Im August findet im Rahmen des Dorffestes ein Fischerstechen auf dem Inselteich statt.[26] Der Jagdverband Großenhain e. V. veranstaltet am letzten Septembersonntag das Hubertusfest. Er stellt Jagdthemen wie Bogenschießen, Waffenrecht oder kulinarische Köstlichkeiten vom Wild vor. Umrahmt wird es von Falknern und Jagdhornbläsern.[27][28] Am 31. Oktober findet die Hochzeitsmesse statt.[29] Am 3. Advent lädt Zabeltitz zu seinem Weihnachtsmarkt, genannt Zabeltitzer Palais-Weihnacht ein.

Die Veranstaltungen werden von Zabeltitzer Vereinen (Heimatverein Zabeltitz e. V., SSV Zabeltitz-Treugeböhla e. V., FV Zabeltitz e. V., Zabeltitzer Schützenverein e. V.) zusammen mit der Stadt Großenhain geplant und durchgeführt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

Der Supermarkt Nah & Gut und die Bäckerei Haase versorgen Zabeltitz mit Lebensmitteln. Im 2-Sterne-Gasthaus Pension Alte Schmiede bietet Familie Börner Touristen eine Herberge.[30] Der Zabeltitzer Betreiber der Dresdner Käseglocke René Werft keltert seine Obstweine in Zabeltitz.[31]

BildungBearbeiten

 
Grundschule Zabeltitz

Zabeltitz besitzt eine Grundschule. Sie wurde am 3. Oktober 1975 als Polytechnische Oberschule eingeweiht.[4]

VerkehrBearbeiten

IndividualverkehrBearbeiten

Die Bundesstraßen B 101 und B 98 führen an Zabeltitz vorbei, wobei Zabeltitz über die B 98 auch von der Autobahn A 13 erreichbar ist. An allen drei Fernstraßen wird mit Hilfe von touristischen Hinweistafeln auf den Barockgarten aufmerksam gemacht.[1] Ein Parkleitsystem weist den Weg zu den Parkplätzen in der Nähe des Barockgartens.

SchienenverkehrBearbeiten

 
Haltepunkt Zabeltitz (bis Ende 2014)

Seit 1875 besitzt Zabeltitz einen Bahnhof (inzwischen Haltepunkt) an der im gleichen Jahr eröffneten Bahnstrecke Berlin–Dresden. Der Haltepunkt befindet sich etwa einen Kilometer östlich der Ortsmitte. Im Jahr 2015 wurde der Bahnübergang grundlegend erneuert. Er erhielt Ampeln aus gelbem und rotem Dauerlicht über dem Andreaskreuz statt rotem Blinklicht im Andreaskreuz, wodurch er EBO-konform ist.[32] Aktuell hält an jenem Haltepunkt zweistündlich die Regionalbahnlinie RB 31 zwischen Elsterwerda-Biehla und Dresden Hbf.[33] Langfristig soll Zabeltitz mit einer neuen S-Bahn-Linie S 5 zwischen Dresden und Elsterwerda stündlich an die S-Bahn Dresden angebunden werden.[34]

Öffentlicher NahverkehrBearbeiten

Von Montag bis Freitag ist die Ortsmitte durch die Buslinien 461 zwischen Großenhain und Gröditz und 467 zwischen Großenhain und Strauch an den Haltestellen „Bauernmuseum“, „Schule“ und „Barockgarten“ erreichbar. Die Buslinie 467 bedient auch den Bahnhof.[35][36]

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Dietmar Enge, Helmut Enger: Zabeltitzer Heimat - Schriftenreihe aus 12 Heften. Hrsg.: Förderverein Heimatpflege Röderaue e.V. Zabeltitz.
  • Hans-Jürgen Hardtke, Manfred Ranft: Der Röderwald bei Zabeltitz, ein geplantes Naturschutzgebiet. In: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Nr. 1, 1995, S. 47–52.
  • Kathrin Franz: Der Schlossgarten Zabeltitz – ein herausragendes Zeugnis sächsischer Gartenkunst. In: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Nr. 1, 2014, S. 6–16.
  • Cornelius Gurlitt: Zabeltitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 37. Heft: Amtshauptmannschaft Großenhain (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1914, S. 473.

WeblinksBearbeiten

Commons: Zabeltitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Zabeltitz – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Barockgarten an der Autobahn. In: Sächsische Zeitung. 25. August 2017, abgerufen am 17. Februar 2021.
  2. Zabeltitz. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 19. Altenburg 1865, S. 481 (zeno.org).
  3. Zabeltitzer Diamanten. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. 5. Auflage. Band 2, F. A. Brockhaus, Leipzig 1911, S. 1010.
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