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Wolfsberger AC

österreichischer Fußballverein aus der Stadt Wolfsberg in Kärnten

Der RZ Pellets Wolfsberger Athletiksport Club,[1] kurz RZ Pellets WAC und bekannt als Wolfsberger AC oder einfach nur WAC, ist ein österreichischer Fußballverein aus der Stadt Wolfsberg in Kärnten. Der Verein hat 20 Saisonen in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse vorzuweisen. Durch eine Kooperation mit dem SK St. Andrä trat der Verein von 2007 bis 2012 unter den Namen Wolfsberger AC/St. Andrä in der Ersten Liga an und spielt nach dem Aufstieg seit der Saison 2012/13 in der Bundesliga, der höchsten Spielklasse im österreichischen Fußball.

Wolfsberger AC
Logo
Verein
Name RZ Pellets Wolfsberger Athletiksport Club
Sitz Wolfsberg, Kärnten
Gründung 1931
Farben Schwarz und Weiß
Präsident Dietmar Riegler
ZVR-Zahl 414811760
Website rzpelletswac.at
Erste Mannschaft
Cheftrainer Gerhard Struber
Spielstätte Lavanttal-Arena
Plätze 8.100
Liga Bundesliga
2018/19 3. Platz
Heim
Auswärts

Das Unternehmen RZ Pellets, ein Hersteller von Holzpellets, dessen Chef Dietmar Riegler (selbst in früheren Jahren Fußballspieler) gleichzeitig der Vereinspräsident ist, ist der derzeitige Hauptsponsor des Vereins.

GeschichteBearbeiten

Der Wolfsberger AC (meist in Kurzform als WAC bezeichnet) wurde 1931 von Adolf Ptazcowsky, Karl Weber, Hermann Maierhofer, Franz Hafner und Michael Schlacher gegründet. Nach einer Rumpfmeisterschaft im Frühjahr 1946 hatte er die Berechtigung, in der ab 8. September begonnenen ersten vollen Nachkriegs-Saison in der aus nur einer Gruppe bestehenden 1. Klasse, die praktisch für zwei Spieljahre die damalige Kärntner Landesliga darstellte, teilzunehmen, musste aber schon nach einem Jahr ohne Punktegewinn wieder absteigen.

Aufstieg in regionale TauernligaBearbeiten

1952, mittlerweile war die Struktur der Ligen und Klassen geändert bzw. erweitert worden (u. a. gab es ab 1949/50 die Tauernliga, die praktisch auf regionaler Ebene die zweithöchste Liga Österreichs war), gelang die Rückkehr als Titelträger der 1. Klasse B und bereits 1955 beendeten die Wolfsberger die Liga auf dem zweiten Endrang. Dieser war gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Relegation zur Tauernliga. Dank Siegen von 4:3 und 3:2 gegen den SV St. Veit/Glan gelang der Aufstieg. Ab 1956/57 wurde die Tauernliga allerdings in einer Gruppe Nord (mit den Salzburger) und einer Gruppe Süd (mit den Kärntner Vereinen) gespielt. In der Gruppe Süd hatte der WAC in der Meisterschaft mit den „Magnesitlern“ von der WSG Radenthein 1956/57 um Rang eins gekämpft, wurde aber mit vier Punkten Abstand Zweiter. Nur ein Jahr später folgte der Abstieg in die Landesliga.

Etablierung in der NationalligaBearbeiten

Nachdem der Wolfsberger AC lange Zeit keine bedeutende Rolle in der Landesliga gespielt hatte, kam unter Sektionsleiter Hugo Reinprecht ein neuer Aufschwung. Schließlich gelang 1968 der erste Platz und damit der Aufstieg in die seit 1959/60 installierte Regionalliga Mitte, welche damals die Tauernliga abgelöst hatte und nun die regionale Gruppe der zweithöchsten österreichischen Liga darstellte. Die Schwarz-Weißen mauserten sich bald zum Stamminventar der zweiten Spielstufe und konnten – nach Ablöse der drei Regionalligen durch die neue eingleisige Nationalliga (von 1973/74 auf 1974/75) – auch hierfür als Zweiter 1973/74 die direkte Qualifikation schaffen. Der Abstieg im neunten Zweitligajahr in Serie 1976/77 konnte mit dem sofortigen Wiederaufstieg und überlegenem Gewinn der Landesliga mit nur zwei Niederlagen abgefedert werden. In den anschließenden Aufstiegsspielen setzte sich der WAC gegen den FC Union Wels und Red Star Knittelfeld durch.

