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Wuchzenhofen

Ortsteil von Leutkirch im Allgäu, Baden-Württemberg, Deutschland

Wuchzenhofen ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Leutkirch im Allgäu im Landkreis Ravensburg.

Wuchzenhofen
Ehemaliges Gemeindewappen von Wuchzenhofen
Koordinaten: 47° 48′ 39″ N, 10° 4′ 24″ O
Höhe: 695 m ü. NN
Fläche: 27,93 km²
Einwohner: 2093 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juni 1972
Postleitzahl: 88299
Vorwahl: 07561

GeographieBearbeiten

Die Teilgemeinde untergliedert sich in die Teilorte Wuchzenhofen, Adrazhofen, Balterazhofen, Niederhofen, Ottmannshofen und Wielazhofen. Des Weiteren gibt es auf der Gemarkung noch folgende Weiler und Wohnplätze: Allmishofen, Bauernhalden, Berghof, Bergschmid, Boschenmühle, Einsiedler, Furt, Geigers, Glockenreute, Grafenbrandhöfe, Grenzhof, Großenbauer, Gschwend, Haldenhof, Hammerschmiede, Hasenberg, Hinterer Spitalhof, Höll, Kesselbrunn, Kiechle, Lauben, Metzger, Luttolsberg, Neumühle, Nibelhöfe, Nonnenbühl, Ölmühle, Quellenhof, Schachen, Schadenhof, Schorniggelhäuser, Schorniggelhöfe, Spitalriedhöfe, Talhof, Tannhöfe, Vorderer Spitalhof, Waldbauer, Weiherhof und Weißweber.

GeschichteBearbeiten

1166 übergaben Ripertus von Niederhofen (Ministeriale der Grafen von Veringen) und sein Sohn Berthold ihr Rittergut (praedium) in Rimpach und ihren Teil an der Kirche in Enkenhofen dem Kloster Isny. Dies bezeugen Heinrich von Christazhofen, Berthold und Heinrich von Trauchburg und Berthold von Muthmannshofen.[1]

Im Jahre 1353 wurde Wuchzenhofen erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortschaft gehörte zur Landvogtei Schwaben, Amt Gebrazhofen, bis zum Jahre 1806. Nach einer kurzen Verweildauer im Königreich Bayern wurde Wuchzenhofen 1810 Bestandteil des Königreichs Württemberg, dort im Oberamt Leutkirch und hatte bis 1938 seine Zugehörigkeit im Oberamt Wangen.

Am 1. Juni 1972 wurde Wuchzenhofen in die Stadt Leutkirch eingegliedert.[2]

 
St.Johannes Baptist im klassischen Stil
 
Gasthaus Rose Wuchzenhofen

Öffentliche Einrichtungen und VereineBearbeiten

Die Ortsverwaltung von Wuchzenhofen befindet sich in Adrazhofen. Die Schule befindet sich, außer für die Kinder aus Niederhofen, in der 1964 errichteten Grund- und Hauptschule Wuchzenhofen-Tannhöfe. Dieser Schulkomplex wurde im Jahre 1983 erweitert und 1990 grundlegend saniert. Der Ort hat einen Schützenverein, zwei Narrenzünfte, eine Guggenmusik, einen Tennis-, einen Fußball- und einen Sportverein.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die römisch-katholische Filialkirche St. Johannes Baptista in Wuchzenhofen gehört zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

LiteraturBearbeiten

  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band 7: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wuchzenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Leutkirch im Allgäu – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Günther Bradler: Studien zur Geschichte der Ministerialität im Allgäu und in Oberschwaben. Göppingen 1973. S. 254.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 536.
  3. Schwäbische Zeitung: Wuchzenhofen hat wieder Gasthaus und Schießstand vom 15. Februar 2010, eingesehen am 8. Januar 2012