Woorabinda

Gemeinde im australischen Bundesstaat Queensland
Woorabinda
Staat: AustralienAustralien Australien
Bundesstaat: Flag of Queensland.svg Queensland
Gegründet: 1927
Koordinaten: 24° 7′ S, 149° 27′ OKoordinaten: 24° 7′ S, 149° 27′ O
Fläche: 219,5 km²
Einwohner: 962 (2016) [1]
Bevölkerungsdichte: 4,4 Einwohner je km²
Zeitzone: AWST (UTC+8)
Postleitzahl: 4713
LGA: Woorabinda Aboriginal Shire Council
Woorabinda (Queensland)
Woorabinda (24° 7′ 0″ S, 149° 27′ 0″O)
Woorabinda

Woorabinda ist eine Aborigine-Gemeinschaft in Queensland, Australien, die 165 Kilometer westlich von Rockhampton liegt. Gegründet wurde Woorabinda als Camp für Aborigines. Heute leben dort knapp 1000 Menschen.[1]

GründungBearbeiten

Woorabinda wurde 1927 als Aborigines-Camp für ein Camp aus Taroom gegründet, das unter der Kontrolle des Chief Protector of Aborigines stand und aufgegeben wurde. Die Aborigines aus Taroom entstammten Stämmen mit 17 unterschiedlichen Sprachen.[2]

Während des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1942 wurde die Aborigines-Missionsstation von Hopevale der Evangelisch-Lutherischen Kirchen am Cape Bedford auf Cape-York-Halbinsel in Nord-Queensland geschlossen, weil vermutet wurde, dass sie mit den Japaner kollaborieren würden. Viele von ihnen starben dort durch Krankheiten, die durch die schlechten hygienischen Umstände der sanitären Anlagen und durch das ungesunde Klima mit Frost in den kalten Winternächten der in Hütten lebenden Aborigines verursacht wurden. Eine Quelle nennt 235 Tote Aborigines aus Cape Bedford in acht Jahren in Woorabinda.[3] Die Überlebenden wurden 1949 nach Cape Bedford zurückgebracht, in einen Ort, der heute Hopevale genannt wird.

HeuteBearbeiten

Die Woorabinda-Gemeinschaft ist die einzige Aborigine-Gemeinde, der als Deed of Grant in Trust (DOGIT) in der zentralen Queenslandregion anerkannt ist. DOGIT-Gemeinschaften haben einen speziellen Besitztitel auf Land, der nur für die früheren Reservate der Aborigines gilt. Dieses Besitzrecht auf Land ist in ein spezielles System von Landtrusts von Gemeinschaften, die von einem lokalen Council verwaltet werden.

Im Zensus von 2016 lebten 962 Einwohner in Woorabinda[4], von denen im Vergleich zu nicht-indigenen Gemeinschaften ein besonders großer Teil jünger als 25 Jahre sind. Woorabinda hatte statistisch betrachtet in den vergangenen Jahren die gewalttätigste indigene Gemeinde[5] in Queensland mit 45 Körperverletzungen pro 1000 Einwohner mit der Folge von erforderlichen Krankenhausaufenthalten. Sie liegt damit über dem staatlichen Durchschnitt.[6][7][8] In diesem Ort herrschen Restriktionen für Alkohol.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Australian Bureau of Statistics: Woorabinda (L) (Englisch) In: 2016 Census QuickStats. 27. Juni 2017. Abgerufen am 15. April 2020.
  2. Train a Maths Tutor Program (Memento vom 29. März 2012 im Internet Archive), abgerufen am 23. Juli 2009
  3. Black Image – History (Memento vom 28. November 2005 im Internet Archive), abgerufen am 10. Mai 2015.
  4. Australian Bureau of Statistics: Woorabinda (SSC) (Englisch) In: 2016 Census QuickStats. 27. Juni 2017. Abgerufen im 20 October 2018.
  5. Mass Arrests at Woorabinda – Shades of Soweto@1@2Vorlage:Toter Link/www.austlii.edu.au (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 20. Juli 2009
  6. Quarterly Report on Key Indicators, 2008 (Memento vom 15. Mai 2009 im Internet Archive), abgerufen am 20. Juli 2009
  7. Poor health and safety in Indigenous communities revealed (Memento vom 20. Juli 2010 im Internet Archive), National Indigenous Times, 7. Juni 2008, abgerufen am 20. Juli 2009
  8. über Auseinandersetzung auf abc.net.au@1@2Vorlage:Toter Link/www.abc.net.au (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 20. Juli 2009
  9. Woorabinda alcohol limits (Memento vom 9. Juli 2009 im Internet Archive), abgerufen am 20. Juli 2009