In der 2. Division, wie die Nationalliga nun hieß, blieben die Wolfsberger, auch wenn sie nicht um den Aufstieg mitspielten, weitere sieben Jahre erhalten, ehe 1984/85 der zweite Abstieg erfolgte. Zweimal gelang es den Wölfen noch als Kärntner Landesmeister in die 2. Division zurückzukehren (beide Male in der Relegation gegen den steirischen Meister TSV Hartberg und den oberösterreichischen Meister SV Ried), diese erwies sich aber sowohl 1988/89 als auch 1990/91 als zu stark.

Abstieg und KooperationBearbeiten

1994 wurde der Verein Gründungsmitglied der neuen Regionalliga Mitte als dritte Leistungsstufe. Der WAC fand sich in den Anfangsjahren zumeist im Aufstiegsrennen wieder, musste aber letztlich 2002 absteigen. Die Rückkehr gelang in den darauf folgenden Spielzeiten nicht mehr. In der Saison 2003/04 musste der WAC sogar in die Unterliga absteigen, aus der man – mittlerweile bereits mit der Bezeichnung WAC/St. Andrä ausgestattet – als Zweiter der Saison 2005/06 wieder in die Landesliga aufstieg.

2007 wurde eine Kooperation mit dem Nachbarn SK St. Andrä beschlossen. Die beiden Vereine arbeiteten daraufhin eng zusammen, blieben aber formal eigenständig: „Zentrale Bereiche beider Vereine wie Administration, Verwaltung, Wirtschaft, Marketing, Gastronomie sowie der sportliche Bereich als Herzstück (Kampfmannschaften und Nachwuchszentrum) werden zentral von der ebenfalls neu geschaffenen Geschäftsstelle des WAC/St. Andrä von Wolfsberg aus geleitet.“[2] Die Spielgemeinschaft WAC/St. Andrä trat zunächst in der drittklassigen Regionalliga Mitte an, und nach dem Aufstieg 2010 in der Ersten Liga.

Wiederaufstieg in die BundesligaBearbeiten

In der Saison 2011/12 wurde der WAC eine Runde vor Schluss Meister der Ersten Liga und schaffte den Aufstieg in die Bundesliga. Gleichzeitig wurde die Kooperation mit dem SK St. Andrä beendet. Somit trat der Verein in der Bundesliga ab der damaligen Zeit als Wolfsberger AC auf, für die Jahre vor der Fusion mit St. Andrä wurde die Bezeichnung WAC alt gewählt.

In seiner ersten Bundesliga-Saison 2012/13 verpasste der WAC nur knapp den 4. Platz, der zu einer Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Europa League 2013/14 berechtigt hätte. Das letzte Spiel gegen Wacker Innsbruck ging nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren, so dass der Aufsteiger am Ende Rang 5 belegte. Die großen sportlichen Erfolge machten auf den Erfolgstrainer aufmerksam: Nenad Bjelica war nicht zu halten und wechselte nach der Saison zum FK Austria Wien. Neuer Coach wurde der bisherige Co-Trainer Slobodan Grubor.[3]

Nachdem in der Saison 2013/14 in den ersten sieben Spielen nur zwei Punkte erreicht wurden, und der WAC sich auf dem letzten Tabellenplatz befand, wurde Dietmar Kühbauer als neuer Trainer eingestellt.[4] Unter dessen sportlicher Leitung schaffte es die Mannschaft dann letztendlich doch, diese Saison mit einem sicheren siebenten Platz zu beenden. Die Saison 2014/15 begann mit einer Überraschung, denn nach dem achten Saisonspiel übernahm der Wolfsberger AC die Spitze der Tabelle und war somit als erste Kärntner Fußballmannschaft in der Position des Tabellenführenden der Bundesliga. Nach dem 36. Spieltag stand der WAC auf dem 5. Tabellenplatz. Mit einer Gesamtpunktezahl von 52 Zählern wurde das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erzielt.

