Wout Van Aert

belgischer Radsportler

Wout Van Aert (* 15. September 1994 in Herentals) ist ein belgischer Radrennfahrer, der Cyclocross- und Straßenrennen bestreitet.

Wout Van Aert Straßenradsport
Wout van Aert (2017)
Wout van Aert (2017)
Zur Person
Geburtsdatum 15. September 1994
Nation BelgienBelgien Belgien
Disziplin Cyclocross, Straße
Körpergröße 1,87 m
Renngewicht 78 kg
Zum Team
Aktuelles Team Jumbo-Visma
Funktion Fahrer
Team(s)
2013–02/2014
03/2014–2015
2016
2017–2018
2019–
Telenet-Fidea
Vastgoedservice-Golden Palace
Crelan-Vastgoedservice
Vérandas Willems-Crelan
Team Jumbo-Visma
Wichtigste Erfolge
Weltmeister Cross-Weltmeister 2016, 2017, 2018
Mailand–Sanremo 2020
Strade Bianche 2020
drei Etappen Tour de France
Silber Weltmeisterschaft – Einzelzeitfahren 2020
Silber Weltmeisterschaft – Straßenrennen 2020
Letzte Aktualisierung: 28. September 2020

WerdegangBearbeiten

Van Aert gewann 2012 die Silbermedaille in der Juniorenklasse bei den Weltmeisterschaften im Cyclocross und belegte ein Jahr später Platz drei in der Klasse U23. Im Jahr 2014 wurde er in dieser Klasse Welt- und Europameister. Im selben Jahr siegte er auch beim Duinencross Koksijde, womit er sein erstes Weltcup-Rennen in der Eliteklasse für sich entschied. Am 31. Januar 2016 wurde er Eliteweltmeister im Cyclocross im belgischen Zolder vor dem Niederländer Lars van der Haar und seinem Landsmann Kevin Pauwels. Diesen Erfolg wiederholte er in den Jahren 2017 und 2018.

In der Straßensaison 2018 konzentrierte sich Van Aert auf die klassischen Eintagesrennen.[1] Bei den Strade Bianche wurde er Dritter, bei Gent-Wevelgem Zehnter und bei der Flandern-Rundfahrt Neunter. Sein Debüt bei Paris-Roubaix, das er als 13. beendete, wurde vom Tod seines Teamkollegen Michael Goolaerts überschattet.[2]

Nachdem seine Straßenmannschaft Vérandas Willems-Crelan zur Saison 2019 mit dem Team Roompot-Nederlandse Loterij fusioniert hatte, verließ er diese trotz laufenden Vertrages, was ihm durch die Union Cycliste Internationale freigestellt wurde. Zwischen den Beteiligten blieb diese Frage vor einem belgischen Gericht Gegenstand eines Rechtsstreits,[3] bei dem Teammanager Nick Nuyens vor einem Arbeitsgericht in Mechelen Schadensersatz in Höhe von 1.150.000 Euro einklagte. Die Klage wurde November 2019 abgewiesen.[4]

Van Aert schloss sich dem UCI WorldTeam Jumbo-Visma an.[5] In seiner ersten Saison für Jumbo-Visma belegte er bei den Klassikern Mailand–San Remo den sechsten, der Flandern-Rundfahrt den 14. und bei Paris-Roubaix den 22. Rang. Er gewann beim Critérium du Dauphiné eine Einzelzeitfahr- sowie eine Massenstartetappe im Sprint und damit seine ersten Rennen der UCI WorldTour. Bei seinem Tour de France-Debüt wurde er Sprintsieger der 10. Etappe,[6] musste die Rundfahrt allerdings nach einem Sturz im Einzelzeitfahren, der 13. Etappe, aufgeben.[7]

Nach einer Attacke aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe 13 Kilometer vor dem Ziel gewann Van Aert 2020 das infolge der COVID-19-Pandemie in den Sommer verlegte WorldTour-Rennen Strade Bianche.[8] Eine Woche später gewann er mit der ebenfalls verlegten Austragung von Mailand–Sanremo erstmals eines der Monumente des Radsports im Zweiersprint vor Julian Alaphilippe.[9]

Am Ende der Saison 2020 erhielt Van Aert die belgische Nationale Trofee voor Sportverdienste 2020 verliehen.[10]

ErfolgeBearbeiten

StraßeBearbeiten

2016
2017
2018
2019
2020

CyclocrossBearbeiten

 
Wout van Aert beim Koppenbergcross 2015

2011/12

  •   Weltmeisterschaft (Junioren)

2012/13

2013/14

2014/15

2015/16

2016/2017

2017/2018

2018/2019

2019/20

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour20192020
  Giro d’Italia
  Tour de FranceDNF20
  Vuelta a España
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

EhrungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Wout Van Aert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Van Aert will sich 2018 bei den großen Klassikern probieren –. In: radsport-news.com. Abgerufen am 18. April 2018.
  2. Van Aert: Rennen stark, Ergebnis enttäuschend und beides ist egal. In: radsport-news.com. 17. April 2018, abgerufen am 18. April 2018.
  3. Nuyens: New Roompot-Charles team is 'different without Van Aert'. In: cyclingnews.com. 30. November 2018, abgerufen am 30. November 2018 (englisch).
  4. Van Aert muss keine Millionen-Entschädigung zahlen. In: radsport-news.com. 1. März 2019, abgerufen am 26. November 2019.
  5. Jumbo - Visma verpflichtet Van Aert vorzeitig zur Saison 2019. In: radsport-news.com. 18. Dezember 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018.
  6. Van Aert: “Das geht über alles Bisherige hinaus“. In: radsport-news.com. 15. Juli 2019, abgerufen am 19. Juli 2019.
  7. Schlimmer Sturz im Tour-Zeitfahren: Van Aert im Krankenhaus. In: radsport-news.com. 19. Juli 2019, abgerufen am 19. Juli 2019.
  8. Van Aert stürmt durch Hitze und Staub zum Solosieg. In: radsport-news.com. 1. August 2020, abgerufen am 2. August 2020.
  9. Van Aert holt sich die Sommer-Primavera. In: radsport-news.com. 8. August 2020, abgerufen am 4. Oktober 2020.
  10. Vor dem Tour-Sieg kommen für Van Aert viele andere Ziele. In: radsport-news.com. 12. November 2020, abgerufen am 14. November 2020.