Woltersdorf (bei Berlin)

Gemeinde im Landkreis Oder-Spree, Land Brandenburg, Deutschland

Woltersdorf ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Zur Unterscheidung von anderen Gemeinden gleichen Namens wird oft der Zusatz „an der Schleuse“, „bei Berlin“ oder „bei Erkner“ verwendet. Sie ist die kleinste Kommune Deutschlands mit eigener Straßenbahn.

Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Woltersdorf führt kein Wappen
Woltersdorf (bei Berlin)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Woltersdorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 27′ N, 13° 45′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 9,12 km2
Einwohner: 8302 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 910 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15569
Vorwahl: 03362
Kfz-Kennzeichen: LOS, BSK, EH, FW
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 544
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rudolf-Breitscheid-Straße 23
15569 Woltersdorf
Website: www.woltersdorf-schleuse.de
Bürgermeisterin: Margitta Decker (Unser Woltersdorf)
Lage der Gemeinde Woltersdorf im Landkreis Oder-Spree
Bad SaarowBeeskowBerkenbrückBriesenBrieskow-FinkenheerdDiensdorf-RadlowEisenhüttenstadtErknerFriedlandFürstenwalde/SpreeGosen-Neu ZittauGroß LindowGrünheideGrunow-DammendorfJacobsdorfLangewahlLawitzBriesen (Mark)MixdorfMüllroseNeißemündeNeuzelleRagow-MerzRauenReichenwaldeRietz-NeuendorfSchlaubetalSchöneicheSiehdichumSpreenhagenSteinhöfelStorkowTaucheVogelsangWendisch RietzWiesenauWoltersdorfZiltendorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Südosten von Berlin an den drei Seen Flakensee, Kalksee und Bauersee. Im Osten und Südwesten grenzt sie an große Waldgebiete des Rüdersdorfer und Köpenicker Forst. Im Norden und Süden schließt die Bebauung der Nachbargemeinden fast nahtlos an.

NachbargemeindenBearbeiten

Woltersdorf grenzt (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend) an Rüdersdorf, Grünheide (Mark), Erkner, Berlin (Ortsteil Rahnsdorf) und Schöneiche.

Geologie und HydrologieBearbeiten

 
Bauersee, Blick nach Süden

Woltersdorf hat seine naturräumliche Gliederung nach der letzten Eiszeit erhalten. Es liegt an der Grenze der Hochebene des Barnim zum Warschau-Berliner Urstromtal. Im Westen der Gemeinde verläuft diese Grenze annähernd an der südlichen Bebauungsgrenze des Ortsteils Schönblick. Im Osten liegen alle bewohnten Gemeindegebiete auf der Barnim-Seite, nur der Springe- und Schleusenberg liegen bereits im Urstromtal. Im Osten an den Seen ist die Gemeinde auch Teil einer glazialen Rinne, über die das Schmelzwasser der Gletscher auf der Barnim-Hochfläche südlich in das Berliner Urstromtal abfloss. Diese Rinne teilt die Gemeinde von Nord nach Süd ungefähr entlang des Berghofer Wegs, der Rüdersdorfer und Ethel-und-Julius-Rosenberg-Straße. Westlich davon bilden eine Endmoräne, östlich davon Sander der glazialen Rinne die Oberfläche. In der Spätphase der Weichsel-Eiszeit kam es durch Westwinde zur Bildung von Dünen, von denen die Fuchsberge die größten in Woltersdorf sind. Neben dem Kalksee im Osten, dem Bauersee nordöstlich vom alten Dorf und dem Flakensee im Südosten, liegen im Gemeindegebiet noch kleinere Tümpel wie Ahés Pfuhl im Nordwesten des Dorfes und der Paddenpfuhl im Westen von Schönblick. Fließgewässer gibt es lediglich in Form eines Grabens vom Bauer- zum Flakensee und des Kuhgrabens, der allerdings nur noch in seinem südlichen Verlauf von der Rüdersdorfer Straße bis zum Bauersee besteht.[2]

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Woltersdorf gehören die Ortsteile Schönblick im Westen, Springeberg im Süden und Stolp im Nordosten.[3] Hinzu kommen die Ortslagen Werder, Schleusenberg, Kietz, Seebad, Krähenwinkel, Postsiedlung, Knack, Fuchsberge, sowie die Neubaugebiete Demos-Siedlung und Lerchenfeld.

GeschichteBearbeiten

Es gibt archäologische Spuren von ersten Siedlungen an der Grenze zu Kleinschönebeck, auf dem Sprintberg zwischen Eichberg und Springeberg und auf dem Rötheberg zwischen Bauer- und Kalksee. Vor der Zeit der Völkerwanderung lebte hier vermutlich der elbgermanische Stamm der Semnonen, später der slawische Stamm der Sprewanen.[4]