Zwischen Europa und AbstiegskampfBearbeiten

Durch den Cup-Sieg von Meister Red Bull Salzburg (qualifiziert für die UEFA Champions League) wurde der dritte Startplatz in der UEFA Europa League frei. Dadurch rückte der WAC nach und startet in der 2. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League, wo man das weißrussische Team von FK Schachzjor Salihorsk zweimal (1:0 und 2:0) besiegte und die dritte Qualifikationsrunde erreichen konnte. In dieser traf Wolfsberg auf den achtmaligen deutschen Meister Borussia Dortmund. Das Hinspiel ging in Klagenfurt mit 0:1, das Rückspiel in Dortmund 0:5 verloren. Ob diese Matches der Mannschaft zu viel Substanz gekostet hatten, lässt sich nicht nachweisen, aber in der Folge "ging sie am Stock". Nach der 16. Runde, als man Tabellenletzter war, wurde Trainer Kühbauer entlassen und durch Heimo Pfeifenberger ersetzt, mit dem noch der 6. Tabellenrang erreicht wurde. Die Saison 2016/17 wurde recht lange zufriedenstellend absolviert, lange schien der WAC mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Doch in der letzten Meisterschaftsphase wurden Punktezuwächse immer seltener, ehe in der vorletzten Runde mit einem 1:1 beim SKN St. Pölten aus eigener Kraft der Klassenerhalt geschafft wurde.

Die Saison 2017/18 verlief für den WAC erfolglos. Zwischen der 6. Runde und der 22. Runde konnte man kein einziges Spiel in der Bundesliga gewinnen. Nach 5 Niederlagen in Serie und einem 1:5 bei Rapid in der 27. Runde wurde Trainer Pfeifenberger entlassen. Der bisherige Co-Trainer Robert Ibertsberger übernahm interimistisch bis Saisonende. In der 33. Runde wurde mit einem 1:0-Sieg bei St. Pölten der 9. Platz und somit der Klassenerhalt fixiert. Nach der Saison wurde Christian Ilzer, welcher zuvor mit dem TSV Hartberg in die Bundesliga aufgestiegen war, neuer Cheftrainer.

Mit der besten Saison der Vereinsgeschichte erstmals in die Europa LeagueBearbeiten

In der Saison 2018/19 belegte man den 3. Rang, wodurch man sich für die Gruppenphase der UEFA Europa League 2019/20 qualifizierte. Neuer Cheftrainer ist Gerhard Struber, nachdem Ilzer den WAC in Richtung Austria Wien verlassen hat. Das erste Spiel in der Europa League wurde am 19. September 2019 auswärts bei Borussia Mönchengladbach mit 4:0 gewonnen.

BundesligamannschaftBearbeiten

TrainerteamBearbeiten

Stand: 1. Juli 2019[5]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Trainer Gerhard Struber 24.01.1977 Osterreich  07/2019 FC Liefering
Co-Trainer Mohamed Sahli 24.03.1978 Osterreich  07/2019 Österreich U-16
Co-Trainer Hannes Jochum 08.01.1977 Osterreich  06/2013 Wolfsberger AC II
Torwart-Trainer Christian Gratzei 19.09.1981 Osterreich  07/2019 Spieler SK Sturm Graz
Athletiktrainer Marcel Kuster 29.03.1988 Osterreich  07/2019 SK Austria Klagenfurt

