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Wolfram(IV)-sulfid

chemische Verbindung aus der Gruppe der Wolframverbindungen und Sulfide
(Weitergeleitet von Wolframdisulfid)

Wolfram(IV)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Wolframverbindungen und Sulfide.

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Wolfram(IV)-sulfid
__ W4+     __ S2−
Allgemeines
Name Wolfram(IV)-sulfid
Verhältnisformel WS2
Kurzbeschreibung

grau-bläulicher geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12138-09-9
EG-Nummer 235-243-3
ECHA-InfoCard 100.032.027
PubChem 82938
Wikidata Q419711
Eigenschaften
Molare Masse 247,97 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

7,5 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

1250 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Inhaltsverzeichnis

VorkommenBearbeiten

Wolfram(IV)-sulfid kommt natürlich in Form des Minerals Tungstenit vor.[2]

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Wolfram(IV)-sulfid kann direkt aus den Elementen

 

oder durch Reaktion von Wolfram(VI)-oxid mit Schwefel gewonnen werden.[3]

 

EigenschaftenBearbeiten

Wolfram(IV)-sulfid ist ein grau-bläulicher bis schwarzer geruchloser Feststoff, welcher schwer löslich in Wasser ist.[1] Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194 (a = 3,132, c = 12,323 Å). Eine trigonale Form (Raumgruppe R3m (Nr. 160)Vorlage:Raumgruppe/160, a = 3,158, c= 18,49 Å) ist ebenfalls bekannt[4]. Es besitzt Katalysator- und Detektoreigenschaften.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g Eintrag zu Wolframdisulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. Mindat: Tungstenit
  3. a b Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1574.
  4. Eintrag Tungstenit im Handbook of Mineralogy.