Zürcher Unterland

Region im Kanton Zürich

Das Zürcher Unterland ist eine Region im Nordwesten des Kantons Zürich. Sie umfasst im Wesentlichen die Bezirke Dielsdorf und Bülach. Das Rafzerfeld nördlich des Rheins wird in der Regel auch zum Unterland gezählt.

Politische GemeindenBearbeiten

Wappen Gemeindename PLZ Einwohner
(31. Dezember 2020)
Fläche in km²[1] Einwohner
pro km²
  Bachenbülach 8184 4188 4,31 972
  Bassersdorf 8303 11'924 9,03 1320
  Bülach 8180 21'998 16,09 1367
  Dietlikon 8305 7875 4,25 1853
  Eglisau 8193 5491 9,06 606
  Embrach 8424 9610 12,70 757
  Freienstein-Teufen 8427 2397 8,40 285
  Glattfelden 8192 5266 12,29 428
  Hochfelden 8182 2020 6,17 327
  Höri 8181 2951 4,79 616
  Hüntwangen 8194 1067 4,91 217
  Kloten 8302 20'429 19,27 1060
  Lufingen 8426 2562 5,18 495
  Nürensdorf 8309 5628 10,04 561
  Oberembrach 8425 1105 10,26 108
  Opfikon 8152 20'954 5,59 3748
  Rafz 8197 4628 10,68 433
  Rorbas 8427 2885 4,44 650
  Wallisellen 8304 17'218 6,42 2682
  Wasterkingen 8195 568 3,96 143
  Wil (ZH) 8196 1488 8,94 166
  Winkel 8185 4648 8,11 573
  Bachs 8164 613 9,13 67
  Boppelsen 8113 1472 3,96 372
  Buchs (ZH) 8107 6555 5,84 1122
  Dällikon 8108 4278 4,51 949
  Dänikon 8114 1846 2,87 643
  Dielsdorf 8157 5968 5,87 1017
  Hüttikon 8115 951 1,59 598
  Neerach 8173 3229 6,04 535
  Niederglatt 8172 4938 3,60 1372
  Niederhasli 8155 9449 11,30 836
  Niederweningen 8166 3089 6,84 452
  Oberglatt 8154 7386 8,25 895
  Oberweningen 8165 1897 4,94 384
  Otelfingen 8112 2943 7,15 412
  Regensberg 8158 459 2,37 194
  Regensdorf 8105 18'568 14,62 1270
  Rümlang 8153 8277 12,41 667
  Schleinikon 8165 858 5,68 151
  Schöfflisdorf 8165 1394 4,01 348
  Stadel 8174 2336 12,89 181
  Steinmaur 8162 3583 9,39 382
  Weiach 8187 1990 9,58 208

OrtschaftenBearbeiten

PLZ Name der Ortschaft Gemeinde
Baltenswil Bassersdorf
Eschenmosen Bülach
Heimgarten Bülach
Niederflachs Bülach
Nussbaumen Bülach
Oberriet Eglisau
Seglingen Eglisau
Tössriederen Eglisau
8427 Freienstein Freienstein-Teufen
8428 Teufen Freienstein-Teufen
Aarüti Glattfelden
Rheinsfelden Glattfelden
Schachen Glattfelden
8192 Zweidlen Glattfelden
Zweidlen-Station Glattfelden
Endhöri Höri
Niederhöri Höri
Oberhöri Höri
Balsberg Kloten
Bänikon Kloten
Egetswil Kloten
Gerlisberg Kloten
Augwil Lufingen
Birchwil Nürensdorf
Breite bei Nürensdorf Nürensdorf
Hakab Nürensdorf
Oberwil bei Nürensdorf Nürensdorf
8152 Glattbrugg Opfikon
8152 Glattpark Opfikon
8152 Oberhausen Opfikon
Rieden Wallisellen
Niederrüti Winkel
Oberrüti Winkel
Rüti Winkel
Seeb Winkel
Mulflen Bachs
Riedt bei Neerach Neerach
Nöschikon Niederglatt
Kastelhof Niederhasli
Mettmenhasli Niederhasli
8155 Nassenwil Niederhasli
8156 Oberhasli Niederhasli
Hofstetten Oberglatt
8106 Adlikon bei Regensdorf Regensdorf
8105 Watt Regensdorf
Katzenrüti Rümlang
Letten Rümlang
Dachsleren Schleinikon
Wasen Schleinikon
Raat Stadel
Schüpfheim Stadel
8175 Windlach Stadel
Niedersteinmaur Steinmaur
Obersteinmaur Steinmaur
8162 Sünikon Steinmaur