Aktueller KaderBearbeiten

Stand: 2. September 2019[5]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Torhüter
01 Christian Dobnik 10.07.1986 Osterreich  07/2010 FC Lustenau 07
29 Manuel Kuttin 17.12.1993 Osterreich  07/2019 FC Admira Wacker Mödling
31 Alexander Kofler 06.11.1986 Osterreich  07/2013 SC Austria Lustenau
32 Marko Soldo 13.09.1996 Osterreich  10/2017 Wolfsberger AC II
Verteidigung
04 Manfred Gollner 22.12.1990 Osterreich  07/2018 TSV Hartberg
05 Stefan Perić 13.02.1997 Osterreich  07/2019 FC Wacker Innsbruck
07 Lukas Schmitz 13.10.1988 Deutschland  07/2018 Fortuna Düsseldorf
15 Nemanja Rnić 30.09.1984 Serbien  09/2015 vereinslos
22 Dominik Baumgartner 20.07.1996 Osterreich  09/2019 VfL Bochum (Leihe)
25 Fabian Tauchhammer 17.08.2001 Osterreich  07/2018 Wolfsberger AC II
26 Michael Sollbauer 15.05.1990 Osterreich  07/2010 SK Austria Kärnten
27 Michael Novak 30.12.1990 Osterreich  07/2018 SV Mattersburg
39 Stefan Gölles 04.10.1991 Osterreich  07/2018 TSV Hartberg
Mittelfeld
08 Marcel Ritzmaier 22.04.1993 Osterreich  07/2018 PSV Eindhoven II
10 Michael Liendl 25.10.1985 Osterreich  07/2018 FC Twente Enschede
17 Joshua Steiger 06.04.2001 Osterreich  07/2017 AKA Wolfsberg
18 Mario Leitgeb 30.06.1988 Osterreich  01/2017 FC St. Gallen
19 Sven Sprangler 27.03.1995 Osterreich  07/2018 TSV Hartberg
20 Bajram Syla 17.02.1998 Osterreich  07/2018 Wolfsberger AC II
23 Lukas Schöfl 11.02.2001 Osterreich  11/2017 Wolfsberger AC II
24 Christopher Wernitznig 24.02.1990 Osterreich  07/2014 FC Wacker Innsbruck
34 Marc Andre Schmerböck 01.04.1994 Osterreich  07/2018 SK Sturm Graz
37 Romano Schmid 27.01.2000 Osterreich  02/2019 Werder Bremen (Leihe)
Angriff
09 Shon Weissman 14.02.1996 Israel  07/2019 Maccabi Haifa
13 Alexander Schmidt 19.01.1998 Osterreich  07/2019 FC Liefering (Leihe)
21 Anderson Niangbo 06.10.1999 Elfenbeinküste  07/2019 FC Liefering (Leihe)
30 Amar Hodžić 12.07.1999 Osterreich  08/2017 Wolfsberger AC II

TransfersBearbeiten

Stand: 5. September 2019[6]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2019

II. MannschaftBearbeiten

Wolfsberger AC II
Name Wolfsberger AC II
Spielstätte Lavanttal-Arena
Plätze 8.100
Cheftrainer Harald Tatschl
Liga Regionalliga Mitte
2018/19 8. Platz

Die zweite Mannschaft des Wolfsberger AC spielt in der Regionalliga Mitte, der dritthöchsten Leistungsstufe. Zweck der Mannschaft ist, den Spielern den Übergang aus dem Nachwuchsbereich in den Profibereich zu ermöglichen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wolfsberger AC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Siehe den Vereinsregisterauszug unter der ZVR-Zahl 414811760, abrufbar auf zvr.bmi.gv.at, zuletzt abgerufen am 24. März 2017.
  2. Vereinswebsite (Memento des Originals vom 20. Juli 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rzpelletswac.at (abgerufen am 16. Juli 2015).
  3. Co-Trainer Grubor neuer WAC-Coach. In: derStandard.at. 17. Juni 2013, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  4. Kühbauer neuer WAC-Trainer. In: sport.orf.at. 2. September 2013, abgerufen am 22. Oktober 2017.
  5. a b Wolfsberger AC: "Kaderliste" (abgerufen am 20. August 2018)
  6. Transfermarkt: Wolfsberger AC – Transfers 2019/20 (abgerufen am 1. Juli 2019)