FrühzeitBearbeiten

Nach dem Teltowkrieg, in welchem sich die beiden Brandenburger Markgrafen Otto III. und Johann I. im Raum Köpenick und Mittenwalde gegen die sächsischen Wettiner durchsetzen konnten, erhielten um 1240 einige Lokatoren die Aufgabe im Barnim neue Dörfer zu gründen. An dessen Südrand, auf der Anhöhe zwischen Bauer- und Flakensee wurde ein solches Angerdorf gegründet. Es bildet heute noch das Ortszentrum mit einer Kirche, Krug, Schule und einem Rathaus. Diese Gebäude kamen jedoch erst nach und nach hinzu. Die neuen Siedler benannten es vermutlich nach ihrem Heimatort, welcher bei Zahna in der Nähe von Wittenberg liegt. 1319 wurde Woltersdorf erstmals urkundlich als Waltersdorf Slawica (Wendisch-Woltersdorf) erwähnt. Der Namenszusatz slawica wurde vermutlich eher zur besseren Unterscheidung verwendet, als auf slawische Einwohner hinzuweisen, für die es keine Belege gibt. Auch der Woltersdorfer Kietz (heute Kalkseestraße genannt) ist nicht eindeutig auf slawischen Ursprung zurückzuführen. Im Jahr 1375 wurde Woltersdorf im Landbuch Karls IV. erwähnt und musste mit Rahnsdorf Abgaben an die markgräfliche Burg von Cöpenick leisten. Außerdem gehörte Woltersdorf zur Kirche in Cöpenick. Das Dorf war zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Markgrafen und im Besitz der Britzkes. Diese verkauften ihren Anteil nach 1451 an die Wagenschütz zu Pinnow. Dieser adlige Besitz wurde als Gut bezeichnet.

Berliner BesitztumBearbeiten

 
Woltersdorfer Schleuse im heutigen Zustand

Zu Ostern 1487 erwarb die Stadt Berlin das Dorf und Gut Woltersdorf von Heinrich Wagenschütz für 150 Schock märkische Groschen. Die Stadt kaufte es in der Hoffnung, dass der Rüdersdorfer Kalkstein auch noch in Woltersdorf zu finden sei. Die Äcker des Guts waren hauptsächlich im Knack, welcher im Norden der Gemeinde gelegen war, samt Wiesen östlich davon bis zum Stolpkanal und dem Weinberg nördlich des Dorfes. Das Gutshaus selbst lag südlich vom Dorf, in der heutigen Ethel-und-Julius-Rosenberg-Straße 27-28. Das dortige Gutsgelände bestand aus Gutshaus, Park, Stallungen und einer Ziegelei. Zu den Bediensteten und Bewohnern des Guts gehörten ein Meier, ein Schäfer, ein Weinmeister, Spohnmeister und ein Heidereiter. Anfänglich setzte Berlin einen Vogt ein, der das Gut für sie verwalten sollte, später verpachtete es das Gut ganz oder teilweise an ansässige Bauern oder andere Leute. Beim Kauf des Gutes werden als Besitzer im Dorf folgende Personen genannt: Die vier Bauern Kasper Mattis, Peter, Klaus und Dames Rike, sowie die drei Kossäten Lentze Richenow, Martin Jakob und Borchard Byll.[5] Die Äcker der Bauern und Kossäten waren hauptsächlich das Große Feld, welches entlang der heutigen Berliner Straße bis zum Eichendamm lag und das kleine Feld, im Bereich von Ahés Pfuhl und Schule. Dazu kamen Wiesen am Bauersee und Kalksee für die Heugewinnung.

1550 wurde eine Schleuse am südlichen Ende des Kalksees errichtet, um den Transport des Rüdersdorfer Kalksteins nach Berlin zu verbessern. Die dortigen Schleusenmeister siedelten im späteren Kietz. Seit 1553 gehörte Woltersdorf zur Pfarre Rüdersdorf und zwei Jahre später wurde die Kirche St. Michael im Dorf errichtet. 1575 und 1598 starben zahlreiche Bewohner an der Pest. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf im November 1633 von den Truppen Wallensteins so stark verwüstet, dass alle Bauernstellen verwaisten.[6]

Neugründung und AusdehnungBearbeiten

 
Ahés Pfuhl, zwischen hier und der späteren Schule lag das kleine Feld

1642 zogen die Bauern Andreas Petrich und Peter Weber in das Dorf ihrer Väter, richteten die Hofstellen im Alten Krug und heutigen Rathaus wieder her und begannen damit, die Felder zu bestellen. Damit war Woltersdorf „neugegründet“ worden. In den nächsten Jahrzehnten kamen noch weitere Bauern und Kossäten hinzu, bis alle Höfe wieder besetzt waren. Auch das Gut bestand noch. Die Stadt Berlin stritt mit den Gutspächtern über ausbleibende Pachtzahlungen und die Gutspächter stritten mit den Woltersdorfer Bauern über Feld- und Waldnutzung.

Um 1700 wurde die alte baufällige Schleuse am Südende des Kalksees durch eine neue zwischen Mühlenteich und Flakensee ersetzt. Dies war notwendig geworden, da die alte Schleuse weiter nördlich baufällig geworden war und die neuen Mengen an Kalktransporten nach Berlin nicht mehr meistern konnte.

1707 baute Johann Jänicke eine Mühle neben der Schleuse und nutzte den südöstlichen Zipfel des Werders als Garten. Im Jahre 1713 kam es zu einer nicht einträglichen Maulbeerpflanzung. Im Jahre 1721 siedelt sich der Heideläufer Christian Kayser im Kietz am Kalksee an, da im alten Dorf kein Platz mehr sei. Die Bewohner im Kietz lebten nie hauptsächlich von der Landwirtschaft, dies war den Hofbesitzern im Dorf vorbehalten. Die zahlreichen Seen in der noch kaum besiedelten Umgebung und die Schleuse mit ihrem Durchgangsverkehr machten aus ihnen Fischer, Schiffer oder Handwerker. Ebenfalls im Jahre 1721 wurde auch ein Küsterhaus mit Schulstube im Dorf gebaut. 1793 gab die Stadt Berlin die Gutsäcker im Knack an die 13 Woltersdorfer Hofbesitzer in Erbpacht. Dies waren die vier Bauern Johann Gottlob Krüger, Christian Reusch, Michael Petrick, Michael Jaenschs Witwe und die neun Kossäten Gottfried Meersbach, Friedrich Petrick, Gottfried Nitze, Christian Stärke, Friedrich Reinicke, Martin Steuer, Michael Kloß, Christian Schröder und Gottlieb Brederecke.[7] Damit war das gesamte Ackerland der Gemeinde in Besitz der Woltersdorfer Landwirte und zum Gut gehörte nur noch das Waldgebiet der Gutsheide. Während des Russlandfeldzugs und der Befreiungskriege wurden mehrfach Soldaten einquartiert und Seuchen brachen aus. 1843 wurde im Kietz eine Schiffsbauerei gegründet. 1848 wird das erste Haus am Stolp gebaut. Dies war die letzte Gründung, die rein wirtschaftlich mit dem Kalkabbau in Rüdersdorf zusammenhängt, denn die ersten Stolper verdienten sich ihr Geld mit dem Fähre über den Kanal und der Bewirtung der Schiffer.[8] In der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1851 kam es zu einem Brand im alten Dorf. Die Kirche und die Schule, vier Bauern-, fünf Kossäten- und sieben andere Häuser wurden zerstört.

AusflugszielBearbeiten

 
Der alte Aussichtsturm auf dem Kranichsberg

In den auf den Dorfbrand folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Woltersdorfer Schleuse zu einem beliebten Ausflugsziel für mehr oder weniger wohlhabende Berliner. Außerdem wurden zahlreiche bis heute bestehende Institutionen gegründet und die Gemeinde wurde administrativ eigenständiger. Am 29. Mai 1859 verkaufte Berlin das Gut Woltersdorf an den Kaufmann Israel Wolff und dieser verpachtete es an Albert Wundahl. Dieser parzellierte das dreieckige Gutsgelände an der Straße nach Erkner. Von 1860 bis 1864 ließ er die Gutsforst vollständig abholzen. Seit 1871 wechselten die Besitzer des Gutes häufig. 1873 kaufte der Staat 124 Hektar der südlichen Gutsforst und fügte sie der Köpenicker Forst hinzu. Dieser Teil wurde wieder aufgeforstet und steht seit 1915 unter Schutz des Dauerwaldvertrags von Berlin.

1872 wurde bis Bahnhof Erkner der Vororttarif eingeführt und 1877 eine Brücke über den Stolpkanal und eine Chaussee von Kalkberge bis Erkner durch den Ort gebaut. Dadurch war Woltersdorf noch besser an den Bahnhof Erkner angeschlossen, was zu einem weiteren Wachsen des Ausflugsverkehrs an der Schleuse führte. Ab 1878 wurde das erste Haus an der Schleusenstraße, 1883 das erste Haus an der Werderstraße gebaut. Viele Bewohner an der Schleuse verdienten sich ihr Geld nun mit den Ausflüglern und zahlreiche Berliner errichteten sich auf dem Werder Ferien- oder Wohnhäuser. 1882 erhielt Woltersdorf eine eigene Postagentur, eine neue Schule und Schleuse und eine Pferdeomnibuslinie nach Erkner.

Am 7. März 1884 wurden die Woltersdorfer Schleuse und die Siedlung am Schleusenberg nach Woltersdorf eingemeindet. Zuvor gehörten sie mit Neu-Buchhorst zum Heidedistrikt I der Rüdersdorfer Heide. An der Schleuse siedelten seit ihrer Erbauung um 1700 der Schleusen- und ab 1706 der Mühlmeister, sowie einige Büdner. 1750 wurde eine Schenke in der Mühle eingerichtet und 1774 erhielt der Schleusenmeister Christian Gottfried Erbkam ein Stück Land am Schleusenberg zwischen Buchhorster und Fangschleusenstraße zugewiesen, dass als Acker und Bauland für Kolonisten genutzt werden sollte. Seit 1852 wurde auf dem Erbkam-Pachtland fast jedes Jahr ein neues Haus gebaut.[9]  

Ebenfalls 1884, nur sechs Monate später gründeten zwölf Berliner den Woltersdorfer Verschönerungsverein, um Infrastruktur und Erscheinungsbild des Ortes zu verbessern und ihn damit attraktiver für Ausflügler zu machen. Die (Ehren)mitglieder Otto Tade und Richard Zoozmann, werden noch heute im Ort geehrt. In den kommenden dreißig Jahren erlebte Woltersdorf eine goldene Zeit des Ausflugsverkehrs. Hier einige Daten aus diesen Jahren:

1885 wird das Gut Woltersdorf mit der Gemeinde vereinigt.

1886 errichtet der Verschönerungsverein den Aussichtsturm auf dem Kranichsberg und gibt der Liebesquelle am Mühlenteich eine Felseinfassung.

„Woltersdorf hat eine komplizierte Lage. Dorf, Schleuse und Kietz sind weit voneinander getrennt, und bilden sozusagen drei Ortschaften.“ Theodor Fontane, am 10. Juli 1887

1888 baut der Verschönerungsverein die Teufelsbrücke am Kranichsberg.

1889 erhält der Platz An der Schleuse eine Pflasterung.

1892 wird die Werderstraße angelegt und vom Verschönerungsverein mit Bäumen bepflanzt.

1894 wählt die Gemeinde Max Staab zum Gemeindevorsteher und die Freiwillige Feuerwehr Woltersdorf wird gegründet.[10]

1895 gründet sich der „Grundbesitzerverein Woltersdorf-Schleuse“ und der Kietz wird in Kalkseestraße umbenannt.

1896 lässt Hans Knoch das „Kurhaus Woltersdorfer Schleuse“ erbauen.

1899 werden die Schleusen- und Gartenstraße angelegt.

1900 baut Gustav Tolzmann in der ehemaligen Mühle eine Turbine zur Stromversorgung ein.[11]

Das bisherige Wachstum der Gemeinde hatte sich vor allem auf das Dorf und die Schleusengegend konzentriert. Im Jahr 1902 kaufte der Lebensreformer Bruno Wilhelmi den Woltersdorfer Bauern fast alle Äcker auf dem großen Feld ab und legte dort eine Landhaussiedlung für Berliner an. 1904 stand an der Köpenicker, Ecke Fasanenstraße das erste Haus. Auch setzten sich die Schönblicker für ein Wasserwerk im Ort ein und so gab es ab 1909 in allen Ortsteilen fließendes Wasser.[5]

Ebenfalls 1909 wurde der Springeberg eingemeindet. 1762 wurde mit Johann Gottlieb Hiltebrand erstmals ein Bewohner auf dem Springeberg erwähnt. Der Springeberg gehörte davor nicht zu einer Gemeinde, sondern ähnlich wie der Schleusenberg zum Heidedistrikt. Am 17. August 1906 erklärten die Eigentümer am Springeberg Julius Schuch, Karl Kyritz, Hermann Schwand und Fritz Fatghe allerdings: „Nun aber sind wir mit der Umgemeindung einverstanden unter der Voraussetzung, daß wir eine einmalige Abfindung in bar oder in Land erhalten.“[5]

Im Jahre 1912 erhielt Woltersdorf ein eigenes Standesamt.

Eine gute Verkehrsverbindung nach Berlin war für viele Woltersdorfer, die in Berlin Arbeit hatten, dringend notwendig geworden. So wurde bereits 1908 für Schönblick ein Fußweg von der Köpenicker Straße zum Bahnhof Wilhelmshagen angelegt und es kam die Überlegung auf, auch eine Straßenbahn anzulegen. Die ursprüngliche Streckenführung war von der Schleuse über das alte Dorf zum Bahnhof Erkner gedacht. Der Mitbegründer von Schönblick Heinrich Polte und Gemeindevorsteher Max Staab setzten sich für eine Streckenführung zum Bahnhof Rahnsdorf ein, um auch den neuen Ortsteil mit anzubinden, und der Rentier Gustav Janke sorgte für eine sichere Finanzierung. Am 17. Mai 1913 nahm die Woltersdorfer Straßenbahn ihren Betrieb auf.

In und zwischen den WeltkriegenBearbeiten

Im Ersten Weltkrieg starben 83 Woltersdorfer an der Front oder im Lazarett. Ihre Namen sind auf dem Gefallenen-Denkmal in der Schleusenstraße verewigt. Mit dem Ersten Weltkrieg und der anschließenden Rezession kam es zu einer Abnahme des Berliner Ausflugsverkehrs nach Woltersdorf an der Schleuse. Dafür zogen immer mehr Berliner raus nach Woltersdorf. Auch das Vereinsleben wurde wieder aktiver, 1919 wurde der Sportverein gegründet.

In den 1920er Jahren schuf Joe May an den Ufern des Kalksees, zwischen Kietz und Stolp, einen Drehort für seine Stummfilme. Dort wurden so berühmte Filme wie „Die Herrin der Welt“ oder „Das indische Grabmal“ gedreht. Später verlagerte sich die Filmproduktion nach Babelsberg, das zum neuen Hauptdrehort um Berlin wurde. Heute sind noch Überbleibsel der Dreharbeiten in der Nähe des Kalksees zu finden und eine Ausstellung im Aussichtsturm erinnert an die Zeit, „Als Woltersdorf noch Hollywood war“. 1921 besuchte Reichspräsident Friedrich Ebert die Gemeinde, um die Filmstadt zu besichtigen. 1922 wurde das letzte große Waldgebiet der Gemeinde, die Fuchsberge, abgeholzt. 1925 wurde das heutige Rathaus hergestellt, und ab 1926 wurde das Gebiet westlich des Eichendamms und die brachen Fuchsberge parzelliert und besiedelt. 1929 wurde ein Generalbebauungsplan auch für die nördlichen Gemeindegebiete erstellt. Das Knack-Feld wurde nur teilweise in seinem Süden parzelliert, ebenso wie die Wiesen östlich des Berghofer Wegs. Am Kalksee entstand eine Seebadsiedlung auf dem ehemaligen Gelände der Filmstadt von Joe May. 1931 wird das neue Schulgebäude in der Vogelsdorfer Straße nach Plänen von Albert Pietsch bezogen. 1932 wurden die Straßen im Westen um den Paddenpfuhl nach deutschen Dichtern und in den Fuchsbergen nach Schweizer Orten benannt.

1930 hatte sich eine Ortsgruppe der NSDAP in Woltersdorf gegründet, die sich 1939 in Woltersdorf-Schleuse und Woltersdorf-Schönblick teilte. Zwischen Mitgliedern der NSDAP und der in Woltersdorf vertretenen Arbeiterbewegung kam es immer wieder zu Zusammenstößen. Bereits im Februar 1933 kam es zu Verhaftungen, Misshandlungen und Folter von örtlichen Kommunisten, unter anderem in deren Parteischule in Fichtenau. Auch die Verwaltung wurde in den NS-Staat eingegliedert und die Vereine gleichgeschaltet oder zerschlagen. Der demokratische Schulleiter Pietsch wurde entlassen, der Verschönerungsverein zur Vereinigung mit dem Verkehrsverein gedrängt. Die jüdischen Einwohner wurden drangsaliert und zum Verkauf ihrer Grundstücke unter Wert getrieben. 1939 kam es zu umfangreichen Straßenumbenennungen. Die Straßen in den Fuchsbergen und am Tellplatz, wurden nach Märtyrern des Nationalsozialismus umbenannt. Im Knack erhielten die Straßen die Namen von Gebieten, welche Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg abtreten musste, im Krähenwinkel wurden die Straßen nach Jagdfliegern benannt und die Seebad-Siedlung wurde zum Komponistenviertel. Im Zweiten Weltkrieg wurden Soldaten im Knoch-Kurhaus untergebracht. Der ehemalige Gemeindevertreter Siegmund Gumpert wurde im Juni 1942 mit 84 Jahren nach Theresienstadt deportiert und verstarb im selben Monat dort. 1943 wurde im Knack eine Notunterkunft für ausgebombte Angestellte der Post errichtet, die Postsiedlung, welche bis heute existiert. Überall im Ort wurden Ausgebombte und Ostflüchtlinge einquartiert, wodurch die Bevölkerung auf zeitweise fast 10.000 Menschen stieg. Als die Rote Armee 1945 auf Berlin anrückte, kam es in den letzten Kriegstagen an der Woltersdorfer Kirche zu großen Schäden durch Artilleriebeschuss und der Aussichtsturm wurde vom Volkssturm gesprengt. Am 20. April flüchtet der Ortsgruppenleiter der NSDAP Franz Körper mit anderen aus dem Ort. Am 21. April 1945 befreite die Rote Armee Woltersdorf. Wenige Tage nach Kriegsende wurde der Betreiber der „Woltersdorfer Lichtspiele“, der pazifistische Ferdinand Althoff von Soldaten der Roten Armee erschossen.[12]

Deutsche Teilung und WiedervereinigungBearbeiten

Direkt nach Kriegsende wurden die Straßen, welche nach Nazihelden und Gebietsverlusten benannt waren, weitestgehend umbenannt. Ab den 1960er Jahren kam es in Woltersdorf zu einem Sinken der Einwohnerzahl. Da es im Ort keine starken Kriegsschäden, Freiflächen oder größere Industriebetriebe gab, wurden keine Plattenbausiedlungen, wie im Industriestandort Erkner oder der Bergbaukommune Rüdersdorf gebaut. In Woltersdorf waren dennoch einige größere Produktionsbetriebe ansässig. Die zwei größten waren die WEA (Werkstatt für Elektromotorenreparatur und Ankerwickelei) in Schönblick und die EMW (Elektromechanische Werkstätten) auf dem Werder gegenüber vom Krankenhaus. Hinzu kamen noch das Werk Woltersdorf der VEB Schiffsreparaturwerft Berlin und der VEB Backwaren an der Schleuse. In der Schlangenfarm von Horst Gettel wurden die Toxine für die gesamte pharmazeutische Produktion der DDR erzeugt. Zahlreiche Betriebe aus der gesamten DDR, insbesondere aus Sachsen, hatten ihre Ferienheime in Woltersdorf, weshalb sich in den Sommermonaten neben den 5.000 Einwohnern, fast ebenso viele Urlauber im Ort aufhielten. Diese Ferien- und Bungalowsiedlungen lagen an und in den Woltersdorfer Seen und Wäldern. So war im Hotel Kranichsberg die Leipziger Baumwollspinnerei ansässig. In Jahren 1961/62 wurde auch der Aussichtsturm auf dem Kranichsberg durch den Einsatz von Gisela Schuldt wieder errichtet. Ab 1976 wurde er vom Ministerium für Staatssicherheit besetzt und war für Besucher gesperrt. Von 1973 bis 1989 befand sich in der Hochstraße am Stolp die Sonderschule „Hans Marchwitza“ des ZK der SED für Kulturfunktionäre.

 
Ortskern mit Rathaus (2012)

In der friedlichen Revolution betätigten sich besonders das Neue Forum, das Bürgerkomitee und die Kirchengemeinde von Woltersdorf. Sie setzten sich für eine Demokratisierung und Verbesserung der Gemeindeverwaltung ein, verhinderten eine Eskalation gegen die bestehende Führung und konnten Unterlagen, die die Aktivitäten der SED und Stasi im Ort belegten, vor der Vernichtung retten. In der Nachwendezeit kam es durch Rückübertragungsansprüche und die Schließung oder Verkleinerung der örtlichen Betriebe zu Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit. Woltersdorf drohte außerdem wegen seiner geringen Bevölkerungszahl eingemeindet zu werden. Durch Nachverdichtung und die Errichtung zwei neuer Wohngebiete konnte eine Eingemeindung abgewendet werden. 1994 wurde die Demos-Siedlung in Schönblick eingeweiht und seit 1998 das Entwicklungsgebiet Lerchenfeld auf den nördlichen Knackfeldern erschlossen. Das historische Dorf wurde als Ortszentrum hergestellt und die Schleusengegend blieb als touristisches Zentrum erhalten und 1998 wurde die Schleuse vollständig saniert. 2006 wurde die Sport- und Freizeitanlage zwischen Fuchsbergen und Tellplatz eröffnet und am 23. August 2014 um eine Mehrzweckhalle erweitert.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1624 0.200
1805 0.263
1851 0.511
1860 0.634
1890 1.323
1900 1.699
1910 2.517
1920 2.970
1925 3.266
1930 4.416
Jahr Einwohner
1933 5.146
1939 6.071
1944 6.614
1946 5.765
1950 6.202
1964 6.156
1971 6.109
1981 5.520
1985 5.318
1989 5.075
Jahr Einwohner
1990 4.902
1991 4.831
1992 4.824
1993 4.854
1994 4.865
1995 5.007
1996 5.216
1997 5.655
1998 6.247
1999 6.645
Jahr Einwohner
2000 6.799
2001 7.003
2002 7.198
2003 7.390
2004 7.570
2005 7.564
2006 7.642
2007 7.781
2008 7.831
2009 7.791
Jahr Einwohner
2010 7.802
2011 7.744
2012 7.812
2013 7.885
2014 8.053
2015 8.092
2016 8.163
2017 8.193
2018 8.259
2019 8.302

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl:[13][14][15][16] Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

ReligionBearbeiten

In Woltersdorf sind eine evangelische (mit starker landeskirchlicher Gemeinschaft) und eine katholische Gemeinde sowie die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten vertreten.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Kommunalwahl 2019
 %
20
10
0
16,7 %
15,9 %
14,6 %
14,5 %
13,8 %
13,6 %
6,5 %
4,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-3,5 %p
-13,0 %p
+6,5 %p
+8,0 %p
-0,2 %p
+2,3 %p
+6,5 %p
-2,3 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Woltersdorfer Bürgerforum
b Unser Woltersdorf
g Freie Bürger Woltersdorf

Die Gemeindevertretung aus 18 gewählten Gemeindevertretern und der hauptamtlichen Bürgermeisterin. Sie teilen sich folgendermaßen auf Parteien und Wählergruppen auf:

Partei / Wählergruppe Sitze 1990 Sitze 1993 Sitze 1998 Sitze 2003 Sitze 2008 Sitze 2014[17] Sitze 2019[18]
Woltersdorfer Bürgerforum[19] 9 3 4 5 3 4 3
Unser Woltersdorf[20] 5 3
SPD 6 4 6 3 3 1 3
Bündnis 90/Die Grünen 1 1 1 1 3
Die Linke 4 4 4 4 4 3 2
CDU 5 3 3 4 4 2 2
Freie Bürger Woltersdorff[21] 1
FDP 3 2 1 1 1 1 1
Einzelbewerber 1 1 1
Insgesamt 290 160 180 180 180 180 180

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister von Woltersdorf war von 1990 bis Mai 2010 Wolfgang Höhne (WBF). Am 28. März 2010 wurde Rainer Vogel (Grüne) zum neuen Bürgermeister gewählt. Er trat im Mai 2015 in den Ruhestand.[22] Als seine Nachfolgerin wurde Margitta Decker (UW) in der Bürgermeisterstichwahl am 4. Oktober 2015 mit 65,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[23]

BürgerbewegungenBearbeiten

Bereits zu Zeiten der Weimarer Republik gab es neben den politischen Parteien SPD und KPD auch einen Gewerbebund und eine bürgerliche Liste. Diese alle wurden während der Nazidiktatur schrittweise zerschlagen, aufgelöst oder gleichgeschaltet. Im Zuge der Wende 1989 gründete sich neben den Parteien auch das Woltersdorfer Bürgerforum (WBF). Für die Kommunalwahlen 2014 gründete sich die Bürgerbewegung Unser Woltersdorf (UW). Vor der Wahl 2019 spalteten sich die Freien Bürger Woltersdorfs (FBW) von UW ab.

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

 
Sowjetisches Ehrenmal Woltersdorf

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Der neue Aussichtsturm auf dem Kranichsberg
 
„Fidus-Denkmal“, Ehrenmal für die Woltersdorfer Gefallenen im Ersten Weltkrieg
  • St.-Michaels-Kirche, wurde von 1855 bis 1857 im neugotischen Stil erbaut (zwei Vorgängerbauten von 1555 bzw. 1658), 1945 gegen Ende des Zweiten Weltkrieges durch Beschuss zerstört, nach Wiederaufbau am 8. Mai 1949 wieder eingeweiht.
  • Woltersdorfer Schleuse, errichtet 1550, zuletzt 1998 aufwändig saniert. Die Kammer der heutigen Schleuse ist 65,36 Meter lang und 8,60 Meter breit, der Höhenunterschied zwischen der Rüdersdorfer Seite (Kalksee) und der Erkneraner Seite (Flakensee) beträgt 2,10 Meter. Die Schleusungszeit dafür beträgt etwa 15 Minuten. Für Ruder- und Paddelboote steht eine Bootsschleppe zur Verfügung.
  • Strandpromenaden am Flakensee und am Kalksee
  • Liebesquelle
  • 25 Meter hoher Aussichtsturm von 1962 auf dem Kranichsberg (102 Meter über NHN) (mit Ausstellung Als Woltersdorf noch Hollywood war), der Vorgängerbau von 1886 wurde 1945 zerstört.
  • Ehemaliges Sanatorium, 1896 von Hans Knoch als Kurhaus auf dem Sandberg der Woltersdorfer Halbinsel gekauft. Ein weiteres Gebäude baute er 1899 an. Durch den stattlichen Mittelbau wurden beide Häuser 1910 miteinander verbunden. Gleichzeitig entstanden am Hang die sogenannten Lufthütten zur Luftbehandlung. Das nach und nach erworbene Land ließ Knoch parkähnlich gestalten. Den Erholungssuchenden und Patienten wurden besonders Luft- und Badekuren angeboten. Heute wird das Gebäude vom Evangelischen Krankenhaus „Gottesfriede“ als Fachkrankenhaus und Tagesklinik für Geriatrie und vom EC-Begegnungs- und Bildungszentrum „Haus Gottesfriede“ genutzt.
  • Ehrenmal aus dem Jahr 1952 von Kurt Holzfäller an der Berliner Straße/Ecke Baumschulenstraße zur Erinnerung an die Verfolgten des Naziregimes. Der Vater des Schöpfers, Karl Holzfäller, gehörte zu den kommunistischen Widerstandskämpfern und wurde 1945 in Brandenburg-Görden ermordet
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof am Thälmannplatz für 36 sowjetische Kriegsgefangene und 13 Zivilpersonen, vermutlich Zwangsarbeiter, darunter einige Polen
  • Dauerausstellung in der alten Schule (Themenbereiche: Fidus – Ein Künstler in Woltersdorf; Altes Handwerk und Gewerbe; Unsere Schule in Woltersdorf; Entwicklung des Radios)

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Woltersdorf (bei Berlin) mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmalen.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Weihnachtsbaum-Verbrennen auf dem Sportplatz
  • Karneval mit dem Woltersdorfer Carneval Verein
  • Familienfest am 1. Mai des Ortsverbandes der Partei DIE LINKE auf der Maiwiese
  • Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf jährlich im Mai
  • Woltersdorfer Sommerfest
  • Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf
  • Novemberpokal des MC Woltersdorf, jährlich stattfindend (2018 Lauf der Enduro-Weltmeisterschaft)
  • Kirchturmfest am 1. Advent
  • Turmblasen am 2. Weihnachtsfeiertag am Aussichtsturm

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

Woltersdorf liegt an der Landesstraße L 30 zwischen Rüdersdorf und Erkner. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Rüdersdorf an der A 10 (östlicher Berliner Ring).

EisenbahnBearbeiten

Woltersdorf hat keinen eigenen Bahnhof. Der Ort ist durch Buslinien mit den umliegenden Orten und dem Bahnhof Erkner an der Bahnstrecke Berlin–Frankfurt (Oder) verbunden.

StraßenbahnBearbeiten

 
Woltersdorfer Straßenbahn

Seit 1913 verbindet die normalspurige Straßenbahnlinie 87 Rahnsdorf–Woltersdorf den Berliner S-Bahnhof Rahnsdorf mit der Schleuse am östlichen Ortsende von Woltersdorf. Der Betreiber ist die Woltersdorfer Straßenbahn GmbH. Woltersdorf ist die kleinste deutsche Gemeinde mit einer eigenen Straßenbahn. Miteigentümer der Straßenbahn ist zu 50 Prozent der Landkreis Oder-Spree.

FlugverkehrBearbeiten

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel.

SportBearbeiten

  • Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf
  • Sportverein 1919 Woltersdorf
  • Karnevalistischer Tanzsport – Woltersdorfer Carneval Verein
  • Segelclub Flakensee
  • Motorsportclub MC Woltersdorf

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Mit Woltersdorf verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

 
Fidus’ Grab auf dem Woltersdorfer Friedhof

LiteraturBearbeiten

  • Max Haselberger: Woltersdorf. Die 700 jährige Geschichte eines märkischen Dorfes. Nach Urkunden und amtlichen Quellen bearbeitet von Max Haselberger. Haselberger, Woltersdorf 1931.
  • Ute Wermer: Das Fidus-Haus in Schönblick (= Frankfurter Buntbücher, Band 5). Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte, Frankfurt an der Oder 1992.
  • Gerald Ramm: Als Woltersdorf noch Hollywood war. Verlag Gerald Ramm, Woltersdorf 1992, ISBN 3-86155-024-5. [2. Auflage 1993, 3. Auflage 1996]
  • Gerald Ramm: Woltersdorf. Ein Dorf im Dritten Reich. Woltersdorf 1993, ISBN 3-86155-022-9.
  • 110 Jahre Wolterdorfer Verschönerungsverein „Kranichsberg“ e.V. Verlag Gerald Ramm, Woltersdorf 1994.
  • Heinrich-Jürgen Koß: „Perle der Mark“: Woltersdorfer Lieder und Gedichte. Verlag Gerald Ramm, Woltersdorf 1995, ISBN 3-930958-05-8.
  • Jörg Lüderitz: Woltersdorf, Schleuse und Umgebung. Orts- und Wanderführer, Bock & Kübler, Berlin 1995, ISBN 3-86155-083-0. [2. Auflage 2006]
  • Gerald Ramm: Das märkische Grabmal. Vergessene Filmlegenden zweier Drehorte. Woltersdorf 1997, ISBN 3-930958-06-6.
    • Neuauflage: Woltersdorf. Ein Ort im „Dritten Reich“. Chronik der Jahre im Nationalsozialismus. Verlag Gerald Ramm, Woltersdorf 2016, ISBN 978-3-930958-13-9.
  • Woltersdorf in alten Bildern. Bock & Kübler, Fürstenwalde 1999, ISBN 3-86155-097-0.
  • Marianne Liebermann: Woltersdorf – am Ende der Welt? Individuell Verlag, 2001.
  • Helmut Caspar: Woltersdorf – Ersatz für Träume … In: „Die Mark Brandenburg“, Heft 73. Marika Großer Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-910134-12-6.

Woltersdorfer Hefte[24]

In der Reihe werden einzelne Themen aus der Geschichte und Kultur des Ortes behandelt:

  1. Marianne Liebermann: Aus Bauernland wird Bauland. Die Gründung des Ortsteils Schönblick 1902/03 und seine Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg. (2003)
  2. Marianne Liebermann, Siegfried Thielsch (Bearbeitung): Alter Krug bis Schwarzer Stubben. Woltersdorfer Flurnamen und anderes von Max Haselberger. (2004)
  3. Hannelore Bugge, Marianne Liebermann: Am Anfang stand die Ruhebank. Geschichte des Woltersdorfer Verschönerungsvereins „Kranichsberg“ e.V. (2005)
  4. Peter Raatz, Herms Röhl: Das Kreuz auf der Heide. Ein Gang durch die Kirchengeschichte von Woltersdorf. (2005)
  5. Frank Thomas, Marion Thomas: Und nach dem Spiel zu Sonnemann. 90 Jahre Vereins-Sport in Woltersdorf. (2009)
  6. Lothar Löbel, Anny Przyklenk, Siegfried Thielsch: Spurensuche. Schicksale jüdischer Mitbürger. (2011)
  7. Siegfried Thielsch, Marianne Liebermann: Vom Krähenwinkel bis Springeberg. Woltersdorfer Wege und Straßen nebst Stegen und Steigen, Promenaden und Alleen sowie Plätzen. (2013)
  8. Jürgen Wilhelm: Ein Adler in Woltersdorf. Flugpionier Martin Haller zum 120. Geburtstag. (2015)
  9. Jürgen Wilhelm: Sonntagsgespräche mit Frl. Knoch. Tochter des Erbauers des Woltersdorfer Sanatoriums. (2016)
  • Gisela Schuldt, Angelika Bandelier: 130 Jahre Woltersdorfer Verschönerungsverein Kranichsberg 1884–2014. (2014, Sonderheft)

WeblinksBearbeiten

Commons: Woltersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2019 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Martin Seebauer & Karl Werfers: Gemeinde Woltersdorf: Räumliche Entwicklungsplanung 1991: Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan. Teil 1, 1991, S. 7.
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg
  4. Hermann Busse: Neue und ältere Ausgrabungen von vorgeschichtlichen Einzelfunden, Gräberfeldern und Wohnplätzen bei Woltersdorf, Kreis Nieder-Barnim. In: Zeitschrift für Ethnologie. 43. Jahrgang, Nr. 3/4, S. 436–501.
  5. a b c Haselberger, Max.: Woltersdorf (Kreis Niederbarnim) : die 700-jährige Geschichte eines märkischen Dorfes : nach Urkunden und amtlichen Quellen. Im Selbstverlag, 1931, OCLC 4132595.
  6. Haselberger 1931, S. 19–28.
  7. Haselberger 1931, S. 58–62.
  8. Israel, Ewald: Woltersdorf (Kreis Niederbarnim) : die 700-jährige Geschichte eines märkischen Dorfes : nach Urkunden und amtlichen Quellen. Hrsg.: Max Haselberger. Im Selbstverlag, 1931, OCLC 4132595, S. 100–101.
  9. Haselberger 1931, S. 124–137.
  10. Haselberger 1931, S. 144–145.
  11. Haselberger 1931, S. 148–154.
  12. Gerald Ramm: Woltersodorf : Ein Ort im "Dritten Reich". Band 2. Verlag Gerald Ramm, Velten 2016.
  13. Max Haselberger: Woltersdorf: Die 700jährige Geschichte eines märkischen Dorfes. 1931, S. 163.
  14. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree, S. 30–33.
  15. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  16. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  17. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014. Abgerufen am 26. Juli 2019.
  18. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019. Abgerufen am 26. Juli 2019.
  19. Woltersdorfer Bürgerforum – WBF – kritisch aber konstruktiv. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  20. Unser-Woltersdorf – Wir sind der Wandel. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  21. Freie Bürger Woltersdorf – Wir stehen für faire und bürgernahe Politik. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  22. Bürgermeister Vogel tritt ab. Märkische Onlinezeitung, 10. Mai 2015
  23. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 4. Oktober 2015
  24. „Woltersdorfer Hefte“ auf der Webseite des Woltersdorfer Verschönerungsverein „Kranichsberg“