GeografieBearbeiten

 
Ansicht von Regensberg auf das Zürcher Unterland mit Dielsdorf und Niederhasli

Das Zürcher Unterland (schweizerdeutsch Züri-Underland) grenzt im Westen an den Bezirk Zurzach (Kanton Aargau), im Norden an den Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg, Deutschland), im Osten an die beiden schaffhausischen Gemeinden Rüdlingen und Buchberg und ans Zürcher Weinland (Bezirk Andelfingen), im Süden an die Stadt Zürich und den Bezirk Dietikon, sowie im Südosten ans Zürcher Oberland.

Die Zentren des Zürcher Unterlandes befinden sich in den Bezirkshauptorten Dielsdorf und Bülach. Auch Eglisau, Kloten und Regensdorf nehmen örtliche Zentrumsfunktionen wahr.

Mit den zwei Landstädtchen Eglisau und Regensberg, der historisch wertvollen Altstadt von Bülach, der Drei-Flüsse-Landschaft mit Rhein, Töss und Glatt sowie vielfältigen Naturlandschaften (u. a. Schweizerisches Vogelschutzzentrum im Neeracherried) ist die Region auch als Freizeit- und Tourismusregion beliebt. Der Eggwald ist das grösste zusammenhängende Waldgebiet des Kanton Zürichs.[2]

Die Hügelzüge im Zürcher Unterland sind für das Mittelland typische Schotterterrassen, die im frühen Pleistozän durch Mittelmoränenmaterial entstanden sind.[3][4] Eine Ausnahme ist der Lägern, der der östlichste Ausläufer des Faltenjuras darstellt.

WirtschaftBearbeiten

Das Zürcher Unterland wird seit den 1950er-Jahren zunehmend durch den internationalen Flughafen Zürich geprägt. Verschiedene international tätige Firmen haben sich rund um den Flughafen angesiedelt.

Die südöstlichen, der Stadt Zürich nahen Gemeinden wurden von der Agglomeration aufgesogen und bilden einen Teil der Metropole Zürich. Im Norden ist das Zürcher Unterland bis heute noch ländlich geprägt, wenn auch mit unübersehbaren Zeichen der Verstädterung.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, der Blütezeit der Printpresse in der Schweiz, sind viele Presseerzeugnisse verschwunden. Nach mehreren Fusionen übriggeblieben sind:

BildungBearbeiten

In Bülach befindet sich die nach dem Zürcher Unterland benannte Kantonsschule Zürcher Unterland (KZU), sowie fünf Primarschulen und zwei Sekundarschulen.

LiteraturBearbeiten

  • Heinrich Hedinger: Das Zürcher Unterland. Paul Haupt, Bern 1971.

WeblinksBearbeiten

Commons: Zürcher Unterland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Arealstatistik Standard – Gemeinden nach vier Hauptbereichen (15.12.2017) des Bundesamts für Statistik BFS
  2. Herzlich Willkommen im Wehntaler Eggwald. In: Wospi. Nr. 18. Wochen-Spiegel Verlags AG, Bülach 5. Mai 2010, S. 16–17 (barbara-steinemann.ch [PDF]).
  3. Höhere Deckenschotter nördlich der Lägern. In: strati.ch. Abgerufen am 18. Juli 2020.
  4. Gerhart Wagner: Eiszeitliche Mittelmoränen im Aargau. 2005, S. 20–21, doi:10.5169/SEALS-